AVM kündigt Fritz Boxen mit höherem Durchsatz an

BreitbandNetzwerke
AVM (Bild: AVM)

Auf dem Mobile World Congress wird es unter anderem die Fritz Boxen 7581 und 7582 vorstellen. Erstere ist zur Supervectoring- und Bonding-Technik kompatibel, letztere unterstützt neben Vectoring den VDSL2-Nachfolger G.Fast. Damit sind Datenraten von bis zu 300 MBit/s respektive bis zu 1 GBit/s möglich.

AVM wird auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona neue Fritz-Box-Modelle für mehrere Breitbandtechnologien vorstellen. So hat der Berliner Hersteller in Sachen VDSL die Fritz-Boxen 7581 und 7582 ins Portfolio aufgenommen. Während erstere die Techniken Bonding und Supervectoring für höheren Datendurchsatz kombiniert, unterstützt letztere neben Supervectoring noch den als VDSL2-Nachfolger geltenden Standard G.Fast. Abgerundet wird das erneuerte Produktangebot künftig mit der für Glaserfaseranschlüsse gedachten Fritz Box 5490, dem für Kabelanschlüsse geeigneten Router Fritz Box 6590 Cable und dem 4G-Router Fritz Box 6820 LTE. Mit der die VDSL-Vectoring-Technik unterstützenden Fritz Box 7580 hat AVM zudem eine weitere Neuvorstellung für DSL-Breitbandanschlüsse angekündigt.

AVM_FRITZBox_an_jedem_Anschluss (Bild: AVM)
Auf dem Mobile World Congress wird AVM Fritz-Box-Modelle für die Breitbandtechniken VDSL, Kabel, Glasfaser und LTE vorstellen (Bild: AVM).

Um mehr Geschwindigkeit über die Kupferdoppelader der Telefonleitung transportieren zu können, nutzt der VDSL-Router Fritz Box 7581 zum einen Supervectoring 35b und zum anderen Bonding (Kanalbündelung). Ersteres erweitert die genutzte Bandbreite für die Übertragung auf 35 MHz. Bei herkömmlichem VDSL endet der Frequenzbereich bisher bei 30 MHz. Letzteres kombiniert beziehungsweise bündelt demgegenüber mehrere Leitungen und steigert die Datenrate auf vorhandenen Kupferleitungen auf bis zu 240 MBit/s. Da die Fritz Box 7581 Bonding und Vectoring zudem noch kombinieren kann, wächst der Durchsatz auf bis zu 300 MBit/s.

Die Fritz Box 7582 unterstützt neben Supervectoring 35b das Übertragungsverfahren G.fast, das die Bandbreite sogar auf 106 respektive 212 MHz erweitert. Das soll auf einer Leitungslänge von maximal 300 Metern eine Geschwindigkeit von bis zu 1 GBit/s ermöglichen. Laut AVM sind beide Modelle für Anwendungen wie IP-TV, Streaming oder IP-Telefonie bestens geeignet.

Hinsichtlich der sonstigen Austattungsmerkmale ist die Fritz Box 7582 mit der Fritz Box 7581 identisch. So integrieren beide Dual-Band-WLAN und funken daher simultan im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Das erlaubt es wiederum, eine theoretische Datenrate von bis zu 1300 MBit/s nach dem Standard 802.11ac mit einem maximal möglichen Durchsatz von 450 MBit/s nach dem Standard 802.11n zu kombinieren. Des Weiteren besitzen beide Fritz-Boxen vier Gigabit-LAN-Ports und zwei USB-3.0-Schnittstellen. Außerdem verfügen sie jeweils über zwei Anschlüsse (a/b-Port) für analoge Telefone respektive Faxgeräte. Ferner findet sich je eine DECT-Basis für Schnurlostelefone und Smart-Home-Anwendungen in beiden Modellen.

Eine weitere Neuvorstellung im Bereich der VDSL-Router wird AVM auf dem MWC in Form der Fritz Box 7580 mit insgesamt acht Antennen präsentieren. Neben dem VDSL-Vectoring-Verfahren für Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s unterstützt dieser für das Heimnetz auch Dual-Band-WLAN mit Multi-User-MIMO-Technik und kann somit vier Geräte gleichzeitig mit vier Datenströmen versorgen (4×4 MIMO). Das ergibt laut AVM eine Brutto-Geschwindigkeit von bis zu 2533 MBit/s.

AVM Fritz Box 6820 LTE (Bild: AVM)
Auch die bereits zum Verkauf stehende Fritz Box 6820 LTE wird noch einmal auf dem MWC in Barcelona präsentiert werden (Bild: AVM).

An Schnittstellen bringt das Gerät zum einen einen Gigabit-WAN-Port mit, der es dem Hersteller zufolge ermöglicht, die Fritz Box 7580 auch an Kabel- oder Glasfasermodems zu betreiben. Zum anderen stehen noch vier Gigabit-LAN-Ports und zwei USB-3.0-Schnittstellen bereit. An Bord sind außerdem auch hier zwei Analog-Anschlüsse (a/b-Ports) und eine DECT-Basis. Zudem findet sich darin noch ein ISDN-S0-Anschluss.

Die Fritz Box 5490 eignet sich hingegen für die direkte Anbindung an die Glasfaserleitung respektive den FTTH-Anschluss (Fibre-to-the-Home). Hierfür setzt AVM nach eigenen Angaben auf die aktive Punkt-zu-Punkt-Technologie. Das Fritz-Box-Modell erreicht dadurch eine Datenrate von bis zu 1 GBit/s, die laut Hersteller auch im Heimnetz bereitgestellt wird.

Ferner kommt auch die Fritz Box 5490 mit integriertem Dual-Band-WLAN, das eine 802.11ac-Geschwindigkeit von bis zu 1300 MBit/s mit einem 802.11n-Durchsatz von maximal 450 MBit/s kombiniert. Neben vier Gigabit-Ethernet- und zwei USB-3.0-Ports sind auch bei diesem Modell eine DECT-Basis, zwei Analoganschlüsse sowie ein interner S0-Bus für ISDN-Telefonanlagen integriert.

Außer dem in Deutschland bereits seit Januar zum Verkauf stehenden 4G-Router Fritz Box 6820 LTE stellt AVM auf dem Mobile World Congress auch den mit einem Kabelmodem ausgestatteten WLAN-Router Fritz Box 6590 Cable vor. Dieser kommt aufgrund einer Docsis-3.0-Kanalbündelung auf Downloadraten von bis zu 1,7 GBit/s sowie auf Uploadgeschwindigkeiten von maximal 240 MBit/s. Zudem ist ebenfalls Dual-Band-WLAN mit Multi-User-MIMO-Technik (4×4) an Bord. Die wiederum erlaubt im Heimnetz Brutto-Geschwindigkeiten von bis zu 1733 MBit/s im 802.11ac-Netz beziehungsweise von maximal 800 MBit/s im 802.11n-Netz.

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