Sophos bringt Netzwerk-Appliance mit integriertem WLAN

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RED-15w_Front (Bild: Sophos)

Die RED 15w aus der zugehörigen RED-Serie (Remote Ethernet Device) kann bei verteilten Netzwerken automatisch einen Tunnel zwischen einem externen Standort und dem Hauptstandort einer Firma aufbauen. Die darüber übertragenen Daten werden durch eine 256 Bit starke AES-Verschlüsselung abgesichert.

Sophos hat seine Produktpalette um die Netzwerk-Appliance RED 15w (Remote Ethernet Device) (PDF) erweitert. Anders als die weiteren RED-Appliances (RED 15 und RED 50) in dessen Portfolio kommt die Neuvorstellung mit integriertem WLAN. Grundsätzlich werden die Geräte dazu genutzt, um ein abgesichertes Firmennetzwerk von einem Hauptstandort auf dessen Zweig- und Außenstellen auszuweiten. Technisches Fachwissen soll am externen Standort dafür nicht erforderlich sein.

RED-15w_Front (Bild: Sophos)
Die Appliance RED 15w kommt mit integriertem WLAN und bringt außerdem noch vier Gigabit-LAN- und einen Gigabit-WAN-Port zur Netzwerk-Anbindung mit (Bild: Sophos).

Sobald sie in der Zweigstelle angeschlossen und mit dem Internet verbunden ist, baut die Appliance laut Anbieter automatisch einen Ethernet-Tunnel zwischen dem externen Standort und der firmeninternen Firewall auf – Letztere muss ein Gerät aus der Sophos-XG oder -SG-Serie sein. Die übertragenen Daten werden mit einer 256 Bit starken AES-Verschlüsselung abgesichert, die dem Hersteller zufolge weder manipuliert noch von Hackern kompromittiert werden kann.

Um erfolgreich eine Verbindung mit dem Remote Ethernet Device über den Ethernet-Tunnel herstellen zu können, müssen Administratoren zuvor jedoch dessen ID sowohl in die Appliance selbst als auch in die Konsole der Sophos-Firewall eingeben und das Gerät anschließend an die Außenstelle schicken. Ist diese dann einmal eingerichtet, sollen sich anschließend DHCP und andere Netzwerkelemente des entfernten Netzwerks kontrollieren lassen.

Alternativ lässt sich der Netzwerkverkehr auch nur innerhalb der Außenstelle über die RED-Appliance routen, wodurch wiederum ein direkter Internetzugang hergestellt werden kann, ohne dass die Firewall des Hauptstandorts einbezogen wird.

Nach Angaben des Herstellers ist die RED-Appliance im Grunde nichts anderes als ein virtuelles Ethernet-Kabel, das die Außenstellen eines Unternehmens vernetzt und an den Hauptstandort anbindet. Das verteilte Netzwerk lasse sich damit so einfach verwalten wie ein einziger Standort. Des Weiteren könnten Firmen entscheiden, ob sie auf den getunnelten respektive lokalen Datenverkehr dieselben Firewall-, Internet- und sonstigen Sicherheitsrichtlinien für alle Standorte anwenden oder die Richtlinien individuell für einzelne Standorte erstellen.

An Schnittstellen bringt die Neuvorstellung RED 15w neben 802.11n-WLAN noch vier Gigabit-LAN- und einen Gigabit-WAN-Port mit. Des Weiteren ist ein USB-2.0-Anschluss an Bord. Laut Datenblatt besteht für die Appliance keinerlei Nutzerbegrenzung. Der maximale Durchsatz beläuft sich auf 90 MBit/s. Die RED 15w kostet laut Sophos circa 365 Euro.

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