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Mozilla nennt Details zur Zukunft von Firefox OS

Alcatel One Touch mit Firefox OS (Bild: Deutsche Telekom AG)
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Mozilla zieht die Entwickler im Mai nach dem Release der Version 2.6 von dem Projekt ab. Boot to Gecko bleibt als Open-Source-Betriebssystem erhalten. Für die Weiterverwendung von Firefox OS in “Connected Devices” wurde ein Förderprogramm aufgelegt und eine Anleitung für Entwickler veröffentlicht.

Knapp zwei Monate, nachdem Mozilla angekündigt hat, Entwicklung und Verkauf von Smartphones mit Firefox OS aufgeben zu wollen, wurden jetzt Einzelheiten dazu bekannt gegeben, wie der Rückzug aus dem Segment vonstattengehen und wie es mit Firefox OS weitergehen soll. Demnach wird die Entwicklung von Firefox OS für Smartphones mit dem Release der Version 2.6 eingestellt. Konkret bedeutet dass, dass Mozilla die Entwickler im Mai von dem Projekt abzieht.

ZTE Open mit Firefox OS (Bild: Stephen Shankland/CNET)
Das von Telefónica vertriebene ZTE Open war das erste Smartphone mit Firefox OS auf dem europäischen Markt (Bild: Stephen Shankland/CNET).

Im Marketplace, Mozillas App-Store, werden ab 29. März keine neuen Apps für Android, Desktops und Tablets mehr angenommen. Firefox-OS-Apps werden noch bis 2017 akzeptiert. Ein genaues Datum, ab nch dem auch sie nicht mehr eingereicht werden können, soll zu einem späteren Zeitpunkt gennant werden. Mozilla hat zudem ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Boot to Gecko als Open-Source-Betriebssystem erhalten bleiben und auch weiterhin für Beiträge offen sein wird.

Ursprünglich wollte Mozilla mit Firefox OS auf Smartphones eine Möglichkeit schaffen, günstige und seinen Vorstellungen von einer offenen Webnutzung entsprechende Smartphones anzubieten. Damit sollte insbesondere auch in Entwicklungsländern Menschen die Möglichkeit eröffnet werden, Smartphones und deren Vorteile nutzen zu können. Allerdings war die Unterstützung von Geräteherstellern und Netzbetreibern überschaubar.

Ein von Mozilla auf dem MWC 2014 gezeigtes Smartphone mit Firefox Ein von Mozilla auf dem MWC gezeigtes Low-End-Smartphone mit Firefox OS (Bild: CNET).
Ein von Mozilla auf dem MWC 2014 gezeigtes Smartphone mit Firefox (Bild: CNET).

Anfang 2013 zeigten immerhin ZTE und Alcatel entsprechende Geräte. Von den Netzbetreibern war insbesondere Telefónica aktiv, dass sich davon Vorteil in Südamerika erhoffte. Die Deutsche Telekom erprobte den Verkauf von Smartphones mit Firefox OS zunächst in Polen. In Deutschland bot sie entsprechende Geräte dann ab Herbst 2013 über Congstar an.

Im Vorfeld des Mobile World Congress (MWC) im Frühjahr 2014 versuchte Mozilla dann mit Low-End-Smartphones, die höchstens 25 Dollar kosten und in Ländern wie Indonesien und Indien als Ersatz für die dort vorherrschenden, sogenannten Feature-Phones gedacht waren, weitere Marktsegmente zu erschließen. Offenbar hatte der Ansatz aber auch nicht den gewünschten Erfolg und daher erweiterte man das Spektrum an Geräten, die man mit Firefox OS betreiben kann, im Frühjahr 2015 zunächst auf Wearables und Haushaltsgeräte, bevor dann das Smartphone-Segment im Dezember schließlich ganz aufgegeben wurde.

Alcatel One Touch mit Firefox OS (Bild: Deutsche Telekom AG)
Das in Deutschland über Congstar angebotene Alcatel One Touch mit Firefox OS (Bild: Deutsche Telekom AG)

Erste Erfolge mit der neuen Strategie konnte Mozilla Anfang des Jahres verzeichnen, als Panasonic auf der CES UHD-TV-Geräte mit dem Betriebssystem präsentierte. Um hier weitere Fortschritte zu machen, wurde ein kleiner, von Freiwilligen verwalteter Innovation Fund aufgelegt. Dabei handelt es sich auch um ein organisatorisches Experiment, das zunächst einmal drei Monate läuft. Mit ihm sollen Projekte unterstützt werden, und die Entwicklung von Prototypen im Bereich vernetzter Geräte unterstützt werden. Entwicklern, die daran grundsätzlich interessiert sind, gibt Mozilla eine ausführliche Anleitung, wie sie daran teilnehmen können

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Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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