Innovation

Nokia zeigt Einbindung von Drohnen in LTE-Netze

Bereits im vergangenen Jahr wurde von Nokia, ebenfalls in Dubai, gezeigt, wie Drohnen Netzbetreibern helfen könne, die Funkzellenplanung zu optimieren, indem sie mit Smartphones und Test-Apps ausgestattet werden (Bild: Nokia).
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Damit will der Hersteller die künftige Verwendung in Smart Cities erproben. Die Demonstration fand auf einer Veranstaltung in Dubai statt. Sie sollte zeigen, wie sich Drohnen in einer Reihe von Einsatzszenarien in unterschiedlichen Branchen nützlich machen können.

Nokia zeigt auf einer dem Einsatz von Drohnen gewidmeten Veranstaltung in Dubai ein auf System zur Verwaltung und Steuerung von zivil eingesetzten Drohnen. Das “Unmanned Aerial Vehicle Traffic Management” (UTM) genannte Konzept soll zeigen, das LTE-Netze eine sichere und geeignete Grundlage für Netzbetreiber, öffentliche Einrichtungen und Ordnungskräfte sind, um Drohnen zu überwachen und zu kontrollieren.

Einsatzmöglichkeiten sieht Nokia künftig in unterschiedlichen Branchen, darunter Gesundheitswesen, Logistik, Landwirtschaft sowie bei Meiden für Berichterstattung und Unterhaltung. Das Unternehmen weist allerdings auch darauf hin, dass die zunehmende Anzahl von unbemannten Flugobjekten dann sowohl von Behörden als auch der Flugaufsicht genau überwacht werden müsse. Dies will Nokia mit einer zentralen Konsole nun ermöglichen. Zur Datenübertragung könne dafür wie nun gezeigt auf ein vorhandenes LTE-Netz eines Providers oder künftig eventuell auch ein speziell dafür eingerichtetes staatliches LTE-Netzwerk zurückgegriffen werden.

Auf einer Veranstaltung in Dubai hat Nokia jetzt sein Konzept zur Steuerung und Überwachung von Drohnen via LTE vorgestellt (Bild: Nokia)
Auf einer Veranstaltung in Dubai hat Nokia jetzt sein Konzept zur Steuerung und Überwachung von Drohnen via LTE vorgestellt (Bild: Nokia).

Zur Realisierung des Konzepts sind in den Drohnen LTE-Dongles, GPS und Module notwendig, die Zugriff auf die Telemetriedaten ermöglichen. Außerdem ist eine Rechnerinfrastruktur erforderlich um den Luftraum zu überwachen, die Flugwege der Drohnen darzustellen und zu kontrollieren sowie die Telemetriedaten auszuwerten und in die Steuerung einfließen zu lassen.

Organisatorisch sieht Nokia dyamisch einrichtbare Zonen vor, in die keine Drohne eindringen darf. So könnte zum Beispiel bei Sportereignissen oder anderen wichtigen Veranstaltungen Missbrauch verhindert werden. Steuern kann “seine” Drohne dann jeder Pilot mit einer Mobil-App die eine Schnittstellen zum zentralen Management mitbringt.

Bereits im vergangenen Jahr wurde von Nokia, ebenfalls in Dubai, gezeigt, wie Drohnen Netzbetreibern helfen könne, die Funkzellenplanung zu optimieren, indem sie mit Smartphones und Test-Apps ausgestattet werden (Bild: Nokia).
Bereits im vergangenen Jahr wurde von Nokia, ebenfalls in Dubai, gezeigt, wie Drohnen Netzbetreibern helfen könne, die Funkzellenplanung zu optimieren, indem sie mit Smartphones und Test-Apps ausgestattet werden (Bild: Nokia).

Laut Nokia-Manager Joachim Wuilmet kann LTE innovative Breitband-Dienste in der Telekommunikation und in anderen Branchen ermöglichen. Mit dem nun vorgestellten UTM-Konzept für Netzbetreiber und Behörden sei der sichere Betrieb im Hinblick auf künftige “Smart Cities” möglich.

Bereits im vergangenen Jahr hat Nokia, ebenfalls in Dubai, einen möglichen Anwendungsfall für Netzbetreiber gezeigt. Damals wurde eine Drohne mit Mobiltelefonen ausgestattet und ermittelte auf ihrem Flug die Qualität der Netzabdeckung. Die so gewonnen Daten könnten verwendet werden, um Sendemasten optimal zu platzieren und Funkzellen besser zu planen. Auch bei der Inspektion von Mobilfunkmasten, der Frequenzplanung und Tests, ob wie zum Teil erforderlich eine Sichtverbindung besteht, kamen Drohnen bei Netzbetreibern schon zum Einsatz.

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Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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