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Social Network Yammer nun weitgehend in Office 365 integriert

Yammer (Grafik: Microsoft)
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Davon profitieren alle Nutzer, die ein Abo mit einer Yammer-Lizenz haben. Im ersten Schritt stehen die neuen Möglichkeiten Firmen mit bis zu 150 Office-365-Abos und bislang maximal einer oder noch keiner Yammer-Domain zur Verfügung. Da einige Funktionen von Skype for Business übernommen werden, stellt Microsoft die App Yammer Now am 4. März ein.

Microsoft wird ab sofort in drei Wellen das Kollaborationswerkzeug Yammer nach und nach allen Firmenkunden mit Office 365 zur Verfügung stellen. Das hat Kirk Koenigsbauer, bei Microsoft als Corporate Vice President für das Office Team verantwortlich, bekannt gegeben. Der Schritt ist laut Koenigsbauer der Kulminationspunkt von Microsofts Integrationsbemühungen für Yammer, zu denen unter anderem auch der Schritt gehörte, die Nutzerverwaltung von Yammer komplett mit Azure Active Directory zu verzahnen. Damit hat Microsoft ein bereits im Sommer 2014 gegebenes Versprechen nun eingelöst.

Yammer (Grafik: Microsoft)

Nachdem man die notwendigen Grundlagen geschaffen habe, sei man nun bereit, eine ganze Reihe neuer, hochwertiger Einsatzszenarien für Nutzer und Administratoren zu unterstützen, erklärt Koenigsbauer. “Jeder Office-365-Nutzer mit einer Yammer-Lizenz wird Yammer einfach aus dem Office 365 App Launcher erreichen oder eine Yammer-Konversation aus SharePoint, dem Office 365 Video Portal und bald auch Delve und Skype Broadcast starten können. Das ermöglicht es ihnen und ihren Kollegen Ideen auszutauschen und mittels Yammers flexiblen Workspaces frei zusammenzuarbeiten.” Im Laufe des ersten Halbjahrs 2016 soll es dann zudem unter anderem möglich werden, aus Yammer-Konversationen direkt in ein Skyp-Gespräch zu wechseln, ein Meeting im Outlook-Kalender anzulegen, auf Dateien in OneDrive zuzugreifen sowie Aufgaben in Planner anzulegen.

Auch für den Einsatz in Firmen in regulierten Branchen seien mit der Verknüpfung von Office 365 und Yammer die erforderlichen Voraussetzungen geschaffen. Koenigsbauer verweist diesbezüglich auf das Office 365 Trust Center womit unter anderem den Anforderungen bei der Datenverarbeitung beim Einsatz durch europäische Firmen, den für das US-Gesundheitswesen wesentlichen HIPA-Anforderungen sowie ISO 27001 und ISO 27018 Genüge getan werde. Administratoren verspricht der Manager eine einfachere, aber mächtigere Oberfläche und die Möglichkeit “wesentliche Aspekte” von Yammer, darunter Identitäten, Nutzer und Lizenzen, aus Office 365 heraus verwalten zu könne.

Yammer soll Office-365-Kunden in drei Wellen zur Verfügung gestellt werden. Die erste, die bereits begonnen hat, versorgt Firmenkunden mit weniger als 150 Lizenzen in denen Yammer enthalten ist und die noch keine oder erst eine Yammer-Domain angelegt haben. Die zweite Ab 1. März sollen dann Kunden mit maximal 5000 Lizenzen von den Änderungen profitieren. Ausnahme sind hier Kunden mit einer speziellen Lizenz für den Bildungsbereich. Ab 1. April erhalten wird dann schließlich die Neuerung für alle noch nicht versorgten Kunden freigeschaltet. Neukunden bekommen die neuen Funktionen unabhängig von der Größe jeweils sofort.

Damit allen Mitarbeiter auf die neuen Möglichkeiten zugreifen können, müssen Administratoren ihnen – sofern noch nicht geschehen – ein Office-365-Konto sowie Yammer-Lizenzen zuweisen. Allerdings lassen sich hier auch Ausnahmen machen, wenn zum Beispiel zuerst nur bestimmte Abteilungen mit Yammer arbeiten können sollen. Tipps für die Yammer-Integration hat Microsoft gesondert bereitgestellt.

Im Zuge der Integration sind nach Ansicht von Microsoft allerdings einige Funktionen künftig besser bei Skype for Business aufgehoben. Daher wird die Mobil-App Yammer Now zum 4. März eingestellt. Und bei Online Now soll das Echtzeit-Messaging in den kommenden Monaten zugunsten Direktnachrichten bei Skype im Laufe der nächsten Monate aufgegeben werden.

Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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