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Samsungs vorinstallierter Browser bekommt Unterstützung für Adblocker-Erweiterungen

Adblock Fast und Crystal liegen bereits als Erweiterungen für den Android-Browser "Samsung Internet 4.0" vor (Bild: Adblock Fast/Crystal).
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Die für Samsungs Browser für Android-Smartphones verfügbaren Erweiterungen Adblock Fast und Crystal unterdrücken die Anzeige unerwünschter Anzeigen. Sie sollen so die Ladezeiten von Seiten verkürzen und die Menge der zu übertragenden Daten reduzieren.

Mit dem aktuellen Update unterstützt der auf Samsungs Android-Smartphones vorinstallierte Browser die Installation von Adblocker-Erweiterungen. Samsung tritt damit in die Fußstapfen von Apples, daessen Safari-Browser seit der Verfügbarkeit von iOS 9 im September 2015 den Einsatz von Werbeblockern ermöglicht. Sie können helfen, Seitenladezeiten zu reduzieren und die Menge der übertragenen mobilen Daten zu begrenzen. Bisher wurden Adblock Fast und Crystal bereits für die Nutzung mit dem neuen Samsung-Browser für Android adaptiert.

Dies ist durch eine von Samsung bereitgestellte API möglich. Der von den Adblockern bereitgestellte Filter verhindert entweder regelbasierend oder auf Grundlage von Linklisten das Laden bestimmter Inhalte, etwa Werbeanzeigen in Form von Bildern, Text und Videos. Manchmal werden auch Tracking-Cookies unterbunden.

Adblock Fast und Crystal liegen bereits als Erweiterungen für den Android-Browser "Samsung Internet 4.0" vor (Bild: Adblock Fast/Crystal).
Adblock Fast und Crystal liegen bereits als Erweiterungen für den Android-Browser “Samsung Internet 4.0” vor (Bild: Adblock Fast/Crystal).

Mit der Verteilung des “Samsung Internet 4.0” genannten Browsers hat der Hersteller bereits begonnen. Im deutschen Play Store ist das Update noch nicht verfügbar. Dort heißt es, Version 4 werde im März für die Modelle Galaxy S4, 5 und 6 sowie Note3, 4 und 5 mit Android 5.0 bereitgestellt. Die Adblock-Erweiterungen Adblock Fast und Crystal lassen sich hingegen schon herunterladen.

Werbeblocker sind vor allem bei Inhalteanbietern unbeliebt, für die Anzeigen die wichtigste oder zum Teil Einnahmequelle sind. Hierzulande gingen beispielsweise die Fernsehsender RTL und ProSiebenSat.1 sowie die Herausgeber von Zeit Online und Handelsblatt rechtlich gegen den Entwickler von AdBlock Plus vor. Sie warfen dem in Köln ansässigen Unternehmen Eyeo wettbewerbswidriges Verhalten vor. Das Landgericht München und das landgericht Hamburg haben dei Klagen gegen Eyeo jedoch abgewiesen. Ihrer Ansicht nach behindert die Software den Wettbewerb nicht. Nutzer könnten schließlich selbst entscheiden, ob sie den Werbeblocker installieren.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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