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Brandgefahr: Toshiba startet Austauschprogramm für Notebook-Akkus

toshiba_satellite_c70-b (Bild: Toshiba)
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Der Rückruf betrifft Modelle der Serien Satellite, Satellite Pro, Tecra, Portégé und Qosmio, die zwischen Juni 2011 und November 2015 verkauft wurden. Der Hersteller tauscht die defekten Akkus kostenlos aus. Betroffene Geräte sollten, bis der Austausch stattgefunden hat, nur noch mit Netzstrom betrieben werden.

Toshiba hat ein Austauschprogramm für die Stromspeicher bestimmter Ausführungen seiner Notebook-Serien für Geschäfts- und Privatanwender ins Leben gerufen. Laut Anbieter könnten die defekten Akkus überhitzen und damit eine Verbrennungs- oder Brandgefahr darstellen. Betroffen sidn Geräte, die zwischen Juni 2011 und November 2015 ausgeliefert wurden.

toshiba_satellite_c70-b (Bild: Toshiba)
Auch der Akku des Toshiba Satellite C70-B sollte wegen Brandgefahr ausgetauscht werden (Bild: Toshiba).

Die fehlerhaften Akkus wurden mit neuen Notebooks und als Zubehör oder im Rahmen eines Austauschs bei einer Reparatur verkauft. Die Liste der für den Austausch qualifizierten Geräte beinhaltet zahlreiche Modelle der Reihen Satellite, Satellite Pro, Tecra, Portégé, Qosmio sowie das Netbook NB510.

Ob der Akku ihres Toshiba-Geräts betroffen ist, können Anwender mittels der Artikel- und Seriennummer auf einer dafür eingerichteten Webseite prüfen. Die beiden Angaben finden sich auf einem Klebeetikett auf der Unterseite ihres Geräts oder können mit einem Produktinformationstool von Toshiba ausgelesen werden.

Darüber hinaus brauchen Anwender die mit G71C beginnende Artikelnummer sowie die Seriennummer des Energiespeichers. Letztere beginnt mit einem oder zwei Buchstaben und endet mit drei Buchstaben. Beide Informationen liefern ein großer oder zwei kleinere Aufkleber auf dem Akku. Die gesammelten Nummern müssen daraufhin noch in eine Suchmaske eingegeben werden. Um den Vorgang zu vereinfachen, offeriert Toshiba auch ein Dienstprogramm zur Akkuprüfung zum Download an.

Fällt der Akku unter das Austauschprogramm, empfiehlt der Hersteller, das Notebook vorsichtshalber auszuschalten und den Akku zu entfernen. Bis zum Eintreffen eines Ersatzakkus lasse sich das Gerät “problemlos mit Netzstrom betreiben”.

toshiba_battery-labels (BIld: Toshiba)
Artikel- und Seriennummer des Stromspeichers finden sich auf einem Aufkleber (Bild: Toshiba).

Ähnliche Rückrufaktionen hatten in der Vergangenheit unter anderem auch HP, Lenovo und Sony durchführen müssen. Auch bei den von ihnen ausgelieferten Notebook-Akkus bestand Brandgefahr. Außerdem sind immer wieder defekte Netzkabel wegen möglicher Überhitzung Gegenstand “freiwilliger” Austauschprogramme, zuletzt bei Acer. Bei Apple läuft derzeit ein Rückruf für Netzteilstecker, die zwischen 2003 und 2015 mit Mac- und bestimmten iOS-Produkten sowie als Teil des Reise-Adapter-Kit ausgeliefert wurden. Bei ihnen besteht die Gefahr eines Stromschlags.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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