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Cloud-Sparte rettet Microsoft die Bilanz

Microsoft (Bild: Microsoft)
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Der Umsatz mit Office-365-Abonnements für Firmenkunden legte zum Beispiel um nahezu 70 Prozent zu. Überdies meldet Microsoft 20,6 Millionen neue Office-365-Abonnenten im Consumer-Bereich. Bei der Smartphone-Sparte ist dagegen ein Umsatzeinbruch von 49 Prozent zu verzeichnen.

Trotz beträchtlicher Verluste hat Microsofts zweites Geschäftsquartal bei Umsatz und Gewinn die von Analysten gehegten Erwartungen übertroffen. Allerdings sanken die Nettoeinnahmen trotzdem um 10 Prozent auf 23,8 Milliarden Euro und der Nettoprofit nach GAAP sogar um 15 Prozent auf 4,99 Milliarden Dollar. Dafür erwirtschaftete der Konzern allerdings 25,7 Milliarden Dollar Umsatz (minus 2 Prozent) und 0,78 Dollar Gewinn pro Aktie (plus 11 Prozent) auf Non-GAAP-Basis, womit auch periodenfremde Erlöse berücksichtigt. werden Zuvor hatte die Wall Street einen Aktiengewinn von 0,71 Dollar bei Einnahmen von 25,26 Milliarden Dollar prognostiziert.

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Anleger reagierten durchweg positiv auf die nach Börsenschluss publizierten Finanzdaten. Im nachbörslichen Handel erzielte die Microsoft-Aktie einen Kurs von 54,25 Dollar. Dies entspricht einem Plus von 2,19 Dollar oder 4,22 Prozent. Das Wertpapier hatte den Handelstag schon mit einem Kursgewinn von 0,83 Dollar abgeschlossen.

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Nur Microsofts Cloud-Sparte konnte im zweiten Fiskalquartal ein Umsatzplus verzeichnen (Bild: Microsoft).

Microsofts wichtigster Geschäftsbereich “More Personal Computing”, der neben Windows-Lizenzen auch die Lumia-Smartphones, die Surface-Tablets und die Bing-Suche umfasst, erzielte Einnahmen in Höhe von 12,7 Milliarden Dollar. Das sind 5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Windows-Lizenzen gingen um 5 Prozent zurück, wohingegen der mit den Surface-Tablets erzielte Umsatz um 29 Prozent zulegte. Die Smartphone-Sparte musste einen Umsatzeinbruch von 49 Prozent hinnehmen.

Auch das Ergebnis der Sparte “Produktivität und Geschäftsprozesse” fiel geringer au, als im zweiten Fiskalquartal 2015. Office und Office 365 für Heimanwender und Geschäftskunden sowie die Firmenlösungen Dynamics und Dynamics CRM Online steuerten 6,7 Milliarden Dollar zum Konzernumsatz bei, was einem Minus von 2 Prozent entspricht. Der Umsatz aus Office-365-Abonnements für Firmenkunden legte dagegen um nahezu 70 Prozent zu. Überdies meldet Microsoft 20,6 Millionen neue Office-365-Abonnenten im Consumer-Bereich.

Die Cloud-Sparte verbesserte sich derweil um 5 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar. Das Wachstum weist Microsoft den Bereichen Azure (plus 140 Prozent) und Enterprise Services zu. Durch einen Anstieg der operativen Kosten um 11 Prozent sank der operative Cloud-Gewinn allerdings um ein Prozent.

Im laufenden dritten Fiskalquartal rechnet Microsoft jetzt mit einem Umsatz zwischen 21,6 und 22,3 Milliarden Dollar. Das dritte Geschäftsquartal des Vorjahres schloss das Unternehmen mit Einnahmen von 21,729 Milliarden Dollar und einem Überschuss von 4,99 Milliarden Dollar ab.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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