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Stiftung Warentest bemängelt kostenlose Android-Security-Tools

Android (Grafik: ZDNet)
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Die Tester haben 13 kostenlos angebotene Sicherheitsprogramme für Android-Smartphone unter die Lupe genommen. Geprüft wurde unter anderem, wie zuverlässig sie vor Schadsoftware und Phishing schützen. Aber auch die vielfach angebotenen Such- und Anti-Diebstahlsfunktionen wurden untersucht. Nur fünf Apps wurden mit gut bewertet, vier sind ganz durchgefallen.

Die Stiftung Warentest hat 13 kostenlos angebotene Sicherheitsprogramme daraufhin untersucht, wie effizient sie vor Schadsoftware und Phishing schützen und wie hilfreich sie im Fall von Diebstahl oder Verlust sind. Außerdem floss in die Bewertung ein, wie intensiv sie Ressourcen des Smartphone nutzen und in welchem Umfang sie Daten übertragen. Die detaillierten Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Test veröffentlicht und stehen kostenpflichtig auch Online zum Download bereit.

Stiftung Warentest hat 13 kostenlose Android-Security-Tools untersucht (Grafik: Stiftung Warentest)

Insgesamt am besten abgeschnitten haben Eset Mobile Security & Antivirus, Avast Mobile Security & Antivirus und Anti-Theft sowie Norton Antivirus & Sicherheit und Kaspersky Internet Security. Sie wurden alle vier mit „gut“ bewertet. Dazu trug auch bei, dass diese vier im Fall von Verlust oder Diebstahl Funktionen bieten, die über die des “Android Geräte-Managers” hinausgehen. Sie erkennen etwa, falls unbefugt die SIM-Karte getauscht wurde und blockieren dann das Smartphone.

Bei der Erkennung von Phishing-Seiten liegt den Produkten von Avast und Kaspersky noch das ansonsten nur mit ausreichend bewertet Angebot von Lookout vorne. Allerdings sollte diese Funktion für eine Entscheidung nicht ausschlaggebend sein. Der mit Chrome surft und die Funktion “Safe Browsing” nutzt ist laut Warentest genauso geschützt. Dadurch wurden nämlich ebenfalls alle getesteten Phishing-Seiten erkannt.

In der Gesamtwertung folgt auf das Spitzenquartett McAfee Security & Power Booster, ebenfalls noch mit der Gesamtnote “gut”. Allerdings ist bei diesem Programm der Ressourcenhunger besonders groß, womit es dann für weniger leistungsfähige Geräte schon nicht mehr zu empfehlen ist. Die Gratis-Angebote von Avira und AVG erhielten die Gesamtnote “befriedigend”, die von Lookout und Dr.Web müssen sich mit der Note “ausreichend” zufrieden geben.

Das Fazit der Tester ist daher: “Zusätzliche Sicherheit ist nicht umsonst zu haben. Alle geprüften Apps lassen sich zunächst kostenlos im Play Store laden. Doch wer in den Genuss des vollen Funktionsumfangs kommen will, muss bei vielen dann doch Geld ausgeben.” Die Preise liegen für eine Jahreslizenz bei den fünf mit gut bewerteten Sicherheits-Apps zwischen 10 und 30 Euro. Teilweise werden aber auch Mehrfachlizenzen oder Familienlizenzen angeboten. Dien bieten dann in der Bezahlversion auch Möglichkeiten, eine Kindersicherung einzurichten und erlauben es, mehrere Geräte – teilweise bis zu fünf – über eine Oberfläche zu bedienen und zu verwalten.

Erst vor wenigen Wochen hatte übrigens auch AV-Test die Ergebnisse einer großangelegten Untersuchung zu Security-Tools für Android veröffentlicht. Auch hier stand neben dem gewährten Schutz die Sytembelastung im Mittelpunkt der Betrachtung. Allerdings nahm das Magdeburger Labor mehr als doppelt so viele Apps unter die Lupe und prüfte die über mehrere Monate hinweg.

Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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