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Firefox 44: Mozillas Browser empfängt nun Push-Benachrichtigungen

Firefox (Bild: Mozilla)
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Anwender können von Websites dadurch selbst dann etwa über E-Mails benachrichtigt werden, wenn die entsprechende Seite gar nicht geöffnet ist. Allerdings muss dem Empfang von Push-Benachrichtigungen erst noch zugestimmt werden. Firefox 44 schließt darüber hinaus 17 Sicherheitslücken.

Mozilla hat die finale Version von Firefox 44 zum Download bereitgestellt. Neu in der aktuellen Version ist, dass der Browser ab sofort auch Push-Benachrichtigungen von Websites unterstützt. Darüber hinaus behebt die Aktualisierung wie üblich auch mehrere Schwachstellen.

Mozilla will bei Firefox die wenig genutzten Funktionen "Tab Gruppen " und "Vollständige Themes" streichen (Grafik: Mozilla). (Bild: Mozilla)

“Solange Ihr Browser läuft, kann er Benachrichtigungen von Websites empfangen, sogar ohne dass die Site geöffnet ist. Sie können also den E-Mail-Tab schließen und trotzdem erkennen, dass eine neue Nachricht eingetroffen ist”, erklärt Mozilla-Sprecher Dan Canahan. “Das ist ein großer Vorteil für den Speicherverbrauch, die Performance und die Akkulaufzeit.”

Laut Canahan bekommen Anwender ohne explizite Erlaubnis aber keine Push-Benachrichtigungen von Websites. Die Funktion namens Web Push unterhalte eine dauerhafte Verbindung zu einem Push Service. Der Browser verwende außerdem einen eindeutigen anonymen Identifier, um Verwechslungen auszuschließen. Der Datenverkehr werde daneben noch verschlüsselt, um die Privatsphäre zu schützen. Den zugehörigen Schlüssel kenne ausschließlich der Browser.

Entwickler, die Web Push in ihre Websites integrieren wollen, weist Canahan darauf hin, dass die Funktion gegenwärtig nur von Firefox für Desktop-PCs unterstützt wird. Der Support durch Google Chrome sei noch nicht komplett. Microsoft erwäge gerade erst eine Implementierung der Funktion in seinen neuen Browser Edge.

Darüber hinaus haben die Mozilla-Entwickler die Warnungen zu Zertifikatsfehlern und nicht vertrauenswürdigen Verbindungen überarbeitet. Firefox 44 unterstützt des Weiteren nun die Wiedergabe von Videos im H.264-Format, falls ein entsprechender System Decoder an Bord ist. Auf Systemen, die nicht zu MP4/H.264 kompatibel sind, kommt stattdessen WebM/VP9 zum Einsatz. Darüber hinaus steht nun der Kompressionsalgorithmus Brotli über HTTPS-Content-Encoding zur Verfügung.

Firefox 44 schließt außerdem auch 17 Sicherheitslücken, von denen Mozilla 6 als schwerwiegend klassifiziert. Ein Angreifer könnte mittels einer speziell gestalteten Website einen Absturz des Browsers auslösen und womöglich auch Schadcode einschleusen und ausführen. Die Aktualisierung soll jedoch ebenso Spoofing-Attacken und Abstürze bei der Verarbeitung von Dateien im GIF-Format beseitigen.

Die aktuelle Browserversion steht für Windows, Mac OS X und Linux bereit. Mozilla verteilt das Update über die Auto-Update-Funktion von Firefox sowie über die offizielle Firefox-Website.

Mozilla hat überdies den Support für Firefox OS eingedämmt. Das Mobilbetriebssystem wird künftig nur noch als Tier-3-Projekt geführt. Entwickler, die Code zu verschiedenen Mozilla-Projekten beitragen, können dadurch entstehende Fehler in Firefox OS ignorieren. Die Beseitigung von Fehlern in Firefox OS überlässt Mozilla dann der Community.

Download:

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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