Mailbox.org hat sein Cloud-Office-Angebot aktualisiert

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Mailbox.org (Bild: Mailbox.org)

Der Berliner Anbieter positioniert es als datenschutzrechtlich unbedenkliche Alternative zu Google Apps und Microsoft Office Web Apps. Eine überarbeitete Benutzeroberfläche soll es einfacher benutzbar machen, eine Funktion zur gemeinsamen Arbeit Textdokumente und Tabellen die Anforderungen von fortgeschrittenen Nutzern in Firmen erfüllen.

Das als E-Mail-Anbieter gestartet Berliner Unternehmen Mailbox.org hat sein Angebot vor gut einem Jahr bereits um diverse Office-Funktionen erweitert, diese aber nun deutlich erneuert. Mit der aktualisierten Version positioniert man sich auch für Firmen als datenschutzrechtlich unbedenkliche Alternative zu den diesbezüglich umstrittenen Angeboten von Google und Microsoft.

Textverarbeitung bei Mailbox.org (Bild: Mailbox.org)
Textverarbeitung bei Mailbox.org (Bild: Mailbox.org)

Ebenso wie bei den Angeboten der US-Konzerne lassen sich bei Mailbox.org Dokumente, Kalendereinträge und Aufgaben erstellen, bearbeiten und darauf anderen Nutzern zur gemeinsamen Bearbeitung Zugriff gewähren. Im Gegensatz zur Konkurrenz speichert aber Mailbox.org die Daten ausschließlich in Deutschland und bietet optional PGP-Verschlüsselung. Bei Bedarf ist dennoch die Integration von Dropbox, OneDrive, Google Drive und Box möglich.

Das neue Cloud Office von Mailbox.org ist Bestandteil aller kostenpflichtigen Abonnements für Mailbox.org-Postfächer. Die sind für Privatnutzer und Firmen ab ein Euro pro Monat erhältlich. Um das Angebot zu erproben, steht ein 30 Tage kostenloser Testzugang zur Verfügung.

Technische Grundlage für das Angebot ist OX App Suite von Open-Xchange. Neben der gründlich überarbeiteten Oberfläche, die eine intuitivere Nutzung auch durch Laien ermöglichen soll, ist bei der neuen Version vor allem die Möglichkeit hinzugekommen, Textdokumente und Tabellen auch mit externen Nutzern gemeinsam bearbeiten zu können sowie Powerpoint-Präsentationen für externe Nutzer im Browser abzuspielen.

Tabellenkalkulation bei Mailbox.org (Bild: Mailbox.org)
Tabellenkalkulation bei Mailbox.org (Bild: Mailbox.org)

Da sich ein Gastzugang einrichten oder per E-Mail-Einladung Zugriff erteilen lässt, können auch Personen auf Dokumente zugreifen, die keine Kunden bei Mailbox.org sind. Außerdem lassen sich nun Kalender und Adressbücher gemeinsam nutzen und laut Anbieter in alle gängigen Office-Programme einbinden und von allen gängigen Mobilgeräten aus darauf zugreifen.

Texte und Tabellen lassen sich entweder direkt im Browser erstellen oder von Microsoft Office, Google Apps und LibreOffice in den Cloud-Speicher von Mailbox.org laden und dann im Browser bearbeiten. Mit der neuen Oberfläche soll auch der Cloud-Speicher durch klarere Strukturen übersichtliche Anzeige von Ordnern und Dateien einfach bedienbar geworden sein. Bestehende Accounts von Dropbox, OneDrive, Google Drive sowie Box lassen sich bei Mailbox.org nun binden und dort vorhandene Dateien dann entweder direkt öffnen oder mittels Drag and dropin den Online-Speicher der Berliner übertragen.

Die Kalenderfunktion unterstützt Einladungen zu Meetings ebenso wie Gruppenterminkalender und Farbmarkierung für Termine und einzelne Kalender. Ebenfalls Teil des Funktionsumfang ist die vollständige Synchronisation mit Mobiltelefonen oder lokalen Kalenderprogrammen wie Microsoft Outlook.

Tipp der Redaktion: Die Kollegen der ITespresso-Schwestersite ZDNet.de haben die OpenXchange App Suite, auf der auch das Angebot von Mailbox.org basiert, im vergangenen Jahre bereits einem Praxistest unterzogen. Sie klopften das Produkt dabei auf die funktionale Eignung als Alternative zu Microsoft Exchange ab, berichten aus der Arbeit mit der Software in der Praxis und untersuchten die optionalen Verschlüsselungsoptionen.

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