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Notebooks: Comeback mit matten Displays

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Auch wenn Smartphones und Tablets die Schlagzeilen beherrschen, für mobiles Arbeiten ist das Notebook immer noch erste Wahl. Auch viele Endanwender haben das klassische Notebook wieder entdeckt. Hoch im Kurs stehen Business-Modelle mit matten Displays.

Es ist noch nicht lange her, da zählten Notebooks mit 16:9-Display zu den Hinguckern in den Regalen von Saturn oder Media Markt. Die hochglänzenden Displays und das auf edel getrimmte Design der mobilen Multimedia-Rechner zog die Käufer in Scharen an. Aber auf der Suche nach den neuesten Gadgets sind die Kosnumenten zwischen weitergezogen und machen bei Tablets oder Smartwatches Station.

Bei Notebooks ist eine gewisse Ernüchterung eingezogen. Was nicht schlecht sein muss. Seit einigen Monaten macht sich eine verstärkte Nachfrage nach Mobilrechnern bemerkbar, die gute Leistung und Ergonomie verbinden. Diese Beobachtung bestätigt auch der PC-Hersteller HP. Benno Bedner, Category Manager für Business-Notebooks meint, dass vor allem die “Prosumer, die ihr Notebook privat sowie auch in der Arbeit nutzen”, für eine erhöhte Nachfrage nach Mobilrechnern mit Business-Qualitäten verantwortlich seien – und dazu gehört nun mal ein augenfreundlicher Bildschirm.

Edel-Notebook für Geschäftsleute: Das Toshiba Tecra A50 soll unterwegs als "robustes Arbeitsgerät" dienen. Das 15,6-Zoll-Display (39,6 cm) ist entspiegelt. (Foto: Toshiba)
Edel-Notebook für Geschäftsleute: Das Toshiba Tecra A50 soll unterwegs als “robustes Arbeitsgerät” dienen. Das 15,6-Zoll-Display (39,6 cm) ist entspiegelt (Foto: Toshiba).

Sinkende Verkaufszahlen

Der Trend geht nicht so weit, dass Notebooks wieder zu den Verkaufsschlager werden, die sie noch vor zehn Jahren waren. Marktforscher wie Gartner stellen seit vielen Jahren rückläufige oder stagnierende Zahlen für den Markt mit Desktop-Rechnern und Laptops fest. Auch das zurückliegende Weihnachtsgeschäft brachte keinen Aufschwung für die Notebooks. Unter dem Weihnachtsbaum lagen doch eher Tablets, Smartphones oder Smartwatches.

Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass der klassische Laptop im Aussterben begriffen wäre. Tablets sind zwar unterwegs sehr praktisch, doch für das längere Arbeiten mit Powerpoint, Excel und anderer Bürosoftware im Zug oder Hotelzimmer ist ein Notebook mit guter Tastatur und 15-Zoll-Bildschirm immer noch die erste Wahl. Eine Wahl, die auch von Ergonomie-Experten und dem Gesetzgeber unterstützt wird. So heißt es beispielsweise in der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV): “Der Bildschirm muss frei von störenden Reflexionen und Blendungen sein”.

Fujtsus Stylistic R726 ist eines der ersten 2-in-1-Tablets, die trotz Touchscreen ein mattes Display haben (Bild: Fujitsu).
Fujtsus Stylistic R726 ist eines der ersten 2-in-1-Tablets, die trotz Touchscreen ein mattes Display haben (Bild: Fujitsu).

Business-Notebooks für Prosumer

Wer als Privatanwender einen Rechner mit Anti-Glare-Bildschirm sucht, sollte sich bei den Business-Notebooks umsehen. Die sind auf produktives Arbeiten getrimmt und deshalb auch mit einem matten Display ausgestattet. Fast immer sind diese Modelle mit den Stichworten “entspiegelt” oder “Anti-Glare” gekennzeichnet.

Ein weiterer Vorteil: In der Business-Klasse ist die Tastatur robuster und das Gehäuse-Finish kratzfester als bei den billigen Consumer-Notebooks der 400-Euro-Klasse. Auch, wenn ein Business-Rechner dann zwei- oder dreihundert Euro mehr kostet: Wer täglich damit arbeitet, für den lohnt sich der finanzielle Mehraufwand.

Tablets mit entspiegeltem Display

"Fujitsu wird künftig auf matte Displays setzen, bei Notebooks kann die Touch-Funktion dazu konfiguriert werden", sagt Fujitsu-Managerin Barbara D'Introno (Bild: Fujitsu).
“Fujitsu wird künftig auf matte Displays setzen, bei Notebooks kann die Touch-Funktion dazu konfiguriert werden”, sagt Fujitsu-Managerin Barbara D’Introno (Bild: Fujitsu).

Bei Tablets sind matte Displays derzeit noch kaum zu finden. Die für die Entspiegelung nötige Beschichtung vermindert die Empfindlichkeit des Touchscreens. Man müsste also fester aufs Display tippen, damit es reagiert. Deshalb verzichten die Tablet-Hersteller derzeit noch weitgehend auf matte Displays.

Doch auch hier bahnt sich eine Trendwende an. Fujitsu hat mit dem 2-in-1-Tablet Stylistic R726 das erste Tablet mit entspiegeltem Display auf den Markt gebracht. Trotz Touchscreen ist der Bildschirm matt beschichtet.

Barbara D’Introno, Director Product Marketing Workplace Systems bei Fujitsu, erklärt dazu: “Bei Notebooks, 2-in-1-Geräten und All-in-One-PCs profitieren Anwender von den Vorzügen des matten Displays. Fujitsu wird auch künftig auf matte Displays setzen, bei Notebooks kann der Käufer die Touch-Funktion wahlweise dazu konfigurieren.”

Auch Dell und HP beschäftigen sich mit dem Thema. Von HP heißt es, man plane ein Touchdisplay mit einer Anti-Glare-Beschichtung. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis andere Hersteller nachziehen. Im Folgenden stellt ITespresso einige interessante Notebooks mit entspiegeltem Bildschirm vor.

Asus B551 (Bild: Asus)

Asus B551LG

Das B551LG von Asus ist ein schnelles und besonders robustes Profi-Notebook. Der Deckel ist mit Karbon verstärkt. Die Tastatur ist spritzwassergeschützt und für Vielschreiber optimiert. Das Full-HD-Display ist entspiegelt, eine Beschichtung soll Fingerabdrücke abweisen. Der Zugang ist mit Fingerabdruckleser und Smartcard-Scanner geschützt.

Asus UX501  (Bild: Asus)

Zen Book Pro UX501

Das Zen Book Pro UX501 von Asus ist ein eleganter Highend-Rechner mit schnellem Intel-Core-i7-Chip. Kein echtes Business-Notebook, sondern für Grafikprofis, Gamer und Multimedia-Nutzer gedacht. Trotz der Ausrichtung auf Consumer ist das 15,6-Zoll-Display, das auch 4K-Videos wiedergibt, entspiegelt.

Dell Latitude 15 5000 (Bild: Dell)

Dell Latitude E5570

Das Latitude E5570 ist ein klassisches Business-Notebookmit 15-Zoll-Bildschirm und Intels Core-i5-Prozessor. Es ist auf Robustheit, Sicherheit und Einbindung ins Unternehmensnetzwerk getrimmt. Ein Arbeitspferd für Mitarbeiter, die auf Reisen regelmäßig produktiv sein müssen.

Fujitsu LIFEBOOK A514

Fujitsu Lifebook A514

Das Fujitsu Lifebook A514 ist mit 15,6-Zoll-Display (39,6 Zentimeter) und Intel-CPU der Core-i3-Serie ein solider Mobilrechner. Das 16:9-Display ist mit Anti-Glare-Beschichtung ausgestattet.

HP Elitebook 820 (bild: HP Inc.)

HP Elite Book 820
Ein besonders flaches und kompaktes Business-Notebook hat HP Inc. mit dem HP Elite Book 820 mit Windows 10 und Core-i5-Prozessor von Intel. Das allerdings nur 12,5 Zoll große Display (31,75 Zentimeter) ist entspiegelt.

HP Elitebook 820

HP Elite Book 850

Ein flacher Mobilrechner ist das HP Elite Book 850. Es kommt mit Intels Core-i5-CPU und großem 15,6-Zoll-Display (39,6 Zentimeter). Als Betriebssystem ist schon Windows 10 installiert.

Toshiba Satellite Pro R50 C

Toshiba Satellite Pro-R50C

Der Business-Rechner Satellite Pro-R50 wird von Toshiba mit mattem 15,6-Zoll-Display (39,6 Zentimeter) und Intel-CPU aus der Core-i3-Serie geliefert. Er ist in mehreren Ausstattungsvarianten erhältlich.

Toshiba Tecra A50-C (Bild: Toshiba)

Toshiba Tecra A-50C
Das Tecra A-50C ist ein schneller Mobilrechner mit Intel-Core-i5-CPU und 15,5-Zoll-Bildschirm (39,6 Zentimeter). Auch ihn bietet Toshiba in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten ab.

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