Frankfurter Smartbike-Start-up Cobi bekommt 6,3 Millionen Euro

Start-UpUnternehmen
Cobi Smartbike (Bild: Cobi)

Neu als Investor dabei ist nun Munich Venture Partners. Die bisherigen Geldgeber Creathor Venture und Capnamic Ventures haben zudem erneut investiert. Das neue Kapital soll für den Aufbau des Auslandsgeschäfts sowie die Entwicklung neuer Produkte gesteckt werden.

Das Frankfurter Start-up Cobi hat von den bisherigen Geldgebern Creathor Venture und Capnamic Ventures sowie dem neu hinzugekommenen Investor Munich Venture Partners in einer Anschlussfinanzierung 6,3 Millionen Euro erhalten. Damit hat die auf die Ergänzung von Fahrräder durch ein Smartphone-basierendes Set spezialisierte Firma nun insgesamt 12 Millionen Euro erhalten. Außerdem wurden von dem erst Anfang 2014 in Frankfurt am Main von Andreas Gahlert gegründeten Unternehmen, das inzwischen über 50 Mitarbeiter in Frankfurt, Hamburg und San Francisco beschäftigt im Dezember durch eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter rund 400.000 Dollar eingenommen und damit die ursprünglichen Fundraising-Erwartungen deutlich übertroffen.

Cobi Smartbike (Bild: Cobi)

Der Firmenname Cobi steht “Connected Biking”. Die Frankfurter erheben damit den Anspruch, ist das erste ganzheitliche System anzubieten, “das Fahrrad und Smartphone auf intelligente Weise verbindet.”

Produkte können bei Cobi je nach Ausführung zu Preisen von 179, 229 und 259 bis 330 Euro vorbestellt werden. Von der Möglichkeit haben dem Unternehmen zufolge bereits über 30.000 Kunden Gebrauch gemacht. Die Sets sollen noch im Laufe des ersten Quartals 2016 ausgeliefert werden. Außerdem habe man bereits viele Fahrradhersteller gewinnen könne, die ihre Modelle an Werk damit ausrüsten.

Cobi Smartbike-System (Bild: Cobi)

Das Cobi-System ist modular aufgebaut und umfasst sechs Zubehörteile, die sich geschickt kombinieren lassen: Dazu gehören eine Smartphone-Halterung mit Ladefunktion, automatisches Front- und Rücklicht, Fahrradnavigation, Klingel, Alarmanlage und Fahrrad-Computer. Sie sind untereinander per Bluetooth verbunden.

Energie bekommen sie von einem Akku mit 6000 mAh, beim Einsatz mit einem E-Bike auch von dessen Batterie oder ansonsten auch via Dynamo. Die Klingel dient mit insgesamt fünf einfach zu unterscheidenden und zu erreichenden Tasten zudem dazu, Telefongespräche anzunehmen, zwischen Navigation- und Fitness-App zu wechseln, zum nächsten Lied weiterzuspringen oder die Lautstärke der über Bluetooth-Ohrhörer empfangenen Musik zu regulieren.

“Die Markteinführung des ersten Cobi-Produktes steht kurz bevor, nun gilt es das Grundprinzip weiter zu entwickeln und die nächsten Produkte und Geschäftsmodelle auszubauen. Wir freuen uns, dass wir mit Munich Venture Partners einen Partner gefunden haben, der ein tolles Netzwerk einbringt und seinen Schwerpunkt auf Cleantech Start-ups gelegt hat”, erklärt Andreas Gahlert, Gründer und Geschäftsführer von Cobi in einer Pressemitteilung. Für Martin Kröner, Managing Partner bei Munich Venture Partners war ausschlaggebend, dass “Cobi mit seiner integrierten Hard- und Software-Lösung, die in dieser umfassenden Form heute noch nicht am Markt ist “einen völlig neuen Ansatz für Smart-Bikes verfolgt.” Er sieht insbesondere im stark wachsenden E-Bike-Markt für Cobi großes Potenzial.

Cobi Smartbike (Bild: Cobi)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen