Vodafone schließt zehn weitere Städte ans 200-MBit/s-Kabelnetz an

BreitbandNetzwerke
Kabel Deutschland Technik Kabelnetz (Bild: Kabel Deutschland/Ulrich Perrey)

Ab sofort liefert der Netzbetreiber Internet via Kabel auch in Elmshorn, Kaiserslautern, Landstuhl, Ludwigshafen, Northeim, Rheinhessen, Saarlouis, Schwarzenbek, Soltau und Walsrode. Damit spricht er eigenen Angaben zufolge nun rund neun Millionen Haushalte mit Internetanschlüssen mit bis zu 200 MBit/s im Download und bis zu 12 MBit/s im Upload an. Anschlüsse mit 500 MBit/s sollen bald folgen.

Vodafone hat heute in zehn weiteren Städten mit der Vermarktung von Internetanschlüssen via Kabel begonnen. Damit, so der Netzbetreiber, stünden seine Angebote mit bis zu 200 MBit/s im Download und 12 MBit/s im Upload nun rund neun Millionen Haushalten zur Verfügung. Neu hinzugekommen sind aktuell unter anderem Elmshorn, Kaiserslautern, Landstuhl, Ludwigshafen, Northeim, Rheinhessen, Saarlouis, Schwarzenbek, Soltau und Walsrode.

Vodafone schließt zehn weitere Städte ans 200-MBit/s-Kabelnetz an (Bild: Vodafone)

Noch im Laufe des Frühjahrs soll die Marke von zehn Millionen Kabelhaushalten mit Zugang zu 200-MBit/s-Anschlüssen geknackt werden. Das klingt realistisch. Schließlich hatte die Vodafone-Sparte, die damals noch unter der Marke Kabel Deutschland agierte, im Juni 20515 erst drei Millionen Haushalte mit 200-MBit/s-Zugängen gemeldet. Die Anzahl wurde also in den vergangenen sieben Monaten verdreifacht. Interessenten können die Verfügbarkeit auf der Vodafone-Produktseite mit Eingabe ihrer Adresse prüfen. Die Option lässt sich über den Link knapp oberhalb des “Bestellen”-Buttons aufrufen.

Parallel zur Verfügbarkeit in den zehn neuen Städten hat Vodafone die Pläne für den Ausbau des Kabelglasfasernetz für 2016 bekräftigt. Aktuell bietet der Mitbewerber Tele Columbus mit 400-MBit/s-Anschlüssen die größte Durchsatzrate im Kabelnetz. Das soll sich aber durch die Ausbaupläne von Vodafone ändern. Noch dieses Jahr will der Konzern an “ausgewählten Standorten” mit dem Ausbau von 500 MBit/s beginnen. Später im Jahr sollen diese Anschlüsse dann auf Gigabit-Durchsatz aufgebohrt werden. Für die Zukunft stellt Vodafone sogar mittels Kabelanschluss bis zu 20 GBit/s in Aussicht. Ein Zeitplan dafür wurde jedoch noch nicht genannt.

In den oben genannten zehn Städten können Interesssenten nun zwischen zwei 200-MBit/s-Tarifen wählen. Mit “Internet & Phone 200” bekommen sie eine Telefon-Flatrate in das deutsche Festnetz und eine Internet-Flatrate mit bis zu 200 Mbit/s im Download. Der Preis liegt bei 39,99 Euro pro Monat in den ersten zwölf Monaten, in der zweiten Hälfte der zweijährigen Vertragslaufzeit fallen dann 59,99 Euro monatlich an.

Alternativ gibt es den Tarif “Internet & Phone 200 V” für 19,99 Euro (respektive nach 12 Monaten 39,99 Euro) monatlich. Er umfasst neben dem Internetanschluss eine Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz. HD-Fernsehen und digitaler HD-Video-Recorder können hinzu gebucht werden. Allerdings ist hier das High-Speed-Datenvolumen auf 1000 GByte pro Abrechnungsmonat gedeckelt. Sind die erreicht, muss man sich bis zum Ende des Abrechnungsmonats mit 10 MBit/s im Download und 1 MBit/s im Upload zufrieden geben.

Wer eine Internet-Flatrate benötigt, muss also zum Tarif Internet & Phone 200 greifen. Die Obergrenze von 1000 GByte beim günstigeren Tarif gilt für Neukunden seit September 2015. Sie ist ein Kompromiss, mit dem die meisten Durchschnittsnutzer wohl ganz gut leben können.

Als jedoch im Dezember durchgesickert war, dass Vodafone die in den AGB des von ihm übernommenen Kabel Deutschland festgeschriebene, aber nie angewandte Obergrenze von 10 GByte pro Tag durchsetzen will kam es zu teilweise heftigen Reaktionen der Öffentlichkeit. Diese Pläne wurden dann umgehend zurückgenommen. Nachdem es zuerst hieß, die in einigen Regionen begonnene Drosselung solle “in den kommenden Wochen” in ganz Deutschland umgesetzt werden, erklärte Vodafone gegenüber Spiegel Online dann: “Die bisherigen Ergebnisse des Tests bewegen uns dazu, die Maßnahme nicht fortzuführen. Damit entfallen zugleich auch sämtliche Beschränkungen für Filesharing-Dienste – sowohl die ab einem Verbrauch von 10 Gigabyte als auch die bereits seit längerem bestehenden ab einem Verbrauch von 60 Gigabyte”.

In den AGB des von Vodafone übernommenen Netzbetreibers Kabel Deutschland war seit langem eine Obergrenze von 10 GByte für Filesharing-Traffic festgeschrieben. Allerdings griff das Unternehmen tatsächlich erst ab 60 GByte pro Tag ein. Für diesen Datenverkehr wurde die Datenübertragungsrate dann auf 100 KBit/s reduziert. Andere Anwendungen wie Web-Surfen, E-Mail-Versand- und Empfang aber auch Video-Streaming und Chats sollten unter der Beschränkung nicht leiden.

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