BreitbandNetzwerke

Tele Columbus und Primacom aktualisieren Tarifstruktur

Tele Columbs und Primacom (Grafik: Tele Columbus und Primacom / ITespresso)
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Nach dem Zusammenschluss der beiden Kabelnetzbetreiber werden die Angebote harmonisiert. Die neuen Tarife treten zum 1. März 2016 in Kraft. Mit ihnen erhöhen sich vor allem die Durchsatzraten und werden Zusatzkosten für die WLAN-Nutzung abgeschafft. Außerdem wird im Verbreitungsgebiet ein WLAN-Hotspot-Netz mit 50.000 Zugangspunkten versprochen.

Die Tele-Columbus-Gruppe hat die im vergangenen Jahr angekündigte Übernahme von Primacom abgeschlossen und im Zuge dessen die Angebote für Internetzugänge neu strukturiert. Außerdem wurden dabei die Angebote von Tele Columbus und Primacom vereinheitlicht. Die neuen Tarife treten zum 1. März 2016 in Kraft. Sie lösen dann alle bislang von Tele Columbus und Primacom angebotenen IP-Produkte ab. Außerdem wird die Vermarktung von reinen Internetanschlüssen dann eingestellt. Die Mindestvertragslaufzeit für die neuen Internet-Produkte beträgt immer 24 Monate.

Tele Columbus (Bild: Tele Columbus)

Die Änderungen haben je nach Tarif unterschiedliche Auswirkungen. Gegenüber den aktuellen Tarifen mit Bandbreiten bis 120 MBit/s erhalten Kunden in der Regel höhere Geschwindigkeit beim Download, bei den derzeitigen Tarifen mit über 120 MBit/s wird vor allem beim Upload aufgerüstet. Außerdem bekommen Triple-Play-Kunden von Tele Columbus mehr Auswahl. Sie sind nicht mehr auf einen Tarif mit 50 MBit/s festgelegt, sondern können künftig aus allen verfügbaren Internetgeschwindigkeiten auswählen.

Die WLAN-Option ist nun zudem- außer beim Basistarif mit 20 MBit/s – immer ohne Aufpreis enthalten. Damit entfällt für Neukunden von Primacom die bisher verlangte Einmalzahlung und bei Tele Columbus die monatliche Pauschale.

Außerdem eifert Deutschlands drittgrößter Kabelnetzbetreiber dem größten und dem zweitgrößten nach und baut ebenso wie Vodafone und Unitymedia ein umfangreiches WLAN-Hotspot-Netz auf. Im Verbreitungsgebiet, also Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, sollen ab 1. März rund 50.000 WLAN-Zugangspunkte zur Verfügung stehen. Kunden können die dann kostenlos nutzen.

Primacom (Grafik: Primacom)

Der günstigste Tarif ist künftig die “2er-Kombi 20”. Sie kostet in den ersten 12 Monaten 19,99 Euro, in der restlichen Vertragslaufzeit dann 24,99 Euro pro Monat. Damit sind der Internetzugang mit 20 MBit/s beim Downlad und 1 MBit/s beim Upload, eine Flatrate fürs Telefonieren im Festnetz, sowie das Modem ohne WLAN-Funktion abgedeckt. Zum selben Einstiegspreis aber für 34,99 Euro ab dem 13. Monat bietet die “2er-Kombi 60” neben 60 Mbit/s beim Download und 4 MBit/s beim Upload auch die WLAN-Funktion am Modem, und berechtigt zudem zur Nutzung der WLAN-Hotspots. Eine Übersicht über alle neuen Tarif bietet die Tabelle in der Grafik am Ende dieses Beitrages.

Zunächst lediglich “ausgewählten Regionen” ist die “3er-Kombi 400” verfügbar. Sie umfasst Telefon, digitales Kabel-Fernsehen in HD-Qualität und einen Internetzugang mit bis zu 400 MBit/s. Der Tarif setzt voraus, dass Tele Columbus die Region bereist mit Glasfaser erschlossen hat. Ob dies der Fall ist, lässt sich mit einer Verfügbarkeitsprüfung auf der Website des Anbieters in Erfahrung bringen. Als nächster Schritt soll der Glasfaserausbau in Mittelstädten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Angriff genommen werden.

Bestandskunden bekommen im Rahmen der Umstellung laut Tele Columbus je nach bisherigem Tarif einen zwischen 25 und 100 Prozent höhere Downloadraten. Bei Tarifen mit 60 MBit/s und 120 MBit/s seien es jeweils 20 Prozent mehr Tempo.

Übersicht über die Neukundenangebote von Tele Columbus und Primacom ab 1. März 2016 (Bild: Tele Columbus)
Übersicht über die ab ab 1. März 2016 geltenden Neukundenangebote von Tele Columbus und Primacom (Bild: Tele Columbus).

Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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