Asus bringt LTE-Router mit bis zu 150 MBit/s

Netzwerke
Asus 4G-AC55U (Bild: Asus)

Diese Download-Rate gilt aber nur für das rund 300 Euro teure Topmodell 4G-AC55U. Das knapp 100 Euro günstigere Modell 4G-N12 liefert nur maximal 100 MBit/s. Im Upload kommen beide auf 50 MBit/s. Zudem können beide das LTE-Signal via WLAN weiterverteilen. Der 4G-AC55U tut dies im Dual-Band-Modus nach dem 802.11ac-Standard.

Asus hat seine Produktpalette um zwei LTE-Router erweitert. Es handelt sich um die Modelle 4G-AC55U und 4G-N12. Der Anbieter richtet sich damit insbesondere an Nutzer, die in ländlichen Gegenden wohnen, in welchen per LTE oftmals höhere Übertragungsraten möglich sind als über einen herkömmlichen DSL- oder Kabelanschluss. Die ab sofort erhältlichen Router kosten rund 300 (4G-AC55U) respektive knapp 200 Euro (4G-N12).

Das höherpreisige und damit auch besser ausgestattete Modell 4G-AC55U bietet einen theoretischen LTE-Datendurchsatz von bis zu 150 MBit/s im Download sowie von bis zu 50 MBit/s im Upload. Um weitere Geräte in Haus oder Büro an den LTE-Router anzubinden, funkt das Gerät sowohl im 2,4-GHz-Band als auch im 5-GHz-Bereich, nach dem Standard 802.11ac. Nach Herstellerangaben erreicht der Router im WLAN somit eine theoretisch mögliche Gesamtgeschwindigkeit von 1167 MBit/s, die sich aus einer Übertragungsrate von bis zu 867 MBit/s auf dem 5-GHz-Kanal und maximal 300 MBit/s im 2,4-GHz-Band ergibt. Das Gerät verfügt über je zwei interne und externe 2-dBi-Antennen zur Mobilfunkunterstützung und zum anderen über eine externe 2-dBi-WLAN-Antenne.

Asus-LTE-4G (Bild: Asus)
Die 4G-Router von Asus – hier das Modell 4G-N12 – bieten eine Indikatoranzeige für die Stärke des LTE-Signals (Bild: Asus).

Laut Anbieter ist die Einrichtung des 4G-AC55U schnell und einfach erledigt, da lediglich eine SIM-Karte eingesteckt werden müsse. Das Gerät verbinde sich anschließend automatisch mit dem passenden Mobilfunknetz. Die danach noch erforderliche Konfiguration über den browserbasierenden Assistenten lasse sich dann entweder per PC, Smartphone oder Tablet durchführen. Für Besitzer von Micro- und Nano-SIM-Karten werden entsprechende Adapter mitgeliefert. Ein integrierter Indikator für die LTE-Signalstärke soll es auf einfache Weise ermöglichen, die bestmögliche Position für den LTE-Router ausfindig zu machen.

Über einen Gigabit-WAN-Port kann – sofern vorhanden – eine Backup-Internetverbindung hergestellt werden, die aktiviert wird, falls das LTE-Netz einmal ausfallen sollte. Ist der Mobilfunkdienst erfolgreich wiederhergestellt, wird automatisch wieder auf LTE gewechselt. Darüber hinaus sind in das Gerät noch vier Gigabit-LAN-Anschlüsse verbaut.

Asus 4G-AC55U (Bild: Asus)
Das Modell 4G-AC55U bietet zwei externe Mobilfunkantennen und eine externe WLAN-Antenne. Allesamt sind jeweils abnehmbar (Bild: Asus).

An Sicherheitsfunktionen bietet der 4G-AC55U einen MAC-Adressfilter, eine Zugangskontrolle, einen Schlüsselwortfilter, um Zugang zu ungewollten Websites zu blockieren, sowie eine erweiterte Firewall mit Stateful-Packet-Inspection-Technik. Diese und weitere Funktionen lassen sich dann über die ASUSWRT-Benutzerschnittstelle konfigurieren. Außerdem offeriert der LTE-Router noch Einrichtungsoptionen für VPN-Server und -Clients, für die es OpenVPN und PPTP unterstützt.

Das günstigere Modell 4G-N12 verfügt über ähnliche Funktionsmerkmale wie das rund 100 Euro teurere Gerät, liefert aber schlechtere LTE-Übertragungsraten. So kommt der Router auf maximal 100 MBit/s im Download, während der Upload auch hier bis zu 50 MBit/s beträgt. Überdies funkt der 4G-12 noch nach dem älteren WLAN-Standard 802.11n, der lediglich Geschwindigkeiten von maximal 300 MBit/s im deutlich frequentierteren 2,4-GHz-Band erlaubt.

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