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100-Millonen-Dollar-Fonds soll Wikipedia langfristig arbeitsfähig machen

Crowdfunding (Bild: Shutterstock /Miriam-Doerr)
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Die Wikimedia Endowment genannte Stiftung soll von der auf derartige Aufgaben spezialiserten Tides Foundation verwaltet werden. Die wird von einem von der Wikimedia Foundation ernannten Beratergremium unterstützt und beaufsichtigt. Den Betrag von 100 Millionen Dollar hofft man in den kommenden zehn Jahren ansammeln zu können.

Die Wikimedia Foundation will mit einem Wikimedia Endowment genannten Fonds die langfristige Finanzierung des Betriebs der Wikipedia sicherstellen. Ziel ist es, innerhalb der nächsten zehn Jahre dafür 100 Millionen Dollar einzusammeln. Die regelmäßigen Spendenkampagnen würden sich dann erübrigen.

Wikipedia Logo (Grafik: Wikimedia)

Als Grundstein für die anvisierte Stiftungssumme hat die Wikimedia Foundation einen Betrag in nicht genannter Höhe beigesteuert. Die Kasse soll von der Tides Foundation verwaltet werden. Die habe man dafür ausgewählt, weil sie bereits seit 40 Jahren Erfahrung mit der Verwaltung von gemeinnützigen Fonds für Non-Profit-Organisationen hat.

Der 100-Millionen-Dollar-Fonds soll es erlauben, stets ausreichende Gewinne zu erwirtschaften, um den Betrieb der Wikipedia und die diversen Wikipedia-Projekte zu finanzieren. Tides soll in Bezug auf die Fonds-Verwaltung durch ein von der Wikimedia Foundation ernanntes Beratergremien unterstützt werden.

Bislang war der Betrieb der Wikipedia durch Spenden sichergestellt worden. Dazu gab es regelmäßig Aufrufe zur Teilnahme an Spendenkampagnen. Allerdings wurden diese von vielen Nutzern als lästig empfunden. Zudem scheint eine gewisse Spendenmüdigkeit eingetreten zu sein. Wie Wikipedia selbst mitteilt, kennen 28 Prozent der Weltbevölkerung eine Welt ohne die vor 15 Jahren ins Leben gerufene Wikipedia gar nicht mehr. Das Online-Lexikon wird daher immer mehr als Selbstverständlichkeit empfunden.

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales auf einer Konferenz in Kuala Lumpur im Herbst 2010 (Bild: 3777190317 / Shutterstock.com).
Wikipedia-Gründer Jimmy Wales auf einer Konferenz in Kuala Lumpur im Herbst 2010 (Bild: 3777190317 / Shutterstock.com).

Wikipedia nahm seinen Betrieb am 15. Januar 2001 auf. Seitdem sind über 36 Millionen Artikel in derzeit nahezu 300 Sprachen und Dialekten angelegt worden. Dazu zählen auch Alemannisch, Bairisch, Luxemburgisch, Nordfriesisch, Plattdeutsch, Rätoromanisch, Ripuarisch, sowie eine Ausgabe für die Rheinpfälzischen Dialekte.

Trotz des erheblichen Umfangs des Angebots werden Wikipedia und die verwandten Projekte, etwa der Reiseführer WikiVoyage, das Wörterbuch Wiktionary, die Zitatesammlung Wikiquote und die Wikiversity, mit der Lern- und Lehrhmaterialien erstellt werden, immer noch von Freiwilligen bestritten. Pro Monat tragen der Wikimedia Foundation zufolge rund 80.000 freiwillige Autoren etwas zu den Wikimedia-Sites bei. “Wikipedia, eine an Online-Enzyklopädie, an der jeder mitarbeiten kann, schien damals eine unmöglich zu verwirklichende Idee zu sein“, erinnert sich deren Gründer Jimmy Wales. “Dennoch hat sie in den vergangen 15 Jahren dank den Hunderttausenden von Freiwilligen rund um den Globus jedermanns Erwartungen übertroffen.”

Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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