Gastrofix erhält vier Millionen Dollar in Serie-A-Finanzierung

Start-UpUnternehmen
Gastrofix Kassensystem auf Basis des iPad (Bild: Gastrofix)

Das Berliner Start-up Gastrofix hat ein cloud-basierendes Kassensystem entwickelt. Es lässt sich derzeit mit iPad, iPhone und iPod verwenden und richtet sich an Firmen im Einzelhandel und Dienstleistungsbereich. Bislang wurden rund 6000 SaaS-Lizenzen davon erworben.

Gastrofix hat in einer Serie-A-Finanzierungsrunde von Entrée Capital vier Millionen Dollar erhalten .Das Berliner Start-up hat ein cloud-basierendes Kassensystem entwickelt und bereits 6000 SaaS-Lizenzen davon an Kunden verkaufen können.

Zielgruppe von Gastrofix sind Restaurants, Bars, Kantinen, Hotels, Bäckereien oder auch Franchise-Ketten ab. Eine White-Label-Lösung ermöglicht es auch größeren Organisationen im Einzelhandel oder Dienstleistungsbereich, auf der Basis eigene Kassensysteme anzubieten.

Gastrofix Kassensystem auf Basis des iPad (Bild: Gastrofix)

Das Angebot von Gastrofix ist aber mehr, als eine digitalisierte Registrierkasse. Dirk Owerfeldt, CEO von Gastrofix, will den traditionellen Kassenmarkt auch dadurch umkrempeln, dass er nicht nur eine einfach zu nutzende Kasse mit Mobilzugriff, sondern unter der Haube eigentlich ein ganzes ERP-System anbietet. Das lobt Avi Eyal, General Partner beim Investor Entrée Capital jetzt in einer Pressemitteilung als “kluge Positionierung”. Gastrofix verstehe den Bedarf an Innovationen im POS-Markt.

Herzstück des Gastrofix-Angebots ist ein iPad mit der selbstentwickelten Software darauf. Alternativ können mehrere iPad Mini oder iPods als mobile Kellnerkassen zum Einsatz kommen. Sie zeigen dann nicht nur Bestellungen, sondern zum Beispiel auch einen Raumplan mit Tischübersicht an, so dass neue Kräfte sich schnell zurechtfinden können. Ergänzt wird das durch die Software Restaurant-Manager. Die bietet dem Wirt für seinen Betrieb so ziemlich alle Möglichkeiten, die sich jeder Top-Manager für seinen Großkonzern wünschen würde.

Dazu gehören insbesondere vielfältige, unmittelbare Auswertungen. So lässt sich etwa erkennen, welche Artikel wann gut laufen, ob es bei bestimmten Kellnern besonders oft zu Stornierungen kommt oder welchen Umsatz welche Mitarbeiter beigetragen haben. Auch der Tagesabschluss ist darüber schnell erstellt oder die Tastenbelegung der Kassensoftware geändert.

Tischplan auf dem iPad-Kassensystem (Bild: Gastrofix )

Außerdem ist ein CRM-System mit dabei. Darüber lassen sich etwa Kunden oder Bonuskarten mit QR-Code erzeugen und verwalten oder, was insbesondere für Kantinen interessant ist, Sammelrechnungen erstellen. Neu hinzugekommen ist zudem eine Komponente zur Zeiterfassung. Dazu melden Mitarbeiter bei Dienstantritt mit einer vierstelligen PIN an der Kasse an und zum Dienstende wieder ab.

Das funktioniert auch für Mitarbeiter, die aufgrund ihrer Funktion keinen Zugriff auf die anderen Funktionen der Kasse benötigen. Auch Pausen und Ruhezeiten lassen sich erfassen und dokumentieren. Während der Arbeitgeber die Daten so direkt im System hat, kann sie sich der Arbeitnehmer über den Belegdrucker der Kasse ausgeben lassen.

Zur Integration in vorhandene System stehen eine Vielzahl an Schnittstellen bereit. Damit kann die Gastrofix-Kasse in diverse Hotelsoftware eingebunden werden oder mit Schankanlagen kommunizieren. Auch Unterstützung für Barcode-Leser, auch bei mehrfachen EAN-Codes pro PLU, ist inzwischen umgesetzt. Einen Eindruck von den Einsatzgebieten vermittelt auch die umfangreiche Liste von Referenzen.

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