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TS-x53A: Qnap bringt NAS mit Linux-Support und bis zu 64 TByte Speicher

qnap-ts-x53A (Bild: Qnap)
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Die mit bis zu acht Einschüben ausgestatteten Tower-Modelle integrieren neben QTS 4.2 auch die Linux Station, die den Einsatz des NAS als herkömmliches Linux-Desktop-System ermöglichen soll. Angetrieben werden die NAS-Systeme von einer 1,6 GHz schnellen Quad-Core-CPU, die wahlweise von 4 oder 8 GByte RAM unterstützt wird.

Qnap hat sein Netzwerkspeicherportfolio um die für Privatanwender und KMU gedachte Turbo-NAS-Reihe TS-x53A erweitert. Das Besondere an der ab sofort zu Preisen ab 392 Euro (UVP) erhältlichen Tower-Serie ist, dass sämtliche Geräte sowohl Qnaps hauseigenes Betriebssystem QTS als auch Linux unterstützen. Dadurch können Nutzer ihr NAS laut Anbieter wie ein herkömmliches Linux-Desktop-System einsetzen. Vorausgesetzt wird hierfür der Anschluss eines HDMI-Monitors, einer USB-Tastatur und einer USB-Maus.

qnap-ts-x53A (Bild: Qnap)
Die TS-x53A-Serie kommt mit Quad-Core-CPU, 4 oder 8 GByte RAM sowie einer Intel-HD-Grafikkarte (Bild: Qnap).

Die Dualsystem-Netzwerkspeicher kommen in Ausführungen mit zwei, vier, sechs oder acht Laufwerksschächte, in die sich je maximal 8 TByte große und im laufenden Betrieb austauschbare 2,5- und 3,5-Zoll-Festplatten- respektive SSDs einschieben lassen. Angebunden werden sie per 6-GBit/s-SATA-Interface. Die Speicherkapazität von insgesamt 64 TByte lässt sich bei Bedarf mittels einer UX-500P- beziehungsweise UX-800P-Erweiterungseinheit noch um fünf respektive acht zusätzliche Einschübe erweitern.

Im Inneren der Tower-NAS-Modelle arbeitet Intels Quad-Core-CPU Celeron N3150, die einen Basistakt von 1,6 GHz sowie einen Turbotakt von bis zu 2,08 GHz liefert. Der Prozessor integriert weiterhin ein AES-NI-Modul, das eine hardwarebeschleunigte 256-Bit-Verschlüsselung der zu übertragenden Daten ermöglicht. Dadurch werden laut Hersteller trotz Chiffrierung Transferraten von mehr als 200 MByte/s erzielt.

Zudem ist in die TS-x53A-Serie noch eine Intel-HD-Grafikkarte der achten Generation eingebaut. Bei Anschluss an einen Fernseher oder A/V-Empfänger unterstützt sie unter Zuhilfenahme des Kodi-Medienplayers auch die H.264-komprimierte Wiedergabe und Transkodierung von Videos mit Ultra-HD-Auflösungen. Eine zugehörige Fernbedienung ist im Lieferumfang enthalten.

Je nach Konfiguration stehen mindestens 4 und maximal 8 GByte DDR3L-RAM zur Verfügung. Die Preise für die Ausführungen mit der maximal möglichen Arbeitsspeicherausstattung beginnen bei einer UVP von 534 Euro. Ebenfalls abhängig von der jeweiligen Konfiguration verfügen die Geräte der TS-x53A-Serie über entweder zwei oder vier Gigabit-Ethernet-Ports. Im Zusammenspiel mit der 6-GBit/s-SATA-Schnittstelle sollen diese einen Durchsatz von bis zu 400 MByte/s für Unternehmensanwendungen liefern.

Überdies erlauben zwei HDMI-Ausgänge die Nutzung eines Monitorpaares in duplizierter oder erweiterter Desktop-Konfiguration. Zur weiteren Schnittstellenausstattung zählen vier USB-3.0-Ports einschließlich einer frontseitigen USB-Kopiertaste zur schnellen Datensicherung auf externen Speichermedien. An Bord sind aber auch zwei 6,3-Millimeter-Mikrofonanschlüsse zur Unterstützung dynamischer Mikrofone sowie ein 3,5-Millimeter-Klinkenausgang zur Anbindung eines Verstärkers. Generell erlaubt das NAS das Durchschleifen von HD-Audiosignalen mit bis zu 7.1 Kanälen.

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Die Tower-NAS-Modelle der Serie TS-x53A kommen mit minimal zwei und maximal acht HDD-Einschüben sowie inklusive Fernbedienung (Bild: Qnap).

Als Betriebssystem kommt in Kombination mit der Linux Station, die laut Qnap auch einen Linux-basierenden Zugang zu Anwendungen des Internets der Dinge (IoT) ermöglicht, das hauseigene OS QTS in der aktuellen Version 4.2 zum Einsatz. Es bietet Unternehmensanwendungen, die etwa das Erstellen von maximal 256 Volume-/LUN-Snapshots und bis zu 1024 Snapshots pro NAS insgesamt erlauben.

Darüber hinaus ermöglicht QTS die plattformübergreifende Dateifreigabe und -sicherung für Windows-, Mac-, Linux- und Unix-Nutzer sowie Notfallwiederherstellungslösungen mit Echtzeitfernreplikation (RTRR), rsync und Cloud-Speichersicherung. Des Weiteren liefert das Betriebssystem auch Container- und Virtualisierungssupport.

Zu Beginn des Monats hatte Qnap erstmals ein NAS mit zwei Betriebssystemen auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um die Reihe TAS-x68, die Qnaps Betriebssystem QTS 4.2 mit einer auf Android 4.4.4. basierenden Schnittstelle kombinierte.

Tipp: Im Artikel Netzwerkspeicher: Was Sie beim Kauf eines NAS beachten sollten, hat ITespresso erklärt, was die Geräte heutzutage leisten und für wen welche Funktionen und Leistungsmerkmale wichtig sind.

Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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