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Synology präsentiert NAS mit bis zu 16 TByte Speicher für 285 Euro

DS216 NAS (Bild: Synology)
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Das Diskstation-Modell DS216 nimmt je zwei maximal 8 TByte große Festplatten auf, die sich im laufenden Betrieb und ohne Werkzeug austauschen lassen. Angetrieben wird das NAS von einer 1,3 GHz schnellen Dual-Core-CPU, die eine Gleitkommaeinheit und ein Hardware-Verschlüsselungsmodul zur Leistungssteigerung integriert.

Synology hat sein Netzwerkspeicherangebot um das Modell Diskstation DS216 ergänzt. Das mit zwei Festplatteneinschüben ausgerüstete NAS eignet sich laut Hersteller für Arbeitsgruppen sowie Büroumgebungen und ist ab sofort verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung für den Netzwerkspeicher gibt der Hersteller ohne Festplatten mit rund 285 Euro an.

In die Laufwerksschächte des DS216 passen je zwei maximal 8 TByte große SATA-Festplatten im 2,5- und 3,5-Zoll-Format, die sich per 3- respektive 6-GBit/s-SATA-Interface im laufenden Betrieb und ohne Werkzeug anschließen lassen. Die HDDs sind allerdings nicht im Lieferumfang enthalten. Dafür lassen sich die LED-Anzeigen, die unter anderem den Status der eingesetzten Festplatten wiedergeben, in ihrer Helligkeit regeln.

Das NAS Synology DS216 bietet auf der Vorderseite unter anderem eine USB-Kopiertaste, um Daten schnell auf ein externes Speichermedium übertragen zu können (Bild: Synology).
Das NAS Synology DS216 bietet auf der Vorderseite unter anderem eine USB-Kopiertaste, um Daten schnell auf ein externes Speichermedium übertragen zu können (Bild: Synology).

Angetrieben wird der Netzwerkspeicher von der Marvell-Armada-CPU 88F6820, die mit zwei Rechenkernen und einem Takt von 1,3 GHz ausgestattet ist. Ihr stehen zudem 512 MByte DDR3-RAM zur Seite. Daneben integriert sie eine Gleitkommaeinheit (FPU), die die Gesamtleistung des Hauptprozessors noch verbessern soll. Synology zufolge beschleunigt sie zum Beispiel das Erstellen von Vorschaubildern respektive Miniaturansichten und soll im Allgemeinen die Ansicht von Bildern in unterschiedlichen Auflösungen verbessern.

Die Lese- und Schreibleistung in einer Windows-Umgebung mit RAID-1-Konfiguration gibt der Hersteller mit rund 113 beziehungsweise rund 111 MByte/s an. Außer der FPU enthält der Dual-Core-Prozessor auch ein Hardware-Verschlüsselungsmodul, das der Haupt-CPU die Aufgabe der Verschlüsselungsberechnung abnehmen soll. Dadurch würde auch die Übertragungsgeschwindigkeit chiffrierter Dateien noch verbessert.

An Schnittstellen verfügt das Synology-NAS einerseits über einen Gigabit-Ethernet-Port und zum anderen über einen USB-2.0- und zwei USB-3.0-Anschlüsse. Zusammen mit einer speziellen USB-Kopiertaste lässt sich daran etwa ein externes Speichermedium zur schnellen Datenübertragung anschließen.

Das DS216 unterstützt des Weiteren eine Reihe von Netzwerkprotokollen wie Telnet, SSH, SNMP, FTP, CIFS oder WebDAV. Damit sei eine nahtlose Dateifreigabe zwischen Windows-, Mac- und Linux-Plattformen sichergestellt. Die Integration von Windows AD (Active Directory) und LDAP gewährleiste weiterhin eine einfache Einbindung des NAS in eine bestehende Firmennetzwerkumgebung – und zwar ohne dass neue Benutzerkonten erstellt werden müssten.

Der Zugriff auf Internetdateien wird auf dem mit dem herstellereigenen Betriebssystem Diskstation Manager (DSM) laufenden NAS durch einen verschlüsselten FTP-Server und einen webbasierten Datei-Explorer – der Synology File Station – vereinfacht. Die Unterstützung für das HTTPS-Protokoll, eine Firewall und eine IP-Auto-Blockierung soll zudem die Freigabe von Dateien über das Internet absichern.

Eine ebenfalls integrierte Cloud Station-Suite ermöglicht es Nutzern laut Hersteller wiederum, Dateien zwischen mehreren Geräten und Plattformen, einschließlich Windows-PC, Mac, Linux, iOS- und Android-Mobilgeräten, zu synchronisieren. Der Dienst Cloud Sync gleicht indes die Daten des Netzwerkspeichers mit Public-Cloud-Services wie Dropbox, Google Drive, Microsoft Onedrive, Baidu Cloud und Box ab.

Auf der Rückseite verfügt das Synology-NAS DS216 über zwei USB-3.0-Ports, einen Gigabit-LAN-Anschluss und einen 9,2 mal 9,2 Zentimeter großen Lüfter (Bild: Synology).
In der Rückseite verfügt das Synology-NAS DS216 über zwei USB-3.0-Ports, einen Gigabit-LAN-Anschluss und einen 9,2 mal 9,2 Zentimeter großen Lüfter (Bild: Synology).

Mit der Applikation Mail Station steht überdies eine Webmail-Schnittstelle bereit, mit der Anwender auf E-Mails zugreifen können, welche auf dem NAS gespeichert sind. VPN Server soll darüber hinaus eine sichere VPN-Verbindung zu einem privaten LAN per Fernzugriff herstellen.

An Bord ist außerdem die Synology Surveillance Station, die eine zentralisierte Schnittstelle zur Verwaltung von IP-Kameras offeriert. Laut Synology können Nutzer auf diese Weise die Umgebung selbst aus großer Entfernung mit Live-Ansichten überwachen. Zudem seien Aufnahmen von Ereignissen und Schnappschüssen via PC respektive iOS- und Android-Gerät möglich. Das DS216 unterstützt dabei eine maximale Anzahl von 16 IP-Kameras, die 480 Bilder pro Sekunde bei einer 720p-Auflösung aufnehmen dürfen. Die Surveillance Station bietet unter anderem außerdem Analyse-Tools, die etwa der Bewegungserkennung dienen, sowie ein Warnsystem, das unmittelbar Benachrichtigungen über die Synology-App DS Cam, aber auch per SMS und E-Mail sendet.

Nach Angaben des Anbieters wurde das DS216 auch mit Blick auf Energieeinsparungen konzipiert. Mithilfe eines 9,2 mal 9,2 Zentimeter großen Lüfters und dem zum Einsatz kommenden Airflow-Design soll das NAS rund um die Uhr kühl gehalten werden und dank der Geräuschdämpfung des Lüfters trotzdem leiser sein als seine PC-Pendants. Darüber hinaus unterstützt der Netzwerkspeicher auch die Funktion “Wake on LAN/WAN” sowie das mehrfach planbare Ein- und Ausschalten. Dadurch sollen sich Stromverbrauch und Betriebskosten ebenfalls noch weiter senken lassen. Der Hersteller gewährt eine eingeschränkte Garantie von zwei Jahren auf das Gerät.

Tipp der Redaktion: Im Artikel Netzwerkspeicher: Was Sie beim Kauf eines NAS beachten sollten, hat ITespresso erklärt, was die Geräte heutzutage leisten und für wen welche Funktionen und Leistungsmerkmale wichtig sind.

Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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