Elektronisches BezahlenMarketing

Google ermöglicht Geldtransfer an Bekannte via SMS

Google Wallet (Grafik: Google)
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Das funktioniert zunächst nur in den USA. Außerdem ist dazu die aktualisierte Version der Google Wallet App erforderlich. Sie steht jetzt für Android und iOS zum Download bereit.

Google bietet Nutzern seiner Wallet-App nun in den USA auch die Möglichkeit, Geld ohne über ein E-Mail-Konto zu verfügen oder es zu verwenden, an Personen aus ihrer Kontaktliste zu transferieren. Dazu ist lediglich der Versand einer SMS notwendig.

Die aktuelle Version der App Google Wallet ermöglicht den Geldtransfer an Bekannte auch via SMS (Bild: Google).
Die aktuelle Version der App Google Wallet ermöglicht den Geldtransfer an Bekannte auch via SMS (Bild: Google).

“Wenn Sie Geld an eine Telefonnummer senden bekommt der Empfänger eine Textnachricht mit einem sicheren Link”, erklärt das Google-Wallet-Team in der Ankündigung. “Der kann dann den Betrag durch Eingabe seiner Kartenummer einfordern, wonach das Geld dann innerhalb von Minuten seinem Bankkonto gutgeschrieben wird.”

Um die neue Funktion zum Geldtransfer an Bekannte zu nutzen, ist die aktuellste Version der Wallet App von Google erforderlich. Sie steht für Android und iOS zur Verfügung.

Zu den weiteren, in den vergangenen Wochen umgesetzten Neuerungen bei Google Wallet gehören Verbesserungen bei den Kontaktvorschlägen, durch die Nutzer sehen, wem sie am häufigsten Geld geschickt haben, sowie die Möglichkeit, ein zweites Bankkonto zu verknüpfen. Außerdem kann die Google Wallet App nun durch einfaches Antippen eines Buttons verriegelt werden.

Google experimentiert ebenso wie zahlreiche andere große Konzerne schon seit Jahren mit seinem Wallet-Angebot. Das existiert parallel zu den Bezahlmöglichkeiten mit dem Smartphone, etwa Android Pay, Samsung Pay oder Apple Pay und hat sich aus dem Gedanken heraus entwickelt, diverse Kundenkarten und eben “alles, was man bislang in der Brieftasche mit sich herumschleppt”, digital vorzuhalten.

Eine entscheidende Wendung für Google Wallet gab es 2013, als der Anbieter auf seiner Entwicklerkonferenz die Möglichkeit vorgestellt hat, damit per Gmail zu bezahlen sowie mit der Instant Buy API eine Programmierschnittstelle präsentierte, mit der Android-Apps leichter auf Wallet zugreifen können. Außerdem wurde damals die Google Wallet Objects API eingeführt, die es Händlern ermöglicht, Programme für Treuepunkte oder Prämien einzurichten.

In Deutschland bietet seit vergangenem Jahr die Deutsche Telekom für Smartphone-Nutzer den Bezahldienst MyWallet an. Er basiert auf Mastercard Paypass, funktioniert zunächst aber nur mit ausgewählten, über die Telekom erworbenen Smartphones. Er bietet neben einer Bezahlfunktion auch die Möglichkeit, Eintrittskarten und Mitgliedsausweise zu verwalten sowie Bonuspunkte zu sammeln. Voraussetzung ist die Nutzung der Android-App MyWallet Die zuletzt am 30. November aktualisierte Anwendung haben laut Play Store bislang allerdings maximal 100.000 Personen installiert.

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Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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