Dr. Web stellt Malware-Scanner Dr. Web Katana vor

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Dr. Web Logo (Bild: Doctor Web)

Das Dr. Web Katana genannte Tool soll anders als herkömmliche Sicherheitssoftware nicht nur nach Signaturen oder heuristischen Merkmalen suchen, sondern das Verhalten jeder gestarteten Anwendung anhand von Daten aus der Dr.Web-Reputationscloud erkennen können. Das Werkzeug ist sofort nach dem Download einsatzbereit.

Dr. Web hat sein Angebot um den cloudbasierenden Malware-Scanner Dr. Web Katana ergänzt. Das mit dem Akronym für Kills Active Threats And New Attacks bezeichnete Tool dient dem russischen Sicherheitsanbieter zufolge dem präventiven Schutz vor Einschleusungsversuchen und Angriffen über Zero-Day-Exploits sowie vor aktuellen Malware-Bedrohungen, etwa in Form von Ransomware.

Dr. Web Logo (Bild: Doctor Web)

Die Virendatenbanken von Dr. Web Katana liegen in der Cloud und werden unmittelbar aktualisiert, wenn Erkenntnisse über neue Bedrohungen vorliegen. So müssen Dr. Web zufolge keine lokalen Virendatenbanken verwendet werden, die aufgrund permanenter Updates nicht nur Speicherplatz verbrauchen, sondern auch die CPU ausbremsen.

Die neue Sicherheitssoftware soll in erster Linie helfen Gefahren zu vermeiden, wenn Schadsoftware wegen veralteter Signaturdatenbanken nicht erkannt werden. Das ist laut Dr. Web bei aktueller Crypto-Ransomware und Erpresser-Software häufig der Fall.

Außerdem soll Dr. Web Katana auch vor Malware schützen, die den Rechner über Zero-Day-Lücken infizieren kann. Die laut Dr. Web auf dem Schwarzmarkt sehr gefragten Exploits seien trotz ständig von Entwicklern bereitgestellter Sicherheits-Updates nach wie vor sehr präsent. Kriminelle seien hier oftmals die ersten, die derartige Schwachstellen ausnutzten. Nichtsdestotrotz rät das Unternehmen Nutzern neben dem Einsatz seines Tools dazu, ihre Software stets mit den neuesten Aktualisierungen der Hersteller zu versorgen.

Außer Ransomware und Zero-Day-Exploits sollen die in Dr. Web Katana verwendeten Sicherheitsalgorithmen auch Schadsoftware ermitteln können, die sich in Prozesse anderer Applikationen einklinkt. Diese würden sofort entdeckt und beendet. Die Analyse solcher und anderer potenziell gefährlicher Aktionen basiere dank der Dr.Web-Shellguard-Technik nicht nur auf bereits vorgeschriebenen Regeln, sondern auch auf Daten aus der Cloud des Sicherheitsunternehmens.

Fast 2100 Schwachstellen bei gängigen Softwareprodukten wurden dem Computer Emergency Response Team der Bundesverwaltung zufolge in den vergangenen zwölf Monaten geschlossen. Die meisten als „kritisch“ eingestuften gehen auf das Konto des Flash Players. Aber auch mit Reader und Acrobat trägt Adobe wesentlich zur Unsicherheit im Web bei (Grafik: Statista).
Fast 2100 Schwachstellen bei gängigen Softwareprodukten wurden dem Computer Emergency Response Team der Bundesverwaltung zufolge in den vergangenen zwölf Monaten geschlossen. Die meisten als „kritisch“ eingestuften gehen auf das Konto des Flash Players (Grafik: Statista).

Gegenüber herkömmlichen Antivirenprogrammen zeichnet sich der Dr.Web-Malwarescanner nach Angaben des Anbieters dadurch aus, dass er anders als diese nicht nur nach allgemeinen, auf Heuristiken basierenden Merkmalen oder nur nach bestimmten Virensignaturen sucht. Vielmehr analysiere Dr. Web Katana auch das Verhalten jeder gestarteteten Anwendung anhand von Daten aus der Dr.Web-Reputations-Cloud. Ist zweifelsfrei erwiesen, dass eine Anwendung bösartig ist, werde sie umgehend neutralisiert.

Eine vorherige Konfiguration des Tools ist im Übrigen nicht erforderlich. Sie kann sofort zum Einsatz kommen und auch probemlos parallel zu bereits installierter Antivirensoftware, die nicht zwangsläufig von Dr. Web stammen muss, verwendet werden. Des Weiteren startet das Sicherheitswerkzeug zusammen mit dem Betriebssystem und soll auch ohne bestehenden Zugang zum Rechner Schutz bieten.

Dr. Web Katana lässt sich als kostenlose 30-Tage-Testversion ausprobieren. Anschließend kann sie ab einem Preis von 30,94 Euro pro Nutzer und Jahr käuflich erworben werden. Eine Lizenz ist für eine Laufzeit von maximal drei Jahren und für bis zu fünf PCs gültig.

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