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Safe Browsing bei Chrome für Android nun standardmäßig aktiviert

Android und Chrome (Grafiken: Google)
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Der Dienst, der Anwender unter anderem davor bewahren soll, Phishing-Seiten und Websites mit Schadsoftware zu besuchen, steht schon seit einigen Jahren für Desktops zur Verfügung. Seit rund zwei Jahren ist er optional auch schon für die Mobilversion des Browsers verfügbar. Standardmäßig aktiviert wurde er dort aber erst mit Chrome 46.

Googles Safe-Browsing-Technologie ist nun in Chrome für Android standardmäßig aktiviert. Der Dienst steht bereits seit einigen Jahren für Desktops zur Verfügung und soll Nutzer im Wesentlichen davor bewahren, Phishing-Seiten und Websites mit Schadsoftware zu besuchen.

Seit rund zwei Jahren ist der Safe-Browsing-Dienst zwar auch für die Mobilversion von Chrome verfügbar, allerdings mussten Nutzer für dessen Aktivierung bisher zunächst Googles optionalen Datenkomprimierungsdienst einschalten, damit der gesamte unverschlüsselte Web-Traffic über Googles Server geleitet wird.

Safe Browsing Warnmeldung (Screenshot: Google)
Eine solche Safe-Browsing-Warnmeldung weist Nutzer darauf hin, dass die von ihm aufgerufene Website potenziell gefährlich ist (Screenshot: Google).

Google speist die Safe-Browsing-Funktion mit einer Liste bösartiger Websites, die bei jedem URL-Aufruf zuvor mit einer Blacklist abgeglichen werden muss. Befindet sich die fragliche Website in dieser Datenbank, wird der Nutzer per Warnmeldung darüber informiert und vor dem Besuch der Seite gewarnt.

Google hatte Safe Browsing mit der aktuellen Version 8.1 in die Google-Play-Dienste integriert und die Technik bereits stillschweigend mit Chrome 46 standardmäßig aktiviert. Inzwischen steht der Google-Browser in der Final-Version 47 bereit. Ob Safe Browsing aktiviert ist, können Anwender in den Einstellungen in Chrome für Android im Privatsphäre-Menü überprüfen. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um einen Bestandteil der Google Play Services handelt, lässt sich das Safe-Browsing-Feature auch für Nutzer anderer Browser aktivieren.

Den für die Entwicklung zuständigen Google-Forschern Noé Lutz, Nathan Parker und Stephan Somogyi zufolge ist die Akkulaufzeit neben der Netzwerkbandbreite eine der knappsten Ressourcen auf einem Mobilgerät. Daher habe Google sorgfältig überdenken müssen, wie sich Nutzer von Mobilgeräten am besten schützen lassen. Aus diesem Grund habe der Konzern nicht nur den Netzwerk-Traffic minimiert, sondern beim Safe-Browsing-Dienst auch auf niedrigen Speicher- und Prozessorverbrauch geachtet.

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Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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