Dropbox stellt E-Mail- und Foto-Apps für Android und iOS ein

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Dropbox (Bild: Dropbox)

Die 2013 erworbene E-Mail-App Mailbox wird demnach am 26. Februar 2016 eingestampft, die 2014 gekaufte Foto-App Carousel stellt zum 31. März ihren Dienst ein. Dropbox will sich künftig mehr auf seinen Online-Speicherdienst konzentrieren und dort unter anderem auch einige Kernfunktionen von Carousel einfließen lassen.

Dropbox hat angekündigt, sowohl den 2013 erworbenen E-Mail-Client Mailbox als auch die im Folgejahr gekaufte Foto-App Carousel einzustellen. Ersteres lässt sich ab dem 26. Februar 2016 nicht länger nutzen, letzteres wird rund einen Monat später, zum 31. März, aufgegeben. Wie The Verge berichtet, hat das Unternehmen diese Entscheidung getroffen, um sich künftig gezielter auf die Dropbox-Anwendung und deren kollaborative Funktionen zu konzentrieren.

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Zum 26. Februar wird Dropbox für Android und iOS eingestellt (Screenshot: Dropbox).

“Die Carousel– und Mailbox-Teams haben Produkte entwickelt, die bei vielen Leuten Anklang fanden. Ihre Arbeit wird daher auch weiterhin positive Auswirkungen haben”, erklären Dropbox-Chef und -Gründer Drew Houston sowie Dropbox-CTO Arash Ferdowsi in einem Blogbeitrag. “Wir werden bestimmte Kernfunktionen aus der Carousel-App in die Dropbox-Anwendung übernehmen – dorthin, wo Ihre Fotos ja ohnehin schon sind. Ebenso werden wir das, was wir aus der Mailbox-Entwicklung gelernt haben, nutzen, um neue Wege der Kommunikation und Kollaboration mit Dropbox zu schaffen”, so Houston und Ferdowsi weiter.

Laut Dropbox wird Carousel einen Monat später als Mailbox eingestellt, damit Nutzer Gelegenheit haben, ihre Bilder und Fotoalben herunterzuladen und sie in eine andere Anwendung dieser Art zu importieren. Hierzu will das Unternehmen zu Beginn nächsten Jahres noch ein einfaches Export-Tool bereitstellen.

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Zum 31. März stellt auch die Foto-App Carousel ihren Dienst ein. Nutzer haben bis dahin Gelegenheit, ihre Fotos anderweitig zu speichern (Screenshot: Dropbox).

Die für Android und iOS erhältlichen Anwendungen Carousel und Mailbox wurden in den vergangenen Monaten kaum weiterentwickelt, was es Mitbewerbern erlaubte, den beiden Dropbox-Apps Marktanteile abzunehmen und an ihnen vorbeizuziehen. Inzwischen bauen auch Drittanbieter-Clients wie Microsofts Outlook und Googles Inbox auf den ursprünglich mit Mailbox eingeführten Funktionen auf.

Beispielsweise unterstützen sie nun ebenfalls Wischgesten, die das schnelle Abarbeiten von E-Mails ermöglichen. Zudem adaptieren sie auch die in der Mailbox-App enthaltenen Zeitmanagement-Funktionen. Diese erlauben das Verschieben von Nachrichten auf einen späteren, benutzerdefinierten Zeitpunkt. Die Mails werden dadurch erst dann wieder an oberster Stelle des Posteingangs angezeigt, wenn der Nutzer Zeit hat, sich darum zu kümmern. Gleichermaßen haben Anwendungen wie Google Photos und Apple Photos der Carousel-App inzwischen den Rang abgelaufen.

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