Deutscher Dateitransferdienst mit durchgängiger Verschlüsselung vorgestellt

Cloud
Whisply (Grafik: Secomba)

Der Dienst erlaubt das Versenden von Dateien über den Browser. Vor dem Upload werden diese dort mit einem 256 Bit starken AES-Schlüssel chiffriert. Sobald die verschlüsselte Datei in die Cloud geladen wurde – unterstützt werden zurzeit unter anderem Dropbox und Google Drive – , steht dem Nutzer ein Link zur Verfügung, der sich an den Empfänger senden lässt.

Das für sein Produkt Boxcryptor bekannte Augsburger Start-up Secomba hat mit Whisply nun einen Dateitransferdienst vorgestellt. Die Web-Anwendung verschlüsselt die zu übertragenden Dateien im Browser und legt sie in der Cloud des Nutzers ab. Nach dem Upload erhält der dann einen Link zu der verschlüsselten Datei und kann diesen mit dem Empfänger teilen.

Whisply (Grafik: Secomba)

Aktuell steht der Dienst zunächst als kostenlose Early-Access-Version bereit. Ab dem ersten Quartal 2016 soll er dann auch in Form eines Freemium-Modells verfügbar sein, das sich aus einer kostenlosen Grundversion sowie kostenpflichtigen Premiumversionen zusammensetzt.

Über die Whisply-Website können Nutzer laut Anbieter Dateien jeglicher Art hochladen. Diese werden dann direkt im Browser mit einer 256 Bit starken AES-Verschlüsselung in Kombination mit der sogenannten Web-Crypto-Technologie (Web Cryptography API) chiffriert und zunächst in der Cloud des Anwenders abgelegt. Voraussetzung hierfür ist eine aktuelle Version des eingesetzten Browsers, die das unterstützt.

Secomba will sich von anderen File-Hosting-Anbietern dadurch abheben, dass es die Nutzerdateien nicht automatisch auf seinen eigenen Servern speichert, sondern dem Anwender die Auswahl der Cloud überlässt. Zum jetzigen Zeitpunkt unterstützt es hierzu bereits Dropbox, Google Drive und Microsoft OneDrive.

Sobald die verschlüsselte Datei in die jeweilige Cloud geladen wurde, steht ein Link zur Verfügung, den nur der Nutzer kennt und der an einen oder mehrere Empfänger gesendet werden kann. Zusätzlich kann die Datei durch einen zweiten Faktor wie einer von Whisply generierten vierstelligen PIN oder einem benutzerdefinierten Passwort geschützt werden, mit der der Empfänger den Download zunächst freizuschalten hat. Insbesondere, wenn der Link einen unsicheren Übertragungsweg nehmen muss, – etwa per E-Mail – empfiehlt Secomba diesen Schritt.

“Gerade für den gelegentlichen Versand vertraulicher Dokumente wie zum Beispiel Verträgen fehlte bisher eine einfache und praktikable Lösung. Mit Whisply verbinden wir die Vorteile des schnellen Dateitransfers mit Sicherheit Made in Germany”, erklärt Andrea Pfundmeier, Gründerin von Secomba, in einer Pressemitteilung.

Whisply (Screenshot: ITespresso)
Whisply steht derzeit in einer Early-Access-Version bereit und erlaubt aktuell schon das Hochladen verschlüsselter Dateien in Dropbox, Google Drive und Microsoft OneDrive (Screenshot: ITespresso).

Nach der seit 2011 verfügbaren Verschlüsselungslösung Boxcryptor ist Whisply das zweite Produkt des Augsburger Unternehmens. Boxcryptor erstellt ein virtuelles Laufwerk auf dem genutzten Computer, Tablet oder Smartphone. Jede Datei, die hier innerhalb eines speziellen Ordners abgespeichert wird, lädt es automatisch im Hintergrund verschlüsselt und in einem gewünschten Zielordner in Online- oder Offline-Laufwerken ab. Dateien werden einzeln verschlüsselt, zusätzliche Container gibt es nicht. Das funktioniert auch mit geteilten Daten.

Das Tool unterstützt gängige Cloud-Dienste wie Dropbox, Google Drive, Microsoft Onedrive und Box und seit Juni zudem Amazon Cloud Drive. Die Software steht zudem auch als Mobilversion für Android und iOS zur Verfügung. Für die Apple-Plattform unterstützt sie seit April auch die Speicherung der Nutzerdateien in der iCloud. Laut Anbieter soll Whisply mittelfristig in Boxcryptor integriert werden.

Tipp der Redaktion: Sie möchten Ihre persönlichen Dateien nicht mehr auf fremden Servern speichern, aber dennoch überall Zugriff darauf haben und zwischen mehreren Rechnern bequem synchronisieren? Dann richten Sie eine private Cloud ein, in der nur Sie über Datenschutz und Privatsphäre entscheiden. ITespresso erklärt, wie das geht

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