LG V10: Android-Smartphone mit Zweitbildschirm bald auch in Deutschland verfügbar

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lg_v10 (Bild: LG)

Der sogenannte Second Screen oberhalb des 5,7-Zoll-Hauptdisplays zeigt gesondert brauchbare Informationen an. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören unter anderem Qualcomms Snapdragon-808-CPU, eine 16-Megapixel-Kamera sowie ein Fingerabdruckscanner – ein Novum bei einem LG-Smartphone.

LG bringt sein Smartphone V10 nun doch auch in Deutschland auf den Markt. Bei der Vorstellung war zunächst nicht vorgesehen, es hierzulande überhaupt anzubieten. Nun soll es sich ab Ende Dezember jedoch in den Farben Schwarz und Weiß für 649 Euro bei Amazon und 1&1 kaufen lassen. Bei 1&1 wir des zudem Anbieter samt Allnet-Pro-Tarif mit Null-Euro-Zuzahlung erhältlich sein.

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Ab Ende Dezember wird das LG V10 für 649 Euro bei Amazon verfügbar sein (Bild: LG).

Das LG V10 wird von Qualcomms Snapdragon-808-CPU mit zwei 1,8 GHz schnellen Cortex-A57-Kernen und vier Cortex-A53-Kernen angetrieben. Unterstützt wird der Prozessor durch 3 GByte RAM. Der 32 GByte große interne Speicher lässt sich mithilfe von MicroSD-Karten um bis zu 2 TByte erweitern. Als Betriebssystem ist ab Werk Android 5.1.1 installiert.

LG integriert zudem erstmals bei einem seiner Smartphones einen Fingerabdruckscanner. Er findet sich auf der Rückseite und ersetzt den üblichen Power-Button. In den USA ist er auch zu Samsung Pay kompatibel. LGs Knock-Code-Funktion zum Entriegeln des Geräts ist nach wie vor ebenfalls vorhanden.

Wie das LG G4 ist das V10 mit einem 5,7 Zoll großen IPS-Display ausgestattet, das eine QHD-Auflösung von 2560 mal 1440 bietet. Die Pixeldichte beträgt 513 ppi. Über dem normalen Bildschirm rechts neben der Frontkamera sitzt der “Second Screen” – ein 2,1 Zoll großes IPS-Quantum-Display mit einer Auflösung von 160 mal 1040 Pixeln und einer Pixeldichte von ebenfalls 513 ppi.

Die in ihm angezeigte individuell anpassbare Leiste arbeitet unabhängig vom Hauptbildschirm und kann damit ähnlich wie die Display-Kante beim Galaxy S6 Edge zum Anzeigen von Informationen wie Wetter, Uhrzeit, Datum und Batterielaufzeit genutzt werden, während die große Anzeige ausgeschaltet ist.

Dass Nutzer den Hauptbildschirm zum Abruf nicht aktivieren müssen, reduziert den Stromverbrauch. Ist das 5,7-Zoll Display eingeschaltet, kann der zweite Screen als Shortcut-Leiste zu favorisierten Apps verwendet werden. Außerdem erhalten Smartphone-Besitzer Benachrichtigungen über eingehende Anrufe oder Nachrichten, während sie auf dem großen Display beispielsweise einen Film anschauen, ohne dabei gestört zu werden.

Auf der Rückseite ist wie beim LG G4 eine 16-Megapixel-Kamera mit f/1.8-Blende und optischem Bildstabilisator verbaut. Da beim V10 jetzt neben einem manuellen Modus für Fotos auch einer für Videoaufnahmen zur Verfügung steht, haben Nutzer jetzt auch beim Filmen die Möglichkeit, Werte wie Verschlusszeit, Bildfrequenz, ISO-Wert, Weißabgleich oder Fokus individuell anzupassen. Das V10 unterstützt bei Aufnahmen 4K respektive Ultra-HD sowie die Bildformate 16:9 und 21:9.

LG_V10_Second-Screen (Bild: LG)
Gesondert vom Hauptbildschirm zeigt der Second Screen des LG V10 brauchbare Informationen an (Bild: LG).

Zusätzlich ist eine 5-Megapixel-Frontkamera mit zwei Linsen an Bord. Bei Selfies mit einem Weitwinkel von 120 Grad sollen diese für weniger verzerrte Aufnahmen an den Rändern sorgen. Das Schwenken des Geräts ist wie bei einigen Wide-Selfies-Modes der Konkurrenz nicht nötig. Das V10 bietet einen Algorithmus, der bei Weitwinkelaufnahmen die Bilder beider Linsen kombiniert. Dies ist vor allem für Gruppenselfies von Vorteil. Multi-View-Recording erlaubt zudem den simultanen Einsatz der beiden Front-Cams sowie der rückseitigen Kamera.

Eine für Videoaufnahmen ausgelegte elektronische Bildstabilisation soll Verwackler neutralisieren. Sie ist zusätzlich zum optischen IOS 2.0 integriert. Mit dem Video-Editor lassen sich Videos schneiden und mit Effekten sowie Musik versehen. Zudem gibt es eine Funktion, die verschwommene Bilder und statische Szenen ohne Interaktion des Nutzers entfernt und kurze Highlight-Clips aus einem Video erzeugt. Mithilfe des Snap-Video-Mode lassen sich dann noch viele kurze Videos zu einem längeren Clip zusammenfügen.

Anhand des Audio-Monitors können Anwender die Empfindlichkeit der drei Mikrofone während einer Aufnahme anpassen und Audiosignale aus einer bestimmten Richtung kontrollieren. Ein Rauschfilter reduziert Windgeräusche. Für eine verbesserte Audiowiedergabe soll ein 32-Bit-DAC und eine Klangsteuerung sorgen.

Die Datenkommunikation erfolgt über LTE Cat.6 mit bis zu 300 MBit/s im Downstream, UMTS samt HSDPA+ mit bis zu 42 MBit sowie Dual-Band-WiFi nach dem aktuellen WLAN-Standard 802.11ac. Mit anderen Geräten verständigt sich das V10 via Bluetooth 4.1 sowie NFC. An Bord ist außerdem USB 2.0. Der austauschbare 3000-mAh-Akku soll sich dank Qualcomms Quick-Charge-Technik laut Anbieter in 40 Minuten bis zu 50 Prozent laden lassen.

Das 192 Gramm schwere V10 misst 15,96 mal 7,93 Zentimeter und ist 8,6 Millimeter dick. Ein von LG als “Dura Guard” bezeichneter Rahmen soll das Telefon an den anfälligen Ecken und Kanten besser vor Beschädigungen bei Schlägen und Stürzen schützen. Er besteht aus demselben Edelstahl, der auch für chirurgische Geräte verwendet wird.

LG stellt das Android-Smartphone V10 auch in einem offiziellen Produktvideo auf Youtube vor.

[mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, CNET.de]

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