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Hewlett Packard Enterprise setzt für Public-Cloud-Dienste künftig auf Microsoft Azure

Cloud Computing (Bild: Peter Marwan).
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Kurz vor der Aufspaltung in zwei Firmen hatte sich die Enterprise-Abteilung aus dem Markt für Public Cloud zurückgezogen. In dem war sie allerdings bislang in erster Linie nur in den USA aktiv. Jetzt hat CEO Meg Whitman bereits damals geäußerte Vermutungen von Beobachtern bestätigt.

Nachdem sich Hewlett Packard Enterprise selbst aus dem Geschäft mit Public-Cloud-Angeboten zurückgezogen hat, wird das Unternehmen künftig seinen Kunden empfehlen, auf Microsofts-Azure-Plattform zu setzen. Das hat CEO- Meg Whitman Business Insider zufolge in einer Telefonkonferenz mit Analysten erklärt.

Hewlett Packard Enterprise (Bild: ZDNet)

Das deutsche Top-Management erklärte auf einer Veranstaltung im Presseclub München Anfang November noch vorsichtig, man werde künftig die passenden Angebote von Partnern empfehlen. Whitman jetzt dargelegt, dass aus ihrer Sicht das wahrscheinlich am besten passende Angebot in der Regel Microsoft Azure sein wird. HPE und Microsoft werden dazu eine Partnerschaft eingehen.

Whitman zufolge wurde bereits eine entsprechende Vereinbarung getroffen. Demnach wird HPE künftig Microsoft Azure als “bevorzugte Cloud-Alternative” anbieten, Im Gegenzug erhält HPE bei Microsoft den Status als “bevorzugter” Cloud Service Provider und wird von Microsoft Kunden empfohlen, die nach Beratungsdienstleistungen oder anderweitiger Hilfe Ausschau halten. Details, zu dem Abkommen sollen in Kürze veröffentlicht werden.

Bei HPE steckt hinter dem Abkommen der Wunsch, den nach wie vor wesentlich größeren Umsatz mit “traditioneller” IT-Infrastruktur bedienen und gleichzeitig eine Public-Cloud-Ergänzung offerieren zu können, falls Kunden das als Ergänzung haben wollen. In Frage kommen dafür neben Microsoft grundsätzlich auch Amazon, Google, die großen Telekommunikationsanbieter, die fast alle Cloud-Angebote haben oder eher regional aktive Firmen. Allerdings passt Microsoft und dessen Azure-Cloud offenbar am besten zu HPE.

Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens haben die beiden Firmen schon als jeweils bevorzugter Partner beim Vertrieb von Windows-Rechnern jahrzehntelange Erfahrungen. Zweitens verfolgt Microsoft ebenso wie Hewlett Packard Enterprise einen Hybrid-Ansatz. Viele der anderen Public-Cloud-Provider versuchen dagegen möglichst viel der Infrastruktur an sich zu ziehen – was nicht im Interesse des nach wie vor als Infrastrukturanbieter auftretenden HPE sein kann. Und drittens kann Microsoft insbesondere in Deutschland bald Anforderungen von Firmen nach Datenschutz und Datenintegrität erfüllen, von denen Wettbewerber wie Amazon noch weit entfernt sind.

Möglich wird das durch eine spezielle Partnerschaft mit der Deutschen Telekom, in deren Rahmen Azure, Office 365 und Dynamics CRM Online künftig auch aus Rechenzentren in Deutschland angeboten werden. Die sollen zudem nicht von Microsoft, sondern von T-Systems betrieben werden. Damit umgeht Microsoft die Datensammelwut der US-Behörden – vor der sich viele deutsche Firmen mehr oder weniger begründet fürchten und durch die zumindest seit dem Aus für das Safe-Harbor-Abkommen auch die Nutzung vieler US-Dienste rechtlich bedenklich ist.

“Kunden können weiterhin unsere öffentlichen, privaten und hybriden Cloud-Lösungen nutzen oder sich dafür entscheiden, unsere Services aus deutschen Rechenzentren zu beziehen und den Zugang zu ihren Daten durch einen deutschen Datentreuhänder kontrollieren zu lassen”, führte Microsoft-CEO Satya Nadella bei der Vorstellung dieser Partnerschaft Anfang November in Berlin aus. Die von T-Systems betreuten Dienste stünden in Bezug auf Sicherheit, Compliance, Transparenz, Datenschutz und Kontrolle den weltweit angebotenen Cloud-Services von Microsoft in nichts nach. Das Microsoft-Cloud-Angebot soll in der zweiten Jahreshälfte 2016 schrittweise verfügbar werden. Es stehe dann auch Kunden aus anderen europäischen Ländern offen.

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Journalist, Chefredakteur von ITespresso.de. Sucht immer nach Möglichkeiten und Wegen, wie auch kleine Firmen vom rasanten Fortschritt in der IT profitieren können. Oder nach Geschäftsmodellen, die IT benutzen, um die Welt zu verbessern - wenigstens ein bisschen.

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