Zwölf Millionen Deutsche 2015 mit Internetkriminalität konfrontiert

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Hacker (Bild: Shutterstock)

Das geht aus dem aktuellen Norton Cybersecurity Insights Report hervor Für ihn wurden in Deutschland 1000 Verbraucher, in anderen Ländern weitere 16.000 befragt, die mindesten ein Mobilgerät nutzen.

Die Sorge vor Cybercrime nimmt bei Verbrauchern weltweit und auch in Deutschland zu. Das geht aus dem jetzt von Symantec vorgelegten Norton Cybersecurity Insights Report (NCIR) für 2015 hervor. Er stimmt damit mit anderen, auch neutralen Berichten wie zum Beispiel einem kürzlich vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vorgelegten Bericht grundsätzlich überein.

Norton Cybersecurity Insights Report 2016 (Grafik: Symantec)

Dem NCIR zufolge schätzen 79 Prozent der Deutschen die Gefahr, persönlich von einem Online-Verbrechen betroffen zu sein, als “sehr hoch” ein. Nur zehn Prozent sind überzeugt, dass sie das Thema Online-Sicherheit vollständig im Griff haben. Die Verunsicherung ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass die Befragten in Deutschland sich der eigenen Verantwortung zum großen Teil bewusst sind, aber nicht wissen, wie sie ihr gerecht werden sollen. 47 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sie selbst mitverantwortlich sind, wenn sie von einem Cyberverbrechen geschädigt werden.

Insgesamt geht Norton aufgrund der erhobenen Zahlen davon aus, dass in den vergangenen zwölf Monaten zwölf Millionen deutsche Verbraucher persönliche Erfahrungen mit Internetkriminalität gemacht haben. Allerdings gibt es hierzulande mit durchschnittlich 17 Prozent weniger Geschädigte als in anderen Ländern. Der weltweite Durchschnitt liegt bei 27 Prozent.

Von Internetkriminalität betroffene Verbraucher in Deutschland mussten sich in den vergangenen zwölf Monaten im Durchschnitt 21 Stunden mit den Folgen befassen. Das entspricht dem weltweiten Durchschnitt. Ihnen entstand pro Kopf ein Schaden von 168 Euro. Insgesamt beläuft sich der Schaden dem Bericht zufolge in Deutschland auf zwei Milliarden Euro.

Trotz der Sorge vor und dem Wissen um die Ausmaße von Online-Gefahren und Internetkriminalität sind viele Verbraucher immer noch arglos: Sie selbst sind überzeugt, sich online sicher zu verhalten, erfüllen meistens jedoch nicht einmal grundlegende Anforderungen. Beispielsweise verwenden nur 56 Prozent der befragten Deutschen immer ein sicheres Passwort. Weltweit sind es im Durchschnitt allerdings sogar nur 38 Prozent. 20 Prozent der Deutschen werden zudem nicht aktiv, um ihre Online-Sicherheit zu überprüfen, wenn ihnen ein Sicherheitsproblem bekannt wird. Immerhin ändern 50 Prozent nach einem Sicherheitsvorfall ihr Passwort.

Allerdings scheint eine gewisse Abstumpfung eingetreten zu sein. Knapp die Hälfte (47 Prozent) der Befragten ist der Meinung, dass Sicherheitsprobleme so allgegenwärtig sind und so viele Leute betreffen, dass sich daraus eher keine schlimmen Konsequenzen ergeben.

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