Google stellt eigenes News-Angebot für Mobilgeräte vor

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Google (Grafik: Google)

Anfang 2016 sollen die Accelerated Mobile Pages (AMP) an den Start gehen. Google konnte bereits die BBC, News Corp, die New York Times und die Washington Post als Partner gewinnen. DoubleClick und AdSense sowie deren Mitbewerber Outbrain, AOL und OpenX liefern die Werbung dazu.

Google hat erste Einzelheiten zu Plänen für ein News-Angebots für Mobilgeräte bekannt gemacht. Die sogenannten Accelerated Mobile Pages (kurz AMP), Googles Antwort auf Facebooks Instant Articles, sollen Anfang 2016 bereitstehen, wie Recode berichtet.

Google (Grafik: Google)

Einem Blogbeitrag von David Besbris, Vice President of Engineering für Google Search, und Richard Gingras, Head of News, haben schon zahlreiche Verlage Interesse an AMP signalisiert, darunter die BBC, die New York Times, News Corp und die Washington Post. Überdies hätten CBS Interactive, AOL, Newsweek, Al Jazeera America, The Next Web und andere Herausgeber weltweit Unterstützung zugesagt. Auch das Local Media Consortium, dem 70 Medienunternehmen angehörten, die 1600 Zeitungen und Fernsehsender repräsentierten, sei dabei.

Als Open-Source-Initiative ist das AMP-Projekt zudem offen für Partner aus der Werbebranche. Gegenwärtig nennt Google Outbrain, AOL, OpenX sowie die eigenen Angebote DoubleClick und AdSense als Werbepartner. ComScore, Adobe Analytics, Parse.ly und Chartbeat stellen darüber hinaus ihre Analytics-Tools für AMP-Seiten parat. Die AMP-Seiten sollen Anfang nächsten Jahres in der Google-Suche vertreten sein. Weitere Einzelheiten, auch zum Zeitplan, werde man schon bald bekannt geben.

Google hatte die AMP-Initiative im Oktober angekündigt. Zu diesem Zeitpunkt beschrieb Google das Projekt als “offenes Framework, das vollständig auf existierenden Webtechniken basiert und mit dem Websites schnell ladende Pages erstellen können”. Schnelles Laden sei auch im Interesse der Verlage. Sonst springe der Leser frühzeitig ab, und der Verlag verpasse die Möglichkeit, eine Anzeige auszuliefern.

AMP ist als Konkurrenzangebot zu Facebooks Instant Articles gedacht. Das Social Network hatte die im Mai angekündigte Funktion Ende Oktober in seine iOS-App integriert. Diese liefert nun vollständige Nachrichtenartikel, Fotogalerien und Videos im News Feed, und nicht mehr wie bislang nur Links zum Angebot eines Verlags beziehungsweise kurze Teaser. Auch Facebook nennt den schnelleren Zugang zu den Inhalten beim Hosting auf seiner Plattform als wichtigen Vorteil, insbesondere auf Mobilgeräten. Instant Articles soll das Laden eines Artikels im Idealfall um das Zehnfache beschleunigen.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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