Weihnachtliche Shopping-Tipps vom Supercomputer

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IBM Watson Trend App (Screenshot: ITespresso bei iTunes)

IBM sucht für sein “kognitives Computersystem” Watson immer wieder nach neuen Aufgaben. Jetzt dient eine App als Frontend, um Informationen aus Sozialen Netzwerken, Foren, Kommentaren, Bewertungen und Produktrezensionen in eine Einkaufsberatung für die Vorweihnachtszeit zu transformieren.

Dazu braucht es weder einen Supercomputer noch künstliche Intelligenz, noch kognitives Computing: Star-Wars-Sets von Lego werden zu den Rennern im Weihnachtsgeschäft gehören. Ein bisschen kniffliger dagegen ist schon vorherzusagen, welche Sets zuerst ausverkauft sein werden. Hier ist dann das, was IBM auf Basis seines kognitiven Computersystem Watson jetzt vorgestellt hat, doch ganz hilfreich. Die Watson Trend App steht kostenlos für iOS zum Download in Apples App Store bereit und verspricht aktuelle Trends zu den 100 gängigsten Produkten in den Kategorien Unterhaltungselektronik, Spielwaren sowie Gesundheits- und Fitnessprodukte aufzuführen.

IBM Watson Trend App (Screenshot: ITespresso bei iTunes)
Mit der Watson Trend App gibt IBM jetzt weihnachtliche Shopping-Tipps (Screenshot: ITespresso bei iTunes).

Dazu durchforstet das dahinterstehende System “Watson” Informationen aus Sozialen Netzwerken, Foren, Kommentaren, Blogs, Bewertungen und Produktrezensionen auf Shopping-Seiten aus, analysiert sie und leitet daraus Entscheidungshilfen für Verbraucher ab. Insgesamt bezieht Watson Trend rund 10.000 Quellen ein. Daraus soll die Meinung anderer Verbraucher ermitelt und als möglicherweise entscheidende Information komprimiert dargestellt werden.

Nutzer sehen in einer täglich aktualiserten Übersicht die Position der Produkte auf einer Skala von 0 bis 100. Der führende Trend wird dabei mit 100 bewertet, die anderen im Verhältnis dazu. Watson Trend geht außerdem der Frage nach, warum ein Trend entsteht. Außerdem wählt er beispielhafte Zitate zu dem jeweiligen Thema aus. Schließlich wagt Watson auch eine Vorhersage zur Trendentwicklung der kommenden 21 Tage.

IBM Watson kognitives Computing (Bild: IBM)
Auf diesen Rechnern hat Watson angefangen, inzwischen gibt es ihn auch als Cloud-Dienst (Bild: IBM).

IBM nutzt für die App eine Kombination von APIs der Watson-Entwickler-Plattform, die unter anderem Gefühlsanalyse und die Interpretation natürlicher Sprache durch den Computer ermöglichen. In Zukunft soll Watson weiter Fähigkeiten bekommen und stärker personalisiert werden. Ein kleiner Nachteil ist derzeit zudem noch, dass die Trenderkennung vor allem auf Online-Inhalten in den USA basiert. Das soll sich aber in Zukunft ändern.

Mit der App wendet sich IBM zwar an Konsumenten, es will aber vor allem Firmen Wege aufzeigen, wie sie die Plattform, in deren Entwicklung der Konzern schon seit Jahren viel Geld und Ressourcen gesteckt hat, in Zukunft nutzen können.

Europäischer Erfinderpreis 2015: Finalisten und Gewinner

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Europäischer Erfinderpreis 2015 - Andreas Manz
Für sein Lebenswerk wurde der Schweizer Andreas Manz ausgezeichnet. Er gilt als Pionier auf dem Forschungsgebiet der Mikrofluidik. Seiner Arbeit ist es zu verdanken, das sich heute komplexe medizinische, biologische und chemische Analysen schnell und effizient durchführen auf Mikrochips lassen. Dies wiederum ist die Grundlage dafür, dass für Diagnosen erforderliche Analysen nicht nur im Labor, sondern auch nah am Patienten möglich sind – und dieser nicht tagelang auf das Ergebnis zu warten braucht. Ein Beispiel, wo dies heute zum Einsatz kommt, ist der DNA-Schnelltest zur Prävention von Erbkrankheiten (Bild: EPO)
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