Microsoft geht beim Browser Edge stärker gegen Toolbars vor

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Browser Edge (Grafik: ZDNet.de)

Mit dem Browser werden nun nicht von Microsoft signierte DLL-Dateien blockiert. Die Funktion ist ein Teil von EdgeHTML 13, der Rendering Engine von Edge. Durch sie sollen Browser-Exploits erschwert werden.

Microsoft hat mit dem aktuellen Update für Windows 10 den Browser Edge um Schutzmechanismen vor unerwünschten Add-ons wie Toolbars erweitert, die vielfach Werbung oder unerwünschte Inhalte einblenden. Edge blockiert dazu ab sofort alle nicht von Microsoft signieren Dynamic Link Libraries (DLLs). Die Funktion zum Blockieren von DLL-Dateien ist Bestandteil von EdgeHTML 13, der aktuellsten Version der Rendering Engine von Edge.

“Ein Angreifer versucht den Browser zu übernehmen und das Laden von DLLs bietet dem Angreifer eine große Palette an Möglichkeiten. Das Blockieren nicht autorisierter DLLs macht Browser-Exploits schwieriger und ihre Ausführung aufwändiger”, erklärt Crispin Cowan, Senior Program Manager für Edge bei Microsoft.

DLLs müssen nun entweder von Microsoft direkt signiert sein oder das Zertifikat des Windows Hardware Quality Lab (WHQL) besitzen. Damit sind nur noch Bibliotheken zulässig, die zu Windows-Komponenten oder einem Gerätetreiber gehören. Edge ist laut Cowan nun der “erste und einzige PC-Browser, der die Integrität von Bibliotheken schützt”. Er räumt allerdings auch ein, dass die Technik keine “Wunderwaffe” gegen künftige Bedrohungen sei.

Microsoft testete die Sicherheitsfunktion im Rahmend es Windows Insider Program schon seit September. “Von einer Gruppe von rund 65.000 Windows-Insidern, die das Build 10547 genutzt haben, hat das Integritätsmodul 2704 Nutzer davor geschützt, dass Malware und Adware geladen wurde”, so Cowan.

Das Windows-10-Update 1511 (Build 10586) verteilt Microsoft seit 11. November. Es verbessert unter anderem die HTML5-Kompatibilität von Edge und sorgt für höhere Performance bei der Verarbeitung von JavaScript-Code. Erstere steigt in Benchmarks im Vergleich zum Vorgänger um 56 Punkte und übertrifft damit nun Firefox. Bei der Verarbeitung von JavaScript-Code legte Edge um 13 Prozent zu und liegt damit nun auf Platz 2 hinter Google Chrome 46.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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