Eset bringt kostenlose Android-App zum Schutz von Kindern im Internet

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Eset (Grafik: Eset)

Der Funktionsumfang von Eset Parental Control lässt sich mit der Premium-Version für rund 20 Euro im ersten Jahr noch erweitern. Die Gratis-Ausgabe erlaubt unter anderem das Blockieren und Tracken der von den Kindern genutzten Apps. Zu den Premium-Features zählt etwa die Möglichkeit, sich den derzeitigen Aufenthaltsort des Kindes anzeigen zu lassen.

Der Sicherheitsanbieter Eset hat mit Eset Parental Control eine Sicherheits-App bereitgestellt, die Eltern helfen soll, Kinder vor Bedrohungen aus dem Internet zun schützen. Die ab sofort für Android erhältliche Anwendung kann kostenlos bei Google Play heruntergeladen werden, ist aber auch über das my.eset.com-Portal zugänglich.

Eset Logo (Grafik: Eset)

Eine Premium-Lizenz für erweiterten Funktionsumfang ist im ersten Jahr für 19,99 Euro verfügbar. Der Preis reduziert sich bei einer anschließenden Verlängerung der Lizenz auf 13,99 Euro. Diese gilt dann für die gesamte Familie.

Mit Eset Parental Control können Eltern in erster Linie Einfluss darauf nehmen, was ihre Kinder auf Smartphone oder Tablet sehen und ausführen können. “Die Eset Parental Control App für Android schützt Kinder, zudem erhöht sie deren Internetkompetenz – und sie hat keinen negativen Einfluss auf die Leistung des Smartphones”, erläutert Branislav Orlik, Product Manager von Eset, in einer Pressemitteilung.

Zu den Ausstattungsmerkmalen der kostenlosen Basisversion zählt auch ein App-Schutz, der in Abhängigkeit vom Alter des Kindes unangemessene Anwendungen unter Berücksichtigung der Google-Play-Einstufung automatisch blockiert. Überdies lassen sich Apps auch manuell als angemessen oder unangemessen einordnen.

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Mit einer Premium-Lizenz von Eset Parental Control ist es möglich, jederzeit den aktuellen Aufenthaltsort des Kindes zu ermitteln (Screenshot: Eset).

Zum anderen können Apps, die auf dem Mobilgerät des Kindes installiert sind, nachverfolgt werden. Das heißt, das Eset-Tool gibt den Eltern einen Überblick darüber, welche Apps das Kind nutzt. Ein generelles Blockieren oder Verbote bestimmter Anwendungen sind damit jedoch nicht möglich.

Darüber hinaus lassen sich in der kostenlosen Parental-Control-Version zeitbasierende Einstellungen für die App-Nutzung des Kindes vornehmen. Konkret sind Eltern so in der Lage, die Zeit zu begrenzen, die das Kind im Internet mit Spielen und Apps verbringen kann. Dies ist auch von unterwegs möglich.

Einige Funktionen sind allerdings der Premium-Variante vorbehalten. Dazu gehört der Web-Schutz, der dem Kind automatisch den Zugang zu vordefinierten Website-Kategorien verwehrt. Hierzu zählen etwa nicht jugendfreie Seiten und Seiten mit Gewaltdarstelllungen. Genau wie der App-Schutz erlaubt auch dieses Feature eine Altersanpassung. Außerdem können jederzeit weitere Kategorien oder einzelne Websites hinzugefügt werden.

Die Premium-Funktion “Meine Kinder finden” zeigt – wie der Name bereits andeutet – den aktuellen Aufenthaltsort des Kindes über den Eltern-Modus der App an. Voraussetzung ist allerdings, dass das Kind den Modus auch aktiviert. Wo sich das Kind gerade aufhält, lässt sich zudem ebenso über das Portal my.eset.com herausfinden.

Eset_Parental_Control_Screenshot_3 (Screenshot: Eset)
Der Web-Schutz, der ebenfalls der Premium-Version von Eset Parental Control vorbehalten ist, blockiert automatisch vordefinierte Webseiten-Kategorien, und zwar abhängig vom Kindesalter (Screenshot: Eset).

Das Feature “Eltern-Nachricht” soll das Versenden von Nachrichten an die Geräte des Kindes ermöglichen. Ist dies erfolgt, werden solange alle anderen Anwendungen angehalten, bis das Kind per Klick eine Lesebestätigung an die Eltern zurückgeschickt hat.

Nicht zuletzt erstellt die Funktion “Berichte” einen detaillierten Bericht über die Nutzung von Apps und Websites durch das Kind. Im Bedarfsfall zeigt der Report zum Beispiel, ob der das Kind oder der Jugendliche den Eltern-Modus (Parent Mode) tatsächlich eingeschaltet hat. Der Report lässt sich auch in regelmäßigen Abständen per E-Mail an die entsprechenden Adressen der Eltern senden.

Eine über diese Funktionen hinausgehende Option ermöglicht es den Kindern, sich eine Erlaubnis der Eltern für den Zugang zu bestimmten Apps und Internet-Inhalten, aber auch zu einer Ausweitung ihrer vereinbarten Internet-Zeit, einzuholen.

Zahlreiche Mitbewerber haben ähnliche Lösungen im Angebot. Symantec offeriert mit Norton Family etwa ebenfalls eine spezielle Kinderüberwachungssoftware. Diese liefert einige Funktionen, die sich mit denen der Eset-App ergänzen. Beispielsweise ermöglicht sie die Überwachung der Aktivitäten in sozialen Netzwerken wie Facebook. Eine Übersicht gibt dabei an, wie oft das Kind oder der Jugendliche das Social Network nutzt oder ob bei dem im Profil angegebenen Alter geschummelt wurde. Zudem erlaubt eine Funktion zur Suchüberwachung es Eltern, sich die von ihren Kindern eingegebenen Suchbegriffe anzeigen zu lassen.

Auch Bitdefener bietet mit der aktuellen Version seiner Sicherheitssuite und Kaspersky schon länger Funktionen zur Kindersicherung an. Diese ermöglicht wie die Eset-Lösung die Verwaltung von App-Downloads der Kinder und verhindert ebenso den Zugriff auf nicht angemessene Webinhalte und Spiele. Ähnlich wie Norton Family erlaubt die “Kindersicherung” zudem das Überwachen der Aktivitäten in Sozialen Netzen. In dem Fall konzentriert sich das Feature aber auf die Kontrolle der dort getätigten Chats. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Kinder keine vertraulichen Daten der Familie weitergeben.

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