Siri plaudert persönliche Daten auch bei aktiver Gerätesperre aus

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Hacker-Angriff (Bild Shutterstock)

Zu den persönlichen Daten gehören etwa Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Fotos. Sie lassen sich laut Trend Micro von jeder Person mit physischen Zugriff auf das Gerät abfragen. Apple empfiehlt, die Aktivierung von Siri korrekt zu konfigurieren.

Trend Micro wirft Apple vor, für seinen digitalen Sprachassistenten Siri zugunsten einer einfachen Bedienung Kompromisse beid er Sicherheit einzugehen. Dem Sicherheitsunternehmen zufolge ist es nämlich möglich, auch bei gesperrten iPhones persönliche Informationen des Nutzers abzufragen, darunter etwa Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Fotos.

Trend Micro Logo (Bild: Trend Micro)

“Idealerweise sollte ein Passwort unautorisierte Zugriffe auf alle auf einem mobilen Gerät gespeicherten Informationen verhindern. Ein gesperrtes Gerät soll weder die Identität des Besitzers und seine Kontaktdaten noch die seiner Freunde, Familienangehörigen noch Bekannten preisgeben”, so Trend Micro weiter. “Siri umgeht dies und gibt auch bei einem gesperrten mobilen Gerät detaillierte Informationen und andere Funktionen preis.”

So kann laut Trend Micro jede Person mit physischen Zugriff auf ein iOS-Gerät mit Siri per Sprachbefehl beispielsweise SMS-Nachrichten verschicken, Telefonnummern anrufen, den Standort abrufen, gespeicherte Kontakte und auch Termine anzeigen.

Trend Micro fordert von Apple daher, die Daten seiner Nutzer besser vor Missbrauch zu schützen. Dazu schlägt das Unternehmen eine Identitätsüberprüfung per Stimme oder eine Passwortabfrage vor dem Zugriff auf vertrauliche Daten oder Funktionen vor.

“Bis die Macher von Siri Schritte einleiten, um einen Missbrauch trotz Gerätesperre zu verhindern, empfehlen wir, dass iOS-Nutzer genau darauf achten, wer mit ihren Siri-fähigen Geräten umgeht, und den persönlichen Assistenten bei Bedarf abzuschalten”, so Trend Micro.

Eigenen Angaben zufolge hat das Unternehmen seine Vorschläge auch Apple unterbreitet. Der Hersteller habe erklärt, Nutzer könnten sich schützen, indem sie den Zugriff auf den Sprachassistenten bei gesperrtem Gerät deaktivieren. Die Einstellung kann im Menü unter dem Punkt Code geändert werden.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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