Bluetooth legt 2016 noch einmal einen Zahn zu

Netzwerke
Bluetooth SIG (Grafik: Bluetooth SIG)

Mehrere Weiterentwicklungen sollen die Anforderungen von Einsatzbereichen wie Smart Home, Industrieautomation, von standortbasierenden Diensten und intelligenten Infrastrukturen abdecken. Insbesondere hoffen die Bluetooth-Lobbyisten aber auf Erfolg beid er zunehmenden Zahl von Anwendungen im Bereich Internet der Dinge.

Die Bluetooth Special Interest Group hat ihre Technologie-Roadmap für das Jahr 2016 vorgelegt. Demnach sollen die diversen Weiterentwicklungen die Anforderungen wachsender Einsatzbereiche wie Smart Home, Industrieautomation, standortbasierende Dienste und intelligenten Infrastrukturen abdecken. Den Bluetooth-Unterstützern zufolge soll aber insbesondere die zunehmende Zahl von Anwendungen im Bereich Internet der Dinge von den Neuerungen profitieren.

Konkret soll sich die Reichweite von Bluetooth Smart sich auf das Vierfache erhöhen. Zugleich sollen Daten doppelt so schnell übertragen werden können wie heute. Zudem soll die zusätzliche Leistung nicht zu Lasten des höheen Energieverbrauchs gehen. Wichtig ist das insbesondere für kleinere IoT-Geräte.

Die Funktionen zum Mesh-Networking dienen dagegen als Basis für neue Anwendungen beim Heim- und Industrieautomation. Damit können sich Bluetooth-fähige Geräte in Zukunft zu Netzwerken verbinden und so ganze Wohnungen beziehungsweise Gebäude abdecken. Bluetooth versucht sich damit auch der Konkurrenze durch Standards wie ZigBee oder Z-Wave zu erwehren.

“Für unzählige Entwickler und Hersteller ist Bluetooth die erste Wahl bei der Vernetzung mit dem Internet der Dinge. Durch die neuen Funktionalitäten wird Bluetooth ein noch stärkerer Bestandteil des IoT werden”, sagte Mark Powell, Executive Director der Bluetooth SIG.

Seiner Ansicht nach sind Verbraucher mit Standards wie WLAN und Bluetooth bereits vertraut. Das könne Bluetooth einen Vorsprung beim Einsatz für smarte, verbundene Geräte verschaffen. Deren Anzahl soll Marktbeobachtern zufolge im nächsten Jahr 6,3 Milliarden überschreiten. Allerdings gibt es gerade bei Bluetooth durchaus begründete Sicherheitsbedenken, die zumindest den Einsatz in der Industrie bremsen könnten.

Weitere Features und Profil-Updates zur Roadmap 2016 will die Bluetooth SIG in den nächsten Monaten veröffentlichen. Um die Entwickler beim Einsatz neuer IoT-Funktionalität zu unterstützen, will sie im kommenden Jahr außerdem Tools für ihre Mitglieder wie das Bluetooth Developer Studio sowie Trainingsprogramme aktualisieren.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

Tipp der Redaktion: WLAN hat sich in den vergangenen Jahren als feste Größe in der drahtlosen Vernetzung etabliert. In der jüngeren Vergangenheit sind zum Beispiel mit Miracast, WHDI, Wireless HD weitere Möglichkeiten für drahtlose Datenverbindungen hinzugekommen. Zeit für einen Überblick über Stärken und Schwächen der Newcomer.

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