ParkTAG zum Automotive Start-up des Jahres 2015 gekürt

Start-UpUnternehmen
ParkTag (Grafik: ParkTag)

ParkTAG wurde auf der Messe TU-Automotive zum besten Automotive Start-up des Jahres gewählt. Das Berliner Unternehmen führt derzeit Feldversuche für die EU-Kommission durch. Ziel ist es, positive Effekte von Crowdsourcing-Lösung auf den Parkplatzsuchverkehr nachzuweisen.

ParkTAG wurde auf der in Stuttgart stattfindenden Messe TU-Automotive zum “vielversprechendsten Start-up des Jahres” gewählt. Das Berliner Unternehmen arbeitet daran, Smartphones als Helfer bei der Parkplatzsuche in Innenstädten einzusetzen. Langfristiges Ziel ist es, einen frei werdenden Parkplatz bereits vor der Ankunft des nächsten Fahrzeugs zuteilen zu können.

So soll der Parkplatzsuchverkehr, der in Innenstädten Studien zufolge bis zu 30 Prozent des Gesamtaufkommens betragen kann, weitgehend reduziert werden. Außerdem würden so die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass in Zukunft selbstfahrende Autos selbsttätig den dem Ziel nächstgelegenen freien Parkplatz ansteuern.

ParkTag App (Bild: Park ag)

Aktuell ist ParkTAG mit einem großflächigen Feldversuche für die Europäische Kommission beschäftigt. Mit ihm sollen die positiven Effekte der bereits vorhandenen Crowdsourcing-Lösung auf den Parkplatzsuchverkehr messbar gemacht werden. Beobachter der Automobilindustrie gehen davon aus, dass nach dem automatischen Einparken der automatische Parkplatzfinder einer der ersten Bereiche sein wird, in dem Autos künftig selbst das Steuer übernehmen.

Kein Wunder, dass sich deshalb auch andere Firmen mit der Problematik beschäftigen. Zwei davon wurden zum Beispiel kürzlich in ein gemeinsames Inkubationsprogramm von Intel, Cisco und Deutscher Telekom aufgenommen: das israelische Start-up HiPark und das polnische Start-up Ifinity.

Hi-Park konzentriert sich darauf, mittels Smartphone-Kameras Daten über freie Parkplätze zu sammeln und sie dann Parkplatzsuchenden zur Verfügung zu stellen. Die Einweisung in den nächstgelegenen freien Parkplatz ist bei Ifinity dagegen nur ein Teilaspekt. Das polnische Unternehmen ermöglicht mit seinem auf Beacons basierenden Ansatz Städten darüber hinaus etwa Zusatzinformationen für Sehbehinderte zu vermitteln, in Universitäten Wegweisersysteme einzurichten oder Kunden im Einzelhandel zu dem Regal zu führen, in dem die gesuchte Ware liegt.

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