German Startups Group jetzt an der Börse notiert

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German Startups Group (Grafik: German Startups Group)

Eine Privatplatzierung wurde zuvor erfolgreich abgeschlossen. Die Aktien des Venture-Capital-Investors sind im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Durch den Schritt hofft man mehr Wagniskapital in die deutsche Start-up-Szene investieren und so auch das eigene Wachstum fortsetzen zu können.

Die Aktien der German Startups Group Berlin GmbH & Co. KGaA werden ab heute an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Das Grundkapital von 11.114.750 Aktien (ISIN DE000A1MMEV4 / WKN A1MMEV) ist nun Teil des Handels im Entry Standard. Gut 3,7 Millionen der Aktien stammen aus einer kürzlich als Privatplatzierung durchgeführten Kapitalerhöhung, an der sich neben deutschen Investoren auch erstmals welche aus dem angelsächsische Raum beteiligten.

Christoph Gerlinger, CEO  der German Startups Group (Bild: German Startups Group)
Christoph Gerlinger, CEO der German Startups Group (Bild: German Startups Group)

“Wir freuen uns sehr, dass wir trotz des für Börsengänge unverändert fragilen Marktumfelds den Sprung auf das Börsenparkett vollzogen haben. Durch das Listing haben wir uns einen nachhaltigen Zugang zum Kapitalmarkt etabliert, mit dem wir die Bereitstellung von Venture Capital an die boomende deutsche Start-up-Szene und so auch unser Wachstum finanzieren und unseren Erfolgskurs fortsetzen können“, erklärt CEO Christoph Gerlinger in einer Pressemitteilung. Das Kapital aus der Privatplatzierung wolle man überwiegend in weitere Anteile der als attraktivsten und wachstumsstärksten Start-ups ausgemachten Firmen investieren.

Die German Startups Group ist seit April 2012 im Geschäft und seit dem Geschäftsjahr 2013 profitabel. Ziel ist es beim Investmentvolumen einer der führenden Venture-Capital-Anbieter in Deutschland zu werden. Aktuell ist man Marktbeobachtern zufolge seit 2012 der zweitaktivste Venture-Capital-Investor in Deutschland.

German Startups Group (Grafik: German Startups Group)

Das Unternehemn gründet selbst keine Start-ups, sondern beteiligt sich in unterschiedlichen Reifegraden an Firmen, die es als Wachstumsunternehmen einstuft. Da man mit den Gründern nicht in Wettbewerb tritt, sieht man sich im Vergleich zu sogenannten “Company Buildern” besser positioniert, um Beteiligungen angeboten zu bekommen. 2014 war das eigenen Angaben zufolge 570 mal der Fall.
Allerdings werden die gründlich geprüft. Seit der eigenen Gründung 2012 hat man ein Portfolio mit insgesamt 24 Minderheitsbeteiligungen und einer Mehrheitsbeteiligung aufgebaut. Dazu gehören unter anderem Delivery Hero, Friendsurance, Mister Spex, Returbo, Rebuy und Soundcloud.

Mit ihrer Beteiligungsstrategie konnte die German Startups Group im Zeitraum bis 30. Juni 2015 eine Bruttoperformance von 33 Prozent pro Jahr auf das durchschnittlich investierte Kapital erzielen. Im ersten Halbjahr 2015 wurde eine Nettogewinn von 0,30 Euro pro Aktie erzielt.

Laut Gerlinger entwickelt sich die deutsche Gründerszene „sehr dynamisch“ weiter. Aus seiner Sicht bestehen “hochattraktive Investitionsmöglichkeiten”, zu denen aber die Kapitalmarktanleger bislang kaum Zugang hätten. „Genau hier schlagen wir mit der Notierung unserer Aktie nun eine Brücke. Der Kapitalmarktzugang über die Steigerung unserer langfristigen Finanzierungskraft stärkt zugleich unsere Position in der deutschen Start-up-Szene weiter.“ Er ist zuversichtlich, schon “in Kürze”, neue Beteiligungen ankündigen zu können.

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