Cyscon stellt Firefox-Add-on Security Shield vor

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MalwaretizingAlert (Screenshot: Cyscon)

Die Erweiterung zeigt an, wenn Websites vom Anbieter als “besonders vertrauenswürdig” eingestuft wurden. Somit wissen Nutzer, dass die besuchte Seite regelmäßig auf Malware und Hackerangriffe überprüft wird. Sie erkennt etwa auch mit Malware infizierte Werbebanner. Das Add-on ist kompatibel zu allen Firefox-Ausgaben ab Version 35.

Cyscon hat mit Security Shield eine Erweiterung für Firefox vorgestellt. Das aktuell in Version 1.16 vorliegende Add-on soll Surfen sicherer machen, indem es vertrauenswürdige Websites beziehungsweise Domains anzeigt. Das soll Nutzer wiederum darüber informieren, ob eine Seite durch den Anbieter regelmäßig auf Malware, Hackerangriffe und sonstige Manipulationen überprüft wird oder nicht. Die Erweiterung unterstützt alle Firefox-Ausgaben ab Version 35. Sie bietet sie Unterstützung für Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Ukrainisch, Slowenisch, Spanisch und Italienisch.

Cyscon bestätigt Nutzern außerdem, dass der Inhaber der jeweiligen Domain überprüft wurde. Durch Klick auf ein kleines “grünes Schild” rechts oben neben der URL-Eingabezeile werden sie über den Inhaber der Site informiert und erfahren, wie lange die Website schon überwacht und wann sie zuletzt auf Malwarebefall und Hackerangriffe überprüft wurde. Diese Informationen ergänzen die Auskünfte zum technischen Zertifikat bei Sites mit HTTPS, die Nutzer von Firefox durch Klick auf den grün hinterlegten Namen des Site-Betreibers links von der URL-Eingabezeile ohnehin schon erhalten.

Um eine Seite durch Cyscon als “besonders vertrauenswürdig” bewerten zu lassen, muss sich der Betreiber beim Anbieter registrieren. Denn nur wenn eine Webseite regelmäßig gescannt und dabei festgestellt wird, dass sie frei von Schadsoftware und anderen Kompromittierungen ist, erhält sie auch die Einstufung als “besonders vertrauenswürdig”.

Eine weitere Funktion beruht auf der Cyber Threat Detection Cloud von Cyscon. Diese dient dem Blockieren von Phishing- oder Malware-Seiten. Hierzu fragt der Browser unmittelbar die Cyscon-Server ab und prüft, inwieweit die aufgerufene Webseite Schadcode oder andere gefährliche Inhalte ausliefert. Sollten Nutzer auf eine Webseite stoßen, die zum Zeitpunkt des Besuches schädliche Inhalte ausliefert, erhalten sie eine Warnmeldung. In den Datenbeständen der Cyscon Cyber Threat Detection Cloud werden laut Anbieter täglich etwa 40.000 neue Phishing- und Malwareseiten aufgenommen und anschließend überwacht.

MalwaretizingAlert (Screenshot: Cyscon)
Das Firefox-Add-on Security Shield erkennt auch mit Malware infizierte Werbebanner – wie hier auf der umstrittenen Streaming-Seite Movie4K (Screenshot: Cyscon).

Das Add-on bietet Nutzern zudem die Möglichkeit, URLs, die sie für eine Phishing- oder Malware-Webseite halten, bei der sie aber nicht gewarnt werden, zur Überprüfung an Cyscon zu übermitteln. Hierzu klicken sie zuerst auf das kleine Schild rechts in der Browserleiste und dann im daraufhin angezeigten Kontext-Menü auf “Report Abuse”. Im Anschluss werden Anwender auf eine Ergebnisseite weitergeleitet. Dort werden dann detaillierte Ergebnisse zur überprüften Domain angezeigt.

Wenn Anwender von Security Shield eine Website besuchen, von der Cyscon weiß, dass sie Opfer eines Cyber-Angriffs wurde und Cyberkriminelle in die Systeme des Anbieters eingedrungen sind, hält die Browser-Erweiterung ausführliche Imformationen über den Datendiebstahl bereit. Weitere Informationen gibt es jeweils nach einem Klick auf das Schild mit den zwei gelben Ausrufezeichen.

Zudem hält die “Security Breach”-Warnmeldung allgemeine sowie detailliertere Informationen zu einem Datendiebstahl für Nutzer bereit. Klicken sie auf “in the news”, werden sie auf Artikel weitergeleitet, die Einzelheiten zu bekannten Datendiebstählen enthalten.

Und auch immer dann, wenn der Nutzer einen Webauftritt besucht, bei dem bekannt ist, dass er in den zurückliegenden Tagen Schadsoftware über Werbebanner ausgeliefert hat, informiert das Firefox-Add-on darüber. Detaillierte Informationen zu diesem Vorfall sind dann über den Link “Sicherheitswarnung lesen” abrufbar.

Sollten Nutzer in den vorangegangenen Tagen diesen Online-Dienst tatsächlich besucht haben, werden sie angehalten, ihren PC auf Schadsoftware zu untersuchen. Dazu steht der Link “Auf Schadsoftware untersuchen” zur Verfügung. Auf der verlinkten Seite finden sie dann eine Schritt-für-Schritt Anleitung, mit der sie die Sicherheit ihres Windows-PCs wieder herstellen können. Neben Tools, die auf Identifizierung und Löschen möglicher Schadsoftware spezialisiert sind, werden dort auch Tipps zu Software gegeben, mit der sich ein System härten lässt.

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