3D-Drucker: BigRep schließt Finanzierungsrunde über 7 Millionen Euro ab

Start-UpUnternehmen
BigRep: Stuhl aus dem 3D-Drucker (Bild: BigRep)

Das Berliner Unternehmen hat sich – wie der Name schon verrät – auf 3D-Drucker für großformatige Objekte spezialisiert. Die nun auch von der Koehler-Gruppe und der Venture-Capital-Gesellschaft b-to-v stammende Kapitalspritze soll für Forschung und Entwicklung sowie eine stärkere internationale Ausrichtung und den Aufbau des Vertriebs aufgewendet werden.

BigRep hat eine Serie-A-Finanzierungsrunde über 7 Millionen Euro erfolgreich abgeschlossen. In deren Rahmen haben neben über den ERP-Startfonds bisher schon an dem 3D-Druck-Spezialisten beteiligten KFW-Bankengruppe auch die Koehler-Gruppe, ein Traditionsunternehmen der Papierindustrie, und der Wagniskapitalgeber b-to-v in das Berliner Start-up investiert. Das neue Kapital in Höhe von über 7 Millionen Euro will das Managementteam, CEO René Gurka und CFO Stephan Beyer, zum Einen für Forschung und Entwicklung aufwenden, zum anderen soll damit aber auch die Position des Unternehmen im Ausland verbessert und der Vertrieb ausgebaut werden.

René Gurka, CEO von BigRep (Bild: BigRep)
René Gurka, CEO von BigRep (Bild: BigRep)

BigRep hat sich auf 3D-Drucker für großformatige Objekte spezialisiert. Es nimmt für sich in Anspruch, mit dem aktuellen Modell den derzeit größten, serienmäßigen 3D-Drucker anbieten zu können. Dessen Druckraum kann Objekte von 110 mal 105 mal 100 Zentimetern aufnehmen. Die lassen sich dann mit PLA – auch farbig oder mit Effekten – ausdrucken. Als Beispiele führt der Anbieter etwa Stühle, Tische oder Vasen an.

Wie andere Anbieter auch, hofft man mit dem 3D-Druck Lieferketten und Herstellungsprozesse nachhaltig verändern zu können. Dazu positioniert man sich zwischen den für kleine Modelle gedachten, teilweise als Bausatz oder kompaktes Tischgerät verkauften Heim-3D-Drucker und den 3D-Druckern für die Industrie. Die Berliner verweisen auf den Wohlers Report, indem der Markt für 3D-Druck 2015 auf ein Volumen von über 5 Milliarden Dollar beziffert wird.

BigRep: Stuhl aus dem 3D-Drucker (Bild: BigRep)
Stuhl aus einem 3D-Drucker von BigRep (Bild: BigRep)

Dem Branchenbericht zufolge ist aber gerade der Wettbewerb beim großformatigen, seriellen 3D-Druck derzeit noch gering. Hier sieht sich das erst vor 18 Monaten gegründete BigRep als Marktführer. Dazu habe nicht nur die Hardware, sondern auch zugehörige Softwarelösungen beigetragen.

“Wir haben uns intensiv mit dem Markt für 3-D-Druck befasst und sind überzeugt, dass BigRep einer der am besten aufgestellten Anbieter für das rasch wachsende Segment der Industriekunden ist“, erklärt Kai Furler, Vorstandsvorsitzender der Koehler-Gruppe, in einer Pressemitteilung. Christian Reitberger, Lead Investor bei b-to-v, begleitet BigRep bereits bei der Seed-Finanzierung als Business Angel. Er wird in der Pressemitteilung mit den Worten zitiert: “BigReps Ziel ist das Absenken der Eintrittsbarrieren für den industriellen 3D-Druck durch niedrigere Gesamtbetriebskosten, eine durchgängige Software-Umgebung und smarte Filament-Materialinnovationen. BigRep wird dadurch neue Kundengruppen für additives Manufacturing erschließen und Industrie-Insidern eine viel stärkere Verwendung auch im echten Alltagseinsatz ermöglichen.”

Weiteres Objekt aus einem 3D-Drucker von BigRep (Bild: BigRep)
Weiteres Objekt aus einem 3D-Drucker von BigRep (Bild: BigRep)
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