Flirt-Portal-Gigant Match Group nennt IPO-Details

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Tinder App (Screenshot: Match Group)

Eine Aktie des Unternehmens, zu dem neben Match.com auch Tinder, OKCupid und Friendscout24 gehören, soll zwischen 12 und 14 Dollar kosten. Etwa 20 Prozent der Firma sollen so für rund 467 Millionen Dollar an die Börse gebracht werden. Der Wert des Unternehmens wird also mit etwas über 3,1 Milliarden Dollar angesetzt.

Nachdem der Börsengang als solcher bereits im Sommer angekündigt und dann Mitte Oktober offiziell bestätigt wurde, die Match Group jetzt Details angekündigt. Das Unternehmen, dass eine ganze Reihe von Dating-Portalen betreibt, darunter auch die in den USA recht erfolgreichen Match.com, OkCupid und Tinder sowie in Deutschland FriendScout 24, will demnach den IPO noch im Laufe dieses Monats vollziehen und damit mindestens 467 Millionen Dollar einnehmen.

Das Unternehmen plant dazu 33,33 Millionen Anteilsscheine, jeweils im Wert zwischen 12 und 14 Dollar herauszugeben. An der NASDAQ sollen sie dann unter dem Tickersymbol MTCH gehandelt werden. Der Wert des Unternehmens läge damit bei etwas über 3,1 Milliarden Dollar, nimmt man einen anfänglichen Aktienkurs in der Mitte des angepeilten Wertes an.

Da nur ein kleiner Teil der Aktien ausgegeben würde, verbleibt das Unternehmen mit seinem Dating- und Flirt-Portal-Imperium im Wesentlichen im Besitz der Mutter IAC/InterActiveCorp. Der gehören auch Marken wie CollegeHumor, Vimeo, Ask.com, PriceRunner und die in Europa starke Meetic-Gruppe, dei in Deutschland etwa mit Neu.de vertreten ist. Die übernahm 2009 die europäischen Aktivitäten von Match.com und wurde dann selbst wiederum 2013 von IAC gekauft. Zu ihr gehörenzahlreiche Dating-Seiten in europäischen Ländern.

Die Match Group hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 888,3 Millionen und in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 einen Umsatz von 483,8 Million erwirtschaftet. Eigenen Angaben zufolge hat man monatlich 59 Millionen aktive Nutzer und kann auf 4,7 Millionen zahlende Mitglieder verweisen. Von ihnen stammt mit rund 85 Prozent auch der Löwenanteil der Einnahmen. Steigerungspotenzial sieht man daher, wenig verwunderlich, vor allem durch Werbung.

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