Google erneuert sein Bekenntnis zu Chrome OS

BetriebssystemWorkspace
Android und Chrome (Grafiken: Google)

Anlass ist ein Bericht, es wolle Chrome OS mit Android verschmelzen. Jetzt stellt Googles Senior Vice President Hiroshi Lockheimer klar, man plane keineswegs, Chrome OS auslaufen zu lassen. Es solle auch künftig mit Updates verbessert und um zusätzliche Funktionen erweitert werden.

Hiroshi Lockheimer, Senior Vice President für Android, Chrome OS und Chromecast bei Google, hat in einem Blogbeitrag klargestellt, dass das Unternehmen an Chrome OS und den Chromebooks festhalten will: “In den vergangenen Tagen gab es einige Verwirrung um die Zukunft von Chrome OS und Chromebooks, aufgrund von Spekulationen, dass Chrome OS in Android aufgehen soll”, schreibt Lockheimer. “Wir arbeiten zwar daran, das Beste beider Betriebssysteme zu vereinen, planen aber nicht, Chrome OS auslaufen zu lassen.”

Hiroshi Lockheimer, Senior Vice President für Android, Chrome OS und Chromecast bei Google (Bild: Google),
Hiroshi Lockheimer, Senior Vice President für Android, Chrome OS und Chromecast bei Google (Bild: Google)

Er bezieht sich dabei auf einen Bericht des Wall Street Journal von Ende vergangener Woche. Darin hieß es, Google wolle sein Desktop-Betriebssystem mit dem Mobil-OS Android zusammenführen. Nun erklärt Lockheimer, Google wolle vielmerh Chrome OS mit Updates weiter verbessern und um zusätzliche Funktionen erweitern. Als Beispiele nannte er einen neuen Mediaplayer, einen optische Überarbeitung sowie Verbesserungen bei Leistung und Sicherheit. Lockheimer kündigte außerdem “Dutzende neue Chromebooks” für 2016 an.

Das Wall Street Journal hatte berichtet, der Konzern arbeite seit rund zwei Jahren an der Verschmelzung von Android und Chrome OS. Die Vorstellung des neuen, einheitlichen Betriebssystems sei 2017 zu erwarten. Diese Überlegungen sind allerdings nicht neu. Bereits 20123 hatte Eric Schmidt sich gegen Spekulationen gewandt, Google wolle Android und Chrome OS zusammenführen.

Der Google-Chairman schloss allerdings damals nicht aus, dass sich die beiden Betriebssysteme künftig stärker überschneiden. Im Mai äußerte sich auch Lockheimer in einem Interview dahingehend: Es sei einfacher, plattformübergreifende Funktionen einzuführen, seit Android und Chrome OS unter der gleichen Führung stehen.

Acer Chromebook 13 (Bild: Acer)
Neben Google bieten auch andere Hersteller, darunter HP Inc, Toshiba, Asus und Acer (hier im Bild das Acer Chromebook 13) Chromebooks an (Bild: Acer).

Android ist nach Nutzerzahlen das am weitesten verbreitete Mobilbetriebssystem. Es basiert auf Linux, ebenso wie Chrome OS. Letzteres gilt jedoch als Nischenprodukt. Es kommt in erster Linie auf den günstigen und leichten Chromebooks zum Einsatz. Chrome OS verfolgt einen rein webbasierten Ansatz, bei dem Anwendungen im Browser ausgeführt werden.

Ein Beispiel für eine engere Verknüpfung von Chrome OS und Android hatte Google im Juni 2014 auf seiner Entwicklerkonferenz I/O gegeben. Mit dem Tool ARC Welder stellte es damals eine Methode vor, Android-Apps auf Chromebooks auszuführen. Auf diese Weise kann etwa Skype unter Chrome OS verwendet werden.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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