Cisco eröffnet Innovation Center openBerlin

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openBerlin Gebäude (Bild: Cisco)

Es ist in einem Gebäude auf dem Schöneberger EUREF-Campus untergebracht und eines von insgesamt neun Cisco Innovation Centern. In ihnen will das Unternehmen Kunden, Branchenpartner, Start-ups, Anwendungsentwickler, Experten, Behörden und Universitäten zusammenbringen.

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, hat Ende vergangener Woche das Cisco Innovationszentrum “openBerlin” auf dem Schöneberger EUREF-Campus eingeweiht. Es ist eines von neun derartiger Zentren auf der Welt und laut Cisco ab sofort geöffnet und arbeitsfähig. Die anderen befinden sich in Australien, Barcelona, Rio de Janeiro, Songdo in Südkorea, Tokio, Toronto und zweimal in London. Der Schwerpunkt von openBerlin liegt auf den Branchen Produktion, Logistik und Verkehr.

Ziel des Innovation Center ist es, digitale Innovationen und Lösungen zu entwickeln und zu demonstrieren. Dazu will man in ihnen Kunden, Branchenpartner, Start-ups, Anwendungsentwickler, Experten, Behörden und Universitäten zusammenbringen. In den kommenden Jahren plant Cisco, rund 26 Millionen Euro in den neuen Standort zu investieren.

openBerlin Gebäude (Bild: Cisco)
Das Cisco-Innovationszentrum “openBerlin” auf dem Schöneberger EUREF-Campus (Bild: Cisco)

“Unser Standort bildet selbst ein Internet-of-Things-Vorzeigeprojekt mit mehr als 10.000 Sensoren, die Daten wie Raumtemperatur, Beleuchtung, Stromverbrauch und viele andere sammeln und analysieren – wir haben hier so ziemlich alles vernetzt”, sagte Bernd Heinrichs, Managing Director von openBerlin, im Zug der Eröffungsveranstaltung. Cisco sieht openBerlin aber keineswegs als reines Rennomierprojekt. Laut Heinrichs ist man gewinnorientiert und will an “Lösungen mit klarem Marktpotenzial arbeiten”. Das Motto sei: “Komm mit einem Problem zu uns, und sechs Monate später kannst Du mit der Lösung Geld verdienen.”

Als ein erstes Beispiel für diesen Ansatz hebt Cisco die Kooperation mit Azeti Networks hervor. Gemeinsam mit dem Berliner Unternehmen entwickelte man eine neue Asset-Management-Lösung für verteilte Infrastrukturen, etwa Basisstationen von Mobilfunkbetreibern, die dann über das Internet überwacht und kontrolliert werden können. Hier wurde die Vorgabe, binnen sechs Monaten von der Idee zur Marktreife zu gelangen, den Partner zufolge eingehalten.

 Bernd Heinrichs, Managing Director von openBerlin (Bild: Cisco)
Bernd Heinrichs, Managing Director von openBerlin (Bild: Cisco)

Cisco will openBerlin weder als Inkubator noch Company Builder oder klassischen Accelerator verstanden wissen. Es sei vielmehr eine “offene digitale Plattform”, die eine Infrastruktur für Partner bietet. Gleichzeitig sei es ein Portal für deutsche Unternehmen, die international expandieren wollen. Im Gebäude selbst befindet sich ein Entwicklungslabor, in dem Cisco-Experten gemeinsam mit Branchenpartnern und Start-ups Pilotprodukte entwickeln und bestehenden Lösungen ergänzen können. Außerdem wird in einem Raum Ciscos Vision vom Internet der Dinge in der Praxis präsentiert. Weitere, offene Bereiche, sollen Kunden, Start-ups, Communities, Forschern, Unternehmern und Technologieexperten dazu dienen, neue Ideen und Technologien zu entwickeln können.

Das Team von openBerlin arbeitet bereits jetzt mit mehr als 40 Unternehmen und Organisationen zusammen. Beispielsweise wurde gemeinsam mit Bosch und Tech Mahindra ein Testprojekt für vernetzte Industriewerkzeuge durchgeführt. Und mit Intel arbeitet Cisco auch in Berlin daran, Sensoren in Gebäude sinnvoll zu vernetzen und daraus eine Blaupause für die Gebäudevernetzung zu entwickeln.

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