eBlocker schließt Crowdfunding-Kampagne erfolgreich ab

PolitikÜberwachung
eBlocker Appliance (Screenshot: ITespresso)

Das Hamburger Start-up eBlocker hat auf Indiegogo über 77.000 Dollar erhalten. Das Funding-Ziel von 50.000 Dollar wurde damit deutlich übertroffen. Angeboten wird eine frühe Version der Software zum Tracking-Schutz sowie eine Appliance, die diese Aufgabe übernimmt.

Das Hamburger Start-up eBlocker hat die Crowdfunding-Kampagne für sein gleichnamiges Privatsphäreprodukt auf Indiegogo erfolgreich abgeschlossen. Als Funding-Ziel waren 50.000 Dollar anvisiert, der Betrag wurde mit den eingesammelten 77.318 deutlich übertroffen.

Von den etwas über 500 Unterstützern kommen rund 100 aus den USA und 240 aus Deutschland. In diesen beiden Ländern sehen die eBlocker-Gründer Christian Bennefeld und Boris Prinz daher das größte Interesse an Schutz vor ungewolltem Tracking bei privaten Anwendern. Aktuell besteht noch die Möglichkeit, die eBlocker-Software oder eines der Vorseriengeräte über Indiegogo zu bestellen.

Die eblocker-Gründer Christian Bennefeld udn Boris Prinz (Bild: eBlocker)
Die eblocker-Gründer Christian Bennefeld und Boris Prinz (Bild: eBlocker)

Der Beschreibung zufolge sind Kernfunktionen wie Tracker- und Ad-Blocking sowie IP-Anonymisierung für sämtliche darüber ins Internet gehende Geräte bereits voll funktionsfähig. Die Software läuft zum Beispiel auf einem Banana Pi oder Raspberry Pi. Wer sich weniger fürs Basteln begeistern kann, bekommt aber ab 149 Euro auch die laut Anbieter ohne Technikkenntnisse sofort einsatzbereite eBlocker-Box. Nutzer eines Internetanschlusses mit 50 oder gar 100 MBit/s, müssen bis Ende November warten: Dann sollen für 179 respektive 299 Euro Versionen der Appliance zur Verfügung stehen, die diese Durchsatzraten unterstützen. Sie enthalten dann zudem auch längere und komfortablere Updates für die Filtertechnologien, als die nun lieferbare Variante.

Grundsätzlich bietet eBlocker Funktioenn, wie man sie von Browser-Plug-ins für mehr Privatsphäre, lokalen Proxies oder Internet Proxies her kennt – also Anonymisierung der IP-Adresse, Werbeblockade oder Kindersicherung. Allerdings kombiniert es diese und macht sie auch für wenig technikaffine Nutzer zugänglich.

eBlocker Set (Screenshot: ITespresso)

Außerdem verspricht da Start-up mit der Hardware eine wesentlich bessere Durchsatzrate als die meisten Alternativen sowie die Möglichkeit, den Schutz für alle daheim genutzten Geräte gleichzeitig und ohne weiteren Aufwand zu bieten. Gegenüber Gateways wie dem Onion Pi, die insbesondere weniger versierten Nutzern trügerische Sicherheit bieten will man mit der einfacheren Handhabbarkeit punkten.

Mit den nächsten Firmware-Updates wird eBlocker voraussichtlich ebenfalls Unterstützung für das Tor-Netzwerk einführen, Multi-User-Fähigkeiten nachreichen sowie die Möglichkeit anbieten, die Blockade auf Anwendungsebene ab- respektive anzuschalten. Auch die bereits angepriesene Kindersicherung und SSL-Unterstützung sollen dann kommen.

Tipp: Wissen Sie alles über Edward Snowden und die NSA? Überprüfen Sie Ihr Wissen – mit 15 Fragen auf silicon.de

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen