Microsoft entwischt unfertiges Update für Windows 7

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windows-7-professional (Bild: Microsoft)

Ein Update für Windows 7 hat bei Anwendern für Verwunderung gesorgt. Das 4,3 MByte große Softwarepaket wurde als wichtig eingestuft. Bezeichnung und die Beschreibung waren jedoch völlig unverständlich und sinnlos. Dass die Links zu weiteren Informationen ins Leere führen, trug nicht zur Aufklärung bei.

Microsoft hat versehentlich ein als Test gedachtes Update für Windows 7 tatsächlich ausgeliefert. Aufgrund der Nachfragen zahlreicher Nutzer und der Mutmaßungen über defekte oder ar gehackte Update-Server bemerkte Microsoft den Fehler. “Wir haben versehentlich ein Test-Update veröffentlicht und sind dabei, es zu entfernen”, erklärte ein Microsoft-Sprecher dazu, ohne allerdings weitere Einzelheiten zu erläutern.

Im Microsoft-Support-Forum häuften sich Fragen und Berichte zu dem Vorfall. Der Thread wurde inzwischen über 50.000 Mal betrachtet. Beunruhigte Nutzer suchten auch bei Twitter und Hacker News um Rat und Unterstützung.

Den Mitteilngen zufolge wurde das Test-Update offenbar an Windows-7-PCs von Verbrauchern ausgeliefert. Enterprise-Nutzer mit Windows Server Update Services (WSUS) erhielten ihn den Berichten zufolge nicht. In den meisten Fällen konnte die Software allerdings gar nicht installiert werden. Unklar ist derzeit noch immer, was im Update enthalten war, und inwieweit es möglicherweise Dateien des Betriebssystems verändern konnte. Es gibt aber Nutzer, die von Abstürzen und merkwürdigem Verhalten des Rechners berichten.

Inzwischen hat Microsoft dafür gesorgt, dass das Test-Update bei einer Suche nach Aktualisierungen nicht mehr berücksichtigt wird. Peinlich ist die fehlerhafte Veröffentlichung vor allem deshalb, weil mit Windows 10 Updates ungefragt ausgeliefert werden sollen. Nutzer der Home-Version können die automatische Versorgung mit Aktualisierungen weder abwählen noch verzögern. Letzteres zumindest ist Käufern der Pro-Version möglich. Doch nur mit Windows 10 Enterprise ist die Nutzung einer langfristigen Version mit gleichbleibenden Features über mehrere Jahre hinweg möglich.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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