Bundesnetzagentur führt zweite großangelegte Breitbandmessung durch

BreitbandNetzwerke
Breitbandausbau (Bild: Shutterstock/Kirill__M)

Mit Hilfe eines Online-Tools können Nutzer die Geschwindigkeit ihres Internetzugangs ermitteln. Das funktioniert beim Breitbandanschluss via Kabel oder Mobilfunk. Allerdings sollten Interessenten einige Informationen bereithalten und einige Hinweise beachten.

Die Bundesnetzagentur hat die zweite Auflage ihrer Breitbandmessung gestartet. Die erste derartige Aktion war von Juli bis Dezember 2013 durchgeführt worden, die Ergebnisse liegen seit Sommer 2014 vor. Ziel ist es wieder Endkunden die Möglichkeit zu bieten, eigenständig die Leistungsfähigkeit ihres breitbandigen Internetzugangs zu überprüfen und diese mit der vertraglich vereinbarten Datenübertragungsrate zu vergleichen. Laut Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, ist die Messung anbieter- und technologieunabhängig möglich.

App für die Breitbandmessung (Grafik: Bundesnetzagentur)
App für die Breitbandmessung (Grafik: Bundesnetzagentur)

Die über die Messung eingesammelten Daten sollen der Bundesnetzagentur im Dialog mit der Branche im Verfolg der in Vorbereitung befindlichen TK-Transparenzverordnung helfen. Für Verbraucher ist zudem geplant, eine “Kartendarstellung zu implementieren, in der die Messergebnisse anonymisiert dargestellt werden.” Dadurch soll dann der Vergleich mit Messergebnissen anderer Endkunden, sowie ein Vergleich verschiedener Anbieter möglich sein.

Für den Internetzugang via Festnetz oder Kabel kann die Messung über die Website Breitbandmessung.de durchgeführt werden. Für mobile Breitbandanschlüsse werden für Android und iOS kostenfreie Apps angeboten. Teilnehmer können die Messergebnisse speichern und dadurch mehrere Messungen durchführen und deren Ergebnisse miteinander vergleichen.

Wer an der Messkampagne teilnehmen will, sollte sich vorher aber einige Informationen heraussuchen, damit dies dann auch tatsächlich so “schnell und einfach” geht, wie die Bundesnetzagentur bewirbt. Um die Messung vom Notebook oder Desktop-PC aus nicht zu verfälschen, sollte man den Rechner direkt oder zumindest via Ethernet-Kabel an den Router anschließen. WLAN soll ausgeschaltet sein, von der Nutzung von Powerline-Verbindungen bitte die Behörde abzusehen. Außerdem sollte der Energiesparmodus deaktiviert sein, damit nicht Komponenten auf dem Rechner zur Bremse werden und bei Nutzung eines Laptops nur mit angeschlossenem Netzteil gemessen werden.

Bevor die Messung durchgeführt wird sollte man prüfen, ob auch ideale Bedingungen bestehen, damit die Ergebnisse nicht verfälscht werden (Screenshot: ITespresso).
Bevor die Messung durchgeführt wird sollte man prüfen, ob auch ideale Bedingungen bestehen, damit die Ergebnisse nicht verfälscht werden (Screenshot: ITespresso).

Im Zuge der Messung erbittet die Bundesnetzagentur über den Browser zudem auf Standortdaten zugreifen zu dürfen, was in dem Fall der Messung ja auch erforderlich ist. Außerdem sollte man wissen, welchen Tarif bei welchem Netzbetreiber man abgeschlossen hat und wie hoch die vereinbarte maximale Datenübertagungsrate ist. Diese Informationen werden vor dem Start der Messung abgefragt.

Außerdem setzt das Messwerkzeug voraus, das auf dem zur Messung genutzten Rechner Java läuft. Die Bundesnetzagentur begründet das in ihrer FAQ-Liste damit, dass man auf zusätzlich Interaktion mit dem Client verzichten will und daher serverseitige Anwendungen nicht herangezogen werden. Zudem wäre durch eine Realisierung mittels HTML5 „der überwiegende Teil der Endnutzer mit älteren Browsern vom Test ausgeschlossen, da diese HTML 5 nicht unterstützen.”

Für eine möglichst genaue Messung werden Nutzer zudem gebeten, alle übrigen offenen Tabs im Browser und alle anderen Apps auf dem mobilen Endgerät zu schließen. Außerdem sollten sie während des Messvorgangs, der etwa 30 Sekunden dauert, keine weiteren Anwendungen ausführen sowie keine weiteren Daten auf dem Breitbandanschluss übertragen.

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