Prime Now: Amazon will offenbar bald auch in München binnen Stunden liefern

E-CommerceMarketing
prime-now-app (Bild: Amazon)

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung sieht es daher die Errichtung von zwei neuen Logistikzentren vor, die 2016 in Betrieb gehen sollen – und zwar in der Bayerischen Landeshauptstadt und in Olching. Der Schnelllieferservice Prime Now steht bislang nur in den USA und Großbritannien bereit.

Amazon plant offenbar, bald auch erstmals in Deutschland Lieferungen innerhalb von Stunden über seinen Prime-Now-Service zu offerieren. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung errichtet es hierzu zwei neue Logistikzentren in München und Olching. Demzufolge werden vorerst ausschließlich Prime-Kunden aus der Bayerischen Landeshauptstadt in den Genuss des Schnelllieferdienstes kommen können.

Den Bericht hat Amazon bislang nicht bestätigt. “Wir äußern uns nicht zu Gerüchten”, teilte Konzernsprecherin Anette Nachbar auf Anfrage der Süddeutschen Zeitung mit. Diese will jedoch aus Unternehmenskreisen erfahren haben, dass die Tochtergesellschaft Amazon Deutschland Transport in einem Gewerbegebiet im zum Landkreis Fürstenfeldbruck gehörenden Olching bereits eine 12.000 Quadratmeter große Halle angemietet hat. Derzeit werde dort die benötigte Infrastruktur wie Regale aufgebaut. Auch in München habe Amazon schon ein geeignetes Objekt angemietet.

Die neuen Logistikzentren sollen dann im nächsten Jahr in Betrieb gehen. Hauptsächlich würden von dort häufig bestellte und einfach zustellbare Artikel wie Bücher oder CDs ausgeliefert werden, berichtet die SZ unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Amazon-Mitarbeiter. Ihm zufolge war der Start von Prime Now in München schon für 2015 geplant, einen Grund für die Verschiebung konnte er aber nicht nennen.

prime-now-app (Bild: Amazon)
Prime Now: App samt Produktangebot (Bild: Amazon)

Prime Now war Anfang des Jahres zunächst in Manhattan eingeführt worden, inzwischen können es aber auch Kunden in den US-Metropolen Baltimore, Dallas und Miami nutzen. Ende Juni startete Amazon den Schnelllieferdienst auch in London und später in Birmingham. Der Dienst wird nicht für alle Produkte angeboten, sondern nur für eine stetig vorgehaltene Auswahl. Für die Lieferung innerhalb von 60 Minuten zahlen Kunden einen Aufpreis. Lieferungen innerhalb von zwei Stunden sind hingegen für Prime-Mitglieder gratis. Dies gilt zwischen 8 Uhr morgens und Mitternacht.

Mit Angeboten wie diesem versucht Amazon, den Vorteil der sofortigen Verfügbarkeit der Ware auszugleichen, den der stationäre Handel ihm gegenüber hat. Es tritt zugleich in den Wettbewerb mit Lieferdiensten; insbesondere Lebensmittellieferungen erfordern kurze Lieferzeiten, um wettbewerbsfähig zu sein.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen