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Samsung Gear S2 soll demnächst zum iPhone kompatibel sein

samsung-gear-s2 (Bild: Samsung)
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Im Gegensatz zu früheren Samsung-Modellen unterstützt die neue Smartwatch schon aktuelle Android-Smartphones anderer Anbieter. Ein Termin für die Zusammenführung mit iOS-Geräten ist noch nicht bekannt. Samsung führt das Internet der Dinge als zwingenden Grund an, um seine Geräte für konkurrierende Standards zu öffnen.

Samsung hat angekündigt, seine neue Smartwatch Gear S2 nicht nur zu anderen Android-Geräten kompatibel zu machen, sondern sie auch mit Apples iPhone zusammenzuführen. Das gab nun ein Samsung-Vertreter Digital Spy zufolge bekannt. Darüber hinaus will Samsung seine Geräte künftig zunehmend für Standards öffnen, die rivalisierende Anbieter für das Internet der Dinge einsetzen.

Gear S2 und Gear S2 Classic beruhen nicht auf Android Wear, sondern setzen auf Samsungs hauseigenem Mobilbetriebssystem Tizen auf. Im Gegensatz zu früheren Geräten des koreanischen Unternehmens interagieren die Smartwatches zudem nicht nur mit seinen eigenen Smartphones, sondern sollen vielmehr auch mit anderen Android-Geräten harmonieren, die mit Version 4.4 oder höher des Mobilbetriebssystems ausgestattet sind und zumindest 1,5 GByte Arbeitsspeicher besitzen.

“Wir sehen uns Möglichkeiten an, es für iOS zu öffnen”, zitiert Digital Spy einen offiziellen Samsung-Vertreter. “Weil wir es für Android geöffnet haben, beschäftigen wir uns auch damit.” Trotz der erstmaligen Bestätigung der kommenden Kompatibilität zu iOS habe der Sprecher aber keinen konkreten Termin nennen wollen.

Den neuen Drang zu mehr Offenheit bekräftigte Samsungs Europa-Marketingchef Rory O’Neill auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) auch gegenüber dem Wall Street Journal. Demzufolge soll die neue Smartwatch nur das erste von vielen weiteren Produkten sein, die Geräte anderer Hersteller unterstützen. Das kurz vor der IFA präsentierte Gear S2 kann sich schon mit den Android-Smartphones konkurrierender Anbieter verbinden. “Wir werden in Zukunft mehr von solchen Produkten sehen”, sagte O’Neill.

Offenbar gab die zunehmende Bedeutung, die das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) für die Verbraucher spielt, den Ausschlag für diese Wende. “Wir fanden heraus, dass der europäische Verbraucher zuhause durchschnittlich 19 verbundene Geräte hat”, erklärte der Samsung-Manager. Er bezog sich damit nicht nur auf Smartphones und Tablets, sondern ebenso auf Haushaltsgeräte.

Bis 2020 sollen sich alle Samsung-Geräte miteinander verbinden können. Schon innerhalb von zwei Jahren will Samsung erreichen, dass sich 90 Prozent seiner Geräte mit dem Internet der Dinge verbinden. “Völlig offene Standards” strebt der Hersteller an, weil Kunden zur Verärgerung neigten, wenn ein Gerät nicht mit einem anderen klarkommt.

Rory O’Neill zufolge wird das Smartphone dabei verstärkt eine Schlüsselrolle für den Zugang zu anderen verbundenen Geräten einnehmen. “Wir müssen völlig offen sein”, sagte er. “Die Technikfirmen müssen außerdem branchenübergreifend zusammenarbeiten, also beispielsweise Autobauer mit Smartwatch-Herstellern. Die Zusammenarbeit innerhalb einer einzelnen Branche reicht nicht aus.”

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

Seit September 2013 ist Rainer hauptsächlich für ITespresso im Einsatz, schreibt aber gerne auch mal hintergründige Artikel für ZDNet und springt ebenso gerne für silicon ein. Er interessiert sich insbesondere für die Themen IT-Security und Mobile. Sein beständiges Ziel ist es, die komplexe IT-Welt so durchsichtig und verständlich wie möglich abzubilden.

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