Miele und Telekom verbinden Waschmaschine per WLAN mit Bestellsystem

Innovation
Die vernetzte Waschmaschine WMH 721 WPS EditionConn@ct bietet Miele zunächst probewesie ab Frühjahr 2016 an (Bild: Miele).

Sie zeigen das Konzept jetzt auf der IFA in Berlin. Im Frühjahr 2016 sollen zunächst 2000 Exemplare der dafür erforderlichen Waschmaschine “WMH 721 WPS EditionConn@ct” verkauft werden. Im April2016 folgt ein vernetzter Miele-Geschirrspüler, der Verbrauchsmaterial selbst dosiert und per App zur Nachbestellung auffordert.

Die Deutsche Telekom und Miele stellen auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA) ab morgen gemeinsam ein vernetztes Dosiersystem für Waschmaschinen vor. Dazu wird die Waschmaschine per WLAN ins Heimnetzwerk eingebunden. Sie holt sich das für jeden Waschvorgang benötigte Waschmittel selbst aus wechselbaren Kartuschen. Geht der dort vorhandene Vorrat zur Neige, wird der Nutzer mittels einer zugehörigen App auf Smartphone oder Tablet benachrichtigt und kann dann Kartuschen nachbestellen.

Mit dem von ihm entwickelten TwinDos-System verspricht Miele durch eine automatisch und exakt der Beladung und dem gewählten Waschprogramm angepasste Dosierung bis zu 30 Prozent Waschmittel einsparen zu können. Das Konzept soll auch auf Geschirrspüler übertragen werden. Ein entsprechendes Pilotprojekt wird auf der IFA in Berlin ebenfalls gezeigt.

Die vernetzte Waschmaschine WMH 721 WPS EditionConn@ct bietet Miele zunächst probewesie ab Frühjahr 2016 an (Bild: Miele).
Die vernetzte Waschmaschine WMH 721 WPS EditionConn@ct bietet Miele zunächst probeweise ab Frühjahr 2016 an (Bild: Miele).

Die Kombination aus dem von Miele bereits vor zwei Jahren vorgestelltem TwinDos-System zur automatischen Dosierung von Flüssigwaschmitteln, WLAN-Vernetzung und Bestell-App ist zuerst bei der Waschmaschine “WMH 721 WPS EditionConn@ct” verfügbar. Von ihr sollen Anfang 2016 im Rahmen eines Pilotprojektes zunächst 2000 Geräte verkauft werden. Mit der Vermarktung vergleichbar ausgestatteter Geschirrspüler will Miele dann im April 2016 beginnen.

Im April dieses Jahrs hatte Amazon in den USA ein vom Ansatz her ähnliches, aber einfacheres, weniger umfassenderes dafür jedoch günstigeres Pilotprojekt in Angriff genommen. Der Onlinehändler stellte damals mit dem Dash-Button am Beispiel von Waschmittel eine Möglichkeit vor, die Bestellung von Produkten des täglichen Bedarfs zu vereinfachen. Der Dash-Button Dash-Button lässt sich im Haushalt platzieren und ordert per Knopfdruck dann jeweils ein bestimmtes Produkt direkt bei dem Onlinehändler. Dazu nimmt er per WLAN Verbindung zum Router und darüber ins Internet auf. PC, Tablet oder Smartphones sind dafür nicht erforderlich.

Der Dash-Button wird ist zunächst ausschließlich für Amazon-Prime- Kunden in Zusammenarbeit mit bestimmten Marken angeboten. Neben Waschmittel ließen sich – mit den entsprechenden Buttons – zunächst nur Kaffeekapseln und einige wenige Kosmetikartikel nachbestellen. Inzwischen wurde das Angebot deutlich aus- und etwas umgebaut. Beispielsweise kamen Dash-Buttons für Rasierklingen, Tiernahrung, Feuchttücher, Süßwaren, Kaugummis Limonaden sowie Nahrungsergänzungsmittel dazu.

Dash-Button für das Waschmittel Tide an einer Waschmaschine (Bild: Amazon).
Dash-Button für das Waschmittel Tide an einer Waschmaschine (Bild: Amazon).

Darüber hinaus offeriert Amazon in Zusammenarbeit mit bislang vier Anbietern den Dash-Nachfüllservice. Neben dem deutschen Wasserfilterhersteller Brita gehören dazu Haushaltsgeräte der Generel-Electric-Marke Quirky, Waschmaschinen von Whirlpool sowie ausgewählte Drucker von Brother. Ob und wann Pläne für die Einführung des Angebots auch hierzulande vorliegen, ist bislang nicht bekannt.

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