Intel investiert in chinesischen Drohnenhersteller Yuneec

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Drohne von Yuneec (Bild: Yuneec)

Intel Capital, die Wagniskapitalsparte des Konzerns, hat sich mit 60 Millionen Dollar an dem Drohnenhersteller mit Sitz in Shanghai beteiligt. Für Intel ist es das dritte Investment in dem Segment. Zuvor hatte es sich bereits an den Unternehmen Airware und Precision Hawk beteiligt.

Intel Capital hat 60 Millionen Dollar in den chinesischen Drohnenhersteller Yuneec investiert. Das Unternehmen mit Sitz in Shanghai bietet in erster Linie Drohnen, an die sich mit Kameras für Luftaufnahmen ausrüsten lassen. Neben Produkten für den Profibereich gibt es aber auch eine Reihe für Verbraucher. Das 1999 gegründete Unternehmen ist eigenen Angaben zufolge im Besitz von mehreren hundert Patenten. Außerdem ist der Name schon lange ein Begriff in der Modellfliegerszene. Darauf aufbauend hat es sich zudem in den Bereich von bemannten Flugzeugen mit Elektromotor vorgewagt.

Drohne von Yuneec (Bild: Yuneec)

In einem bei Youtube aus Anlass der Intel-Beteiligung veröffentlichten Video wird vage erklärt, Intel plane mit Yuneec an “gemeinsamen Projekte” zu arbeiten. Worum es dabei gehen soll, bleibt aber unklar. Klar ist dagegen, dass für Intel das Marktsegment Drohnen interessant erscheint. Yuneec ist bereits das dritte Unternehmen, das sich damit beschäftigt und in das Intel investiert. Die beiden anderen sind Airware, das Software für Drohnen entwickelt, und Precision Hawk, das Sensoren herstellt und eine Plattform für die Datenanalyse anbietet.

Im Verlauf der Woche hatte bereits das ebenfalls in China beheimatete Unternehmen EHANG bekannt gegeben, in einer Serie-B-Finanzierung 42 Millionen Dollar erhalten zu haben. Das Unternehmen vertreibt eine Ghost genannte Drohne und bekam bereits im Dezember 2014 einmal 10 Millionen Dollar von Investoren. Im Mai hatte der Wagniskapitalgeber Accel Partners in das ebenfalls in China beheimatete Drohnen-Start-up DJI sogar 75 Millionen Dollar investiert.



DJI hatte sich wohl auch deshalb Anfangs des Monats umgehend zu Wort gemeldet, als Wirtschaftsministerium und Zollbehörden Chinas eine Verschärfung der Ausfuhrbestimmungen für Technologie ankündigten. Die gelten seit 15. August und betreffen neben Supercomputer mit einer Leistung von mehr als 8 Teraflops auch Drohnen. Wie DJI gegenüber chinesischen Medien erklärte, fallen seine Produkte nicht unter die neuen Bestimmungen. Die bezögen sich lediglich auf Geräte, die mehr als eine Stunde in einer Höhe von mehr als 15.420 Meter fliegen können. Offenbar soll also in erster Linie die Ausfuhr militärischer Technologien reguliert werden.

China Daily berichtete im Juli, die Volksrepublik habe in den ersten fünf Monaten des Jahres 160.000 zivile Drohnen exportiert. Das seien 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ihr Wert belief sich auf mehr als 120 Millionen Dollar.

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