Biegetest beweist: Neues iPhone ist deutlich stabiler als der Vorgänger

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iphone-6s-biegetest-unboxed-therapy (Screenshot: ZDNet.de, Video: Unbox Therapy)

Ein erster Test belegt, dass die größere Stabilität des neuen iPhone-Gehäuses durch den Einsatz von Aluminium 7000 erreicht wird. Dafür ist das Material aber anfälliger für Korrosion und dazu teurer in der Fertigung. Aluminium 7000 nutzt Apple auch für die Herstellung der Apple Watch.

Ein auf dem Youtube-Kanal Unbox Therapy publiziertes Video zeigt offenbar schon das neue Gehäuse der nächsten iPhone-Variante. Dieses setzt sich einer Analyse zufolge aus Aluminium 7000 zusammen. Apple verwendet das Material auch schon zur Herstellung seiner Apple Watch. Der Vorteil dieser Legierung besteht in einer höheren Stabilität gegenüber gewöhnlichem Aluminium.

Um dies zu verifizieren, hat Unbox Therapy das neue Gehäuse einem Biegetest unterzogen. Anders als das Gehäuse des Vorgängers ist die aus Aluminium 7000 gefertigte Variante deutlich stabiler. Während erstere sich schon bei etwas mehr als 30 Pfund verbiegt, hält das neue Gehäuse dieser Belastung problemlos stand und verformt sich erst ab 80 Pfund.

iphone-6s-biegetest-unboxed-therapy (Screenshot: ZDNet.de, Video: Unbox Therapy)
Während sich das Gehäuse des aktuellen iPhone-Modells schon bei einer Belastung von 30 Pfund verbiegt, verformt sich die aus Aluminium 7000 produzierte Variante erst bei 80 Pfund (Screenshot: ZDNet.de, Video: Unbox Therapy)

Analyst Ming-Chi Kuo hatte in einem Anlegerbericht schon im Juni über den Einsatz von Aluminium 7000 für das kommende iPhone spekuliert. Laut dem Test von Unbox Therapy scheint sich diese Mutmaßung nun zu bestätigen. Das Video zeigt auch eine Materialanalyse, die einen hohen Anteil von Zink nachweist. Dadurch sei das Material allerdings anfälliger gegenüber Korrosion. Um dem entgegenzuwirken, ist die Beschichtung des neuen Gehäuses deutlich dicker als die des Vorgängers. Außerdem soll die Herstellung nun beträchtlich teurer sein als zuvor.

Kurz nach dem Verkaufsstart der aktuellen iPhone-6-Modelle im vergangenen September tauchten im Internet unter dem Hashtag Bendgate zahlreiche Bilder und Videos von Anwendern auf, die eine angebliche Materialschwäche des Geräts demonstrieren sollten. Apple hat dies bestritten, tauscht verbogene Geräte nach Informationen der ITespresso-Schwestersite ZDNet jedoch auch hierzulande anstandslos aus. Im Zuge der “Bendgate-Affäre” hatte Apple der Computer Bild Testgeräte entzogen, da das Springer-Blatt ein Video veröffentlicht hatte, das die Verbiegbarkeit des Gehäuses beweist. Ein Test amerikanischer Verbraucherschützer bestätigte, dass sich das iPhone 6 und das HTC One M8 leichter verbiegen lassen als Modelle anderer Anbieter.

Offiziell ist bislang nichts über eine neue Generation bekannt. Wahrscheinlich ist jedoch, dass Apple auch in diesem September neue Smartphones präsentieren wird. Darauf deuten schon zuletzt aufgetauchte Gerüchte hin, wonach deutsche Mobilfunkanbieter den Verkaufsstart des neuen iPhone-Modells für den 18. September anvisieren. Die Produktvorstellung soll derweil offenbar am 9. September stattfinden.

Turnusgemäß ist 2015 eine S-Variante zu erwarten – also ein iPhone 6S respektive 6S Plus. Vor zwei beziehungsweise vier Jahren brachten GS- und S-Modelle jeweils nur Verbesserungen unter der Haube, das Gehäuse blieb gegenüber dem iPhone 4 respektive iPhone 5 hingegen unverändert.

Mit dem iPhone 6S ist auch ein Kamera-Upgrade auf 12 Megapixel wahrscheinlich. Apple hatte die Auflösung zuletzt 2011 mit dem 4S von 5 auf 8 Megapixel erhöht. Und den Arbeitsspeicher dürfte Apple endlich auf 2 GByte – wie im iPad Air 2 – erweitern.

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Der Youtube-Kanal Unbox Therapy demonstriert außer dem vermeintlichen Gehäuse des neuen iPhones auch gleich dessen Stabilität.

[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

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