Qualcomm stellt Mobilprozessor Snapdragon 616 vor

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Qualcomm Snapdragon Logo (Bild: Qualcomm)

Der Nachfolger des Snapdragon 615, der ersten Octa-Core-CPU mit LTE-Modem und 64-Bit-Architektur, bietet acht ARM-Cortex-A53-Rechenkerne. Vier davon takten mit 1,2 GHz, die weiteren vier mit bis zu 1,7 GHz. Zudem ist eine Adreno-405-GPU sowie Full-HD-Unterstützung integriert. Das erste Gerät, in dem der Snapdragon 616 zum Einsatz kommt, ist das Smartphone Huawei Maimang 4.

Qualcomm hat mit dem Snapdragon 616 nun den Nachfolger des seit Februar vergangenen Jahres verfügbaren Snapdragon-615-Prozessors vorgestellt. Bei Letzterem handelte es sich um den weltweit ersten kommerziell erhältlichen Octa-Core-Chipsatz mit integriertem LTE-Modem und einer 64-Bit-Architektur. Das erste Gerät, das den nun präsentierten Snapdragon-616-Chipsatz integriert, ist das Android-Smartphone Huawei Maimang 4 sein.

Der Snapdragon-615-Nachfolger offeriert laut Qualcomm eine insgesamt bessere Leistung als der Vorgänger, wohingegen die bisherigen Funktionalitäten unverändert beibehalten werden. Der Snapdragon 615 und der Snapdragon 616 unterscheiden sich im Wesentlichen in der Taktung. Vier der insgesamt acht ARM-Cortex-A53-CPUs takten nun mit 1,2 GHz anstelle von 1 GHz, die übrigen vier Rechenkerne liefern wie zuvor eine Taktfrequenz von bis zu 1,7 GHz. Ferner soll die vom Snapdragon-615-Nachfolger unterstützte 64-Bit-Architektur nun in der Lage sein, die an den Prozessor gestellten Aufgaben flüssiger zu verarbeiten.

Der Snapdragon 616 integriert Qualcomms hauseigenes X5-LTE-Modem mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 MBit/s und unterstützt außerdem WCDMA (3C-HSDPA und DC-HSUPA). Weiterhin bietet die CPU Unterstützung für eine 1080p- respektive Full-HD-Auflösung einschließlich eines HEVC- beziehungsweise H.265-Videocodecs. Ebenfalls integriert ist Qualcomms Adreno-405-Grafikeinheit, die jetzt mit erweiterten Funktionalitäten wie Hardware-Tesselation kommt. Genau wie der Snapdragon 615 unterstützt auch der Snapdragon 616 Qualcomms Quick-Charge-2.0-Funktion mit bis zu 3A (Ampere).

Das erste Gerät, in dem der Snapdragon 616 zum Einsatz kommt, ist das auf dem chinesischen Markt bislang als Huawei G8 bekannte Maimang 4. Das Smartphone ist mit einem 5,5-Zoll-Bildschirm ausgestattet und liefert eine Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln. Sein Gehäuse besteht vollständig aus Metall. Der 3000-mAH-Akku soll in Kombination mit dem Snapdragon 616 eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen ermöglichen.

huawei_maimang (Bild: Huawei)
Das Huawei Maimang 4 integriert als erstes Gerät Qualcomms Snapdragon-616-Chipsatz (Bild: Huawei).

Zur weiteren Ausstattung des Smartphones zählen eine integrierte Dual-SIM-Unterstützung, eine 13-Megapixel-Hauptkamera sowie eine 5-Megapixel-Frontkamera und ein integrierter Fingerabdruckscanner. Als Betriebssystem ist Android 5.1 vorinstalliert.

Auf dem chinesischen Markt ist das Huawei G8 bereits in zwei Varianten erhältlich. Die günstigere Ausgabe kommt mit 2 GByte RAM sowie 16 GByte internem Speicher, die teurere mit 3 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte Datenspeicher. Das Maimang 4 mit 16 GByte Storage kostet umgerechnet rund 307 Euro, die Variante mit 32 GByte Speicher ist für etwa 366 Euro zu haben.

[mit Material von Anja Schmoll-Trautmann, CNET.de]

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